Zu Weihnachten schrieben unsere Kinder in ihren Brief ans Christkind nur einen einzigen Wunsch – in den Urlaub ans Meer zu fahren.
Und ich muss zugeben, dass sich dieser Wunsch wirklich leicht erfüllen ließ.
Ich wollte jedoch idealerweise einen Termin wählen, bei dem sowohl der Hin- als auch der Rückflug im Januar lagen. Im Februar erwartet mich nämlich eine teilweise berufliche Reise in die USA, und gleich danach planen wir die Einführung einer weiteren Software. Für eine längere Reise blieb daher nicht viel Zeit – und ehrlich gesagt möchte ich nicht allzu lange verreisen, wenn ich nicht arbeiten kann.
Bei der Wahl des Reiseziels half mir meine Mutter, die das Reisebüro Grand Travel betreibt. Ich bat sie um einen Tipp für einen Ort, an dem man auch im Januar problemlos im Meer baden kann, idealerweise mit etwas Exotik, Tieren und vor allem entspanntem Reisen. Gleichzeitig wollte ich über den Reiseveranstalter Čedok buchen, weil er als einziger in Tschechien Charterflüge zu exotischen Reisezielen mit Direktabflug aus Brünn oder Wien anbietet.
Am Ende fiel die Wahl auf Thailand, genauer gesagt Khao Lak, und das Hotel Khao Lak Laguna Resort **** mit All-inclusive, was in Thailand angeblich nicht ganz üblich ist.
Alles in allem entschieden wir uns für einen Aufenthalt von etwa 8 Tagen (länger wollte ich wirklich nicht verreisen) mit Abflug aus Brünn, was für uns ideal ist – der Flughafen liegt knapp 15 Minuten von unserem Haus entfernt.
Wir flogen von Brünn mit Neos (einer italienischen Fluggesellschaft, mit der Čedok einen Chartervertrag hat). Der Flug führte mit einer Zwischenlandung in Mailand anschließend direkt nach Phuket.
Konkret handelte es sich um den Flug NO 126 und den Rückflug NO 127 aus Thailand.

Ankunft in Thailand und Transfer zum Hotel
Ich war zum allerersten Mal in Thailand.
Ehrlich gesagt – im vergangenen Jahrzehnt bin ich wirklich viel gereist, aber Asien war mir bis dahin (abgesehen von vier Besuchen in Dubai) völlig entgangen. Ich hatte nie den besonderen Ehrgeiz, dorthin zu reisen, obwohl mir viele Menschen – darunter auch mein Geschäftspartner Štěpán – schon lange erzählten, wie großartig es dort sei und warum sie selbst regelmäßig zurückkehrten.
Nach der Ankunft in Phuket erwartete uns die Einreisekontrolle, die überraschend unkompliziert war. Man nahm unsere Fingerabdrücke, fotografierte uns, und nach kurzer Zeit waren wir fertig.

Am Flughafen gab es zahlreiche Wechselstuben. Später verglich ich die Kurse und stellte fest, dass der Kurs dort etwa 20 % schlechter war als in den klassischen Wechselstuben auf der Straße in der Nähe des Hotels – wenn Sie es also nicht eilig haben, lohnt es sich, mit dem Geldwechsel ein wenig zu warten.

Sobald wir den Flughafen verlassen hatten, erlebten wir einen kleinen Kulturschock. Mein erster Eindruck war, als wäre ich in Ägypten oder einem anderen afrikanischen Land angekommen. Stellenweise erinnerte es mich ziemlich stark an die Straßen Sansibars.
Zum Hotel Khao Lak Laguna Resort **** fuhren wir mit einem Kleinbus weiter. Der Transfer dauerte ungefähr eine Stunde, und schon während der Fahrt zeichnete sich ab, dass Khao Lak eine ruhigere Atmosphäre als Phuket selbst bieten würde.


Nach unserer Ankunft erwartete uns bereits das Empfangspersonal des Hotels, das unsere Koffer übernahm, sie zur Rezeption und anschließend auch aufs Zimmer brachte.
Da wir ungefähr gegen 9 Uhr morgens ankamen, teilte man uns mit, dass der reguläre Check-in erst um 14:00 Uhr stattfindet. Gleichzeitig fügte man jedoch hinzu, dass man versuchen werde, alles zu beschleunigen und das Zimmer bereits gegen 11 Uhr bereitzustellen, was wir sehr zu schätzen wussten (letztendlich war es bereits eine Stunde nach unserer Ankunft verfügbar).
Außerdem erhielten wir sogenannte Complimentary-Gutscheine für kostenlose Massagen, die wir auch nutzten.

Bis es so weit war, machten wir uns auf, das Hotel selbst und seine Umgebung zu erkunden.


Poolbereich, Meer und Strand
Direkt hinter dem Restaurant Oriental, in dem täglich das Frühstück serviert wird, befindet sich eine kleine Brücke und darunter ein ruhiger, stehender Bach, der einen Teil der Hotelanlage auf natürliche Weise abgrenzt.
Genau hier begegneten wir einer lokalen Besonderheit – Waranen. Rund um den Bach kommen sie recht häufig vor, und ehrlich gesagt hatte ich sie zuvor noch nie so frei in der Natur gesehen. Das wirkt sehr exotisch, aber gleichzeitig natürlich – keine Touristenattraktion, sondern einfach ein Teil der örtlichen Umgebung.

Insgesamt machte das Hotel einen wirklich guten Eindruck auf mich. Natürlich gab es kleinere technische Mängel – beispielsweise eine nicht funktionierende Poolbeleuchtung oder gelegentlich etwas leicht Beschädigtes. In den meisten Fällen handelte es sich jedoch eher um optische Details, die den Aufenthalt in keiner Weise beeinträchtigten.
Was ich dagegen sehr zu schätzen wusste, war der Service am Pool. An mehreren Stellen waren Knöpfe angebracht, mit denen man jederzeit das Personal rufen und beispielsweise einen Cocktail direkt an die Liege bestellen konnte.

Urteilen Sie jedoch selbst.







Hotelrestaurant, Mittag- und Abendessen
Da wir All-inclusive gebucht hatten, konnten wir die Hotelbar und die Restaurants uneingeschränkt nutzen, was in Thailand eher die Ausnahme als die Regel ist.
Das Hotel verfügt über zwei Restaurants. Das Oriental, das sich an der Rezeption befindet, dient ausschließlich dem Frühstück. Zum Mittag- und Abendessen gingen wir ins Restaurant Sundowners, das direkt am Strand liegt und eine sehr angenehme, offene Atmosphäre bietet – besonders abends bei Sonnenuntergang.
Das Speisenangebot war abwechslungsreich und wechselte regelmäßig.
Die thailändischen Klassiker fehlten nicht – verschiedene Currys, Reisgerichte und Suppen, aber auch weniger scharfe Varianten, die selbst die Kinder problemlos essen konnten. Neben der lokalen Küche gab es stets auch eine „europäische“ Grundauswahl, sodass wirklich jeder etwas fand. Im Laufe der Woche wiederholten sich die Gerichte nicht so oft, dass sie langweilig wurden, was ich als großen Pluspunkt empfinde.
Ein sehr schönes Detail waren die frischen grünen Kokosnüsse – der sogenannte Coconut Juice. Die Kokosnuss wurde im Ganzen mit einem Strohhalm serviert, und man trank das frische Kokoswasser direkt daraus. Ehrlich gesagt trank ich jeden Tag gleich mehrere davon.

Das Hotelpersonal war insgesamt sehr hilfsbereit und zuvorkommend. Mehrmals brachte man uns die bestellten Cocktails sogar bis an den Strand, obwohl dort normalerweise nicht bedient wurde. Solche Kleinigkeiten sorgen für einen deutlich besseren Gesamteindruck als selbst die beste Katalogbeschreibung.
Natürlich aßen wir nicht nur im Hotel – wir gingen auch gerne in die Stadt, um lokale thailändische Spezialitäten zu probieren, aber diesem Thema werde ich einen eigenen Artikel widmen.
Frühstück im Hotel
Das Frühstück wurde im Restaurant Oriental an der Rezeption serviert, und das Angebot war wirklich sehr vielfältig. Jeden Morgen gab es reichlich Auswahl, egal ob man Lust auf Klassiker hatte oder etwas typisch Thailändisches probieren wollte.
Es gab eine Eierstation, an der Omeletts, Spiegeleier oder Rührei frisch zubereitet wurden, dazu Klassiker wie Würstchen, Speck und Gebäck. Für die Kinder (und eigentlich auch für die Erwachsenen) war das eine sichere Wahl.
Gleichzeitig gab es aber auch einen asiatischen Frühstücksbereich – verschiedene thailändische Spezialitäten, Nudeln, Reisgerichte oder warme Suppen. Wer also etwas anderes als den europäischen Standard essen wollte, hatte damit kein Problem.
Ein großer Pluspunkt war das frische Obst – Ananas, Papaya, Melone, Maracuja oder Drachenfrucht. Das Obst war jeden Tag frisch, süß und ideal bei der Hitze. Ehrlich gesagt wird die Kombination aus morgendlichem Kaffee und einem Teller voller tropischer Früchte nicht so schnell langweilig.
Insgesamt wirkte das Frühstück hochwertig, abwechslungsreich und keineswegs eintönig. Auch nach mehreren Tagen hatten wir nicht das Gefühl, ständig dasselbe zu essen.



Mittag- und Abendessen im Restaurant Sundowners
Zum Mittag- und Abendessen gingen wir hauptsächlich ins Restaurant Sundowners, das direkt am Strand liegt. Tagsüber herrschte dort eine eher ungezwungene Atmosphäre, abends sorgten gedämpftes Licht und der Blick aufs Meer für eine angenehme Stimmung.
Die Speisekarte war recht umfangreich und kombinierte thailändische mit internationaler Küche. Wer Lust auf lokale Klassiker hatte, wurde problemlos fündig – Pad Thai, Tom Yum, Tom Kha, Massaman-Curry, grünes Curry, Nudeln, Reisgerichte oder Meeresfrüchte gehörten zum festen Angebot. Bei den meisten Gerichten ließ sich außerdem der Schärfegrad anpassen, was wir vor allem wegen der Kinder sehr schätzten.
Gleichzeitig dachte das Restaurant auch an diejenigen, die etwas „Europäisches“ essen wollten. Auf der Speisekarte standen Burger, Quesadillas, Club-Sandwiches, Pasta, Pizza, Salate, gegrilltes Fleisch oder Fisch. Dadurch kam wirklich jeder auf seine Kosten, ganz gleich, ob man gerade Lust auf etwas Exotisches oder lieber auf Altbewährtes hatte.
Auch bei den Desserts gab es eine große Auswahl – verschiedene Eissorten, Milchshakes, Fruchtshakes, Pfannkuchen, Bananendesserts oder Kuchen. Gleiches galt für die Getränke: frische Fruchtsäfte, Smoothies, Cocktails und alkoholfreie Getränke. Die Preise außerhalb des All-inclusive-Angebots waren angemessen, doch mit einem Paket wie unserem war all das bereits im Preis enthalten.
Erwähnenswert ist auch, dass das Personal auf Allergene und besondere Wünsche einging – auf der Speisekarte war alles übersichtlich gekennzeichnet, und es war kein Problem, nachzufragen oder etwas anpassen zu lassen.
Insgesamt wirkte das Sundowners auf mich wie ein vollwertiges Hotelrestaurant und nicht bloß wie eine „Essensausgabe für Gäste“. Das Essen war lecker, die Portionen ausreichend und vor allem hatten wir – wie bereits erwähnt – während unseres Aufenthalts nicht das Gefühl, ständig dasselbe zu essen.







Zimmer und Unterkunft
Die Unterkunft im Khao Lak Laguna Resort machte vom ersten Tag an einen sehr angenehmen und ruhigen Eindruck auf mich. Die Zimmer waren geräumig, hell und wurden jeden Tag perfekt gereinigt.
Wir hatten ein Zimmer mit drei Betten, das ausreichend Platz und Komfort bot. Die gesamte Einrichtung war in natürlichen Materialien gehalten – Holz, gedeckte Farben und ein schlichter thailändischer Stil.
Zum Zimmer gehörte auch ein schönes Badezimmer mit Badewanne und Dusche, ausreichend Handtüchern und grundlegenden Pflegeprodukten.
Ein großer Pluspunkt war die Minibar, die im Rahmen der Zimmerreinigung täglich aufgefüllt wurde – insbesondere Wasserflaschen waren immer kostenlos, was bei der örtlichen Hitze wirklich angenehm war. Vom Balkon aus hatte man einen schönen Blick in den Palmengarten, in dem völlige Ruhe herrschte und morgens nur die Geräusche der Natur zu hören waren.








Erwähnenswert ist aber auf jeden Fall auch ein praktischer Punkt in Bezug auf die Steckdosen.
Im Zimmer gibt es zwar Universalsteckdosen, in die sich ein tschechisches Ladegerät „irgendwie“ einstecken lässt, doch häufig sitzt es darin nicht fest, sodass das Gerät entweder gar nicht oder nur mit Unterbrechungen lädt. Ich empfehle daher unbedingt, einen Adapter für thailändische Steckdosen mitzunehmen. Das erspart Ihnen Nerven und das Improvisieren beim Abstützen der Ladegeräte.


Insgesamt bewerte ich die Unterkunft jedoch sehr positiv. Sowohl hinsichtlich des Komforts als auch der Atmosphäre erfüllte sie alles, was man von einem ruhigen Urlaub in Thailand erwartet.
Weiter unten teile ich noch die Öffnungs- und Betriebszeiten der einzelnen Dienstleistungen im Hotel.

Umgebung des Hotels
Die Umgebung des Hotels war lebendig, abwechslungsreich und zugleich sehr praktisch für den Alltag.
Direkt am Hotel und in seiner unmittelbaren Umgebung standen fast ständig Taxis bereit, sodass es überhaupt kein Problem war, überall in der Stadt hinzukommen. Die Preise waren zudem sehr günstig, weshalb wir häufig und ohne Zögern ein Taxi nahmen. Beispielsweise kostete die Fahrt zum nächstgelegenen, etwa 4 km entfernten Markt 100–150 TBH.

In den umliegenden Straßen gab es zahlreiche Bars, Restaurants und kleinere Bistros, in denen man sowohl die lokale Küche als auch klassische touristische Gerichte probieren konnte.





Auch Geschäfte mit Obst, Trockenfrüchten und Souvenirs sowie kleinere Minimärkte wie 7-Eleven, die bis spät in die Nacht geöffnet sind, fehlten nicht.





An jeder Ecke gab es außerdem Salons, die Massagen anboten – von klassischen Thai-Massagen über Ölmassagen bis hin zu Fußmassagen, häufig zu sehr günstigen Preisen.


Ein interessantes (und etwas skurriles) Detail, das mir auffiel, war das Kabelmanagement an den Masten in der Umgebung des Hotels.
Strom- und Datenkabel waren buchstäblich in dichten Bündeln um die Masten gewickelt, ein typisches Bild der lokalen Infrastruktur.
Auf den ersten Blick wirkt es chaotisch, aber offenbar funktioniert es. Es ist eine kleine Kostprobe des Lokalkolorits, an die man sich schnell gewöhnt.

Insgesamt wirkte die Umgebung des Hotels lebendig, sicher und sehr praktisch – die ideale Kombination für einen Urlaub, in dem man alles in Reichweite haben und zugleich die lokale Atmosphäre erleben möchte.

Ich möchte außerdem die Sakai Bar erwähnen, die zu unserem abendlichen Zufluchtsort wurde. Sehr schnell lernten wir dort das Personal kennen, das unglaublich freundlich, kommunikativ und stets gut gelaunt war.
Dadurch fühlten wir uns dort fast wie zu Hause, und es war kein Problem, sich zu unterhalten, gemeinsam zu lachen oder sich etwas empfehlen zu lassen. Wir kamen praktisch jeden Abend auf einen Drink hierher, weil die Atmosphäre locker und angenehm war – ideal, um den Tag ausklingen zu lassen.
Obwohl ich keinen Alkohol trinke, fand ich hier immer etwas Passendes – die Auswahl an alkoholfreien Drinks war überraschend vielfältig. Problemlos bereitete man mir beispielsweise einen Virgin Cuba Libre oder andere alkoholfreie Mixgetränke zu, die hervorragend schmeckten und nicht einfach wie gewöhnliche Limonade wirkten. Gerade diese Kombination aus freundlichem Personal, guter Atmosphäre und großer Getränkeauswahl machte die Bar zu einem Ort, an den wir gerne und immer wieder zurückkehrten.


Fazit: Wie hat mir der Urlaub gefallen?
Einen Urlaub in Khao Lak würde ich auf jeden Fall empfehlen, ob über Čedok oder auf eigene Faust.
Wir waren mit unseren Kindern hier, und die Ausstattung des Khao Lak Laguna Resort ist für Familien einfach großartig – eine ruhige Umgebung, viel Platz, Pools, der Strand direkt am Hotel und insgesamt eine entspannte Atmosphäre ohne unnötigen Stress.
Das Einzige, was erwähnt werden sollte, ist die Betonbarriere zwischen dem Hotel und dem Strand. Wegen früherer Überschwemmungen wurde hier eine Schutzmauer errichtet, sodass man seitlich über eine Treppe zum Strand gelangt. Das ist nichts Gravierendes, aber man sollte damit rechnen, vor allem wenn man mit kleineren Kindern oder einem Kinderwagen reist.

Das Essen war während des gesamten Aufenthalts ausgezeichnet, und das Personal überraschte uns ausgesprochen positiv. Die Thailänder sind unglaublich zuvorkommend, freundlich und bereit, bei praktisch allem zu helfen – ob es um Hoteldienstleistungen, kleine Wünsche oder die alltägliche Kommunikation außerhalb des Resorts ging.
Wie mein Programmiererkollege Dominik sagen würde: „Wenn Sie das Paradies auf Erden sehen möchten.“
Dann kann ich Thailand auf jeden Fall empfehlen – es lohnt sich, und wir wissen mit Sicherheit, dass wir wiederkommen werden.



