Nach dem Besuch einer Elefantenfarm machten wir einen Abstecher zu den örtlichen Thermalbädern.

Ich wusste überhaupt nicht, dass die Thailänder bei solch heißem Wetter so etwas betreiben oder dass es dort überhaupt solche heißen Quellen gibt.
Wir kamen am Parkplatz an und gingen auf einem Fußweg in Richtung der Thermalbäder.

Unterwegs bewunderten wir Blumen, die wunderbar dufteten und die von den Thailändern angeblich als Duft für das Haus, das Auto und Ähnliches verwendet werden.

Außerdem sah ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben eine Ananas wachsen. Und ja – sie wächst aus dem Boden und nicht an einem Baum.

Die heißen Quellen von Rommanee Hot Spring befinden sich in der Provinz Phang Nga, die vor allem für ihre Nationalparks, ihren Dschungel und ihre Kalksteinfelsen bekannt ist. Die Quellen selbst entstanden durch geothermische Aktivität tief unter der Erde – dort wird das Wasser auf natürliche Weise erhitzt und tritt anschließend wieder an die Oberfläche.



Die Einheimischen nutzten diese Quellen bereits seit Jahrzehnten, bevor der Ort für Touristen erschlossen wurde. Früher handelte es sich eher um einfache natürliche Becken im Dschungel, die hauptsächlich von Einheimischen zur Entspannung und wegen der gesundheitsfördernden Wirkung des Wassers besucht wurden.
Das Mineralwasser dieser Quellen enthält unter anderem Schwefel und weitere Mineralien, die traditionell mit der Regeneration von Muskeln, Gelenken und Haut in Verbindung gebracht werden. Deshalb betrachten Thailänder einen Besuch der heißen Quellen häufig als Teil von Wellness und Gesundheitspflege und nicht nur als Touristenattraktion.
Interessant ist, dass heiße Quellen in Thailand trotz des tropischen Klimas recht verbreitet sind – vor allem in bergigeren Regionen. Rommanee gehört eher zu den kleineren und ruhigeren Thermalbädern, was vielleicht auch ihr größter Vorteil ist.
Vor dem eigentlichen Baden erzählte uns der Reiseführer ein wenig über die Thermalbäder und zeigte uns einen großen Brunnen, aus dem das Wasser sprudelt und von wo es entnommen und in die einzelnen Becken weitergeleitet wird.





Es muss erwähnt werden, dass es draußen ungefähr 33 Grad heiß war, die Sonne brannte und das Wasser in den Becken 40, 42 und 45 Grad hatte.
Zuerst musste ich duschen – natürlich unter eiskaltem Wasser – und dann ging ich zum Becken.
Ich entschied mich gleich für das 45 Grad heiße Becken, stieg aber nur bis zur Taille hinein, denn bei dieser Hitze ging es einfach nicht weiter.
Also wechselte ich in das 42 Grad heiße Becken, das ich am Ende als fast Einziger aus der ganzen Gruppe aushielt.

Wenn man sich daran gewöhnt, ist es auszuhalten – ich blieb ungefähr 10 Minuten darin.
Das Wasser roch überhaupt nicht unangenehm und war angenehm, außerdem war es in keiner Weise aufbereitet.
Nach dem Baden besuchten wir auf dem Parkplatz noch einen örtlichen Laden, wo mir eine Art Birnenapfel auffiel, der absolut köstlich war – vorausgesetzt, man schüttelt vorher alle Ameisen heraus.

Diese grüne Frucht war sehr sauer.

Aber Protein ist schließlich auch gut :).

Nach dem Besuch der Thermalbäder von Rommanee Hot Spring fuhren wir weiter zu wunderschönen Wasserfällen, aber davon handelt der nächste Artikel.



