GitHub hat Copilot Fusion allgemein verfügbar gemacht. Das System wählt für Entwickler KI-Modelle für Programmieraufgaben aus und kombiniert sie bei Bedarf. Nutzer wählen statt eines bestimmten Modells eine Aufwandsstufe; Fusion bestimmt dann für jeden Prompt, welche Modelle zum Einsatz kommen und wie sie zusammenarbeiten.
Drei Stufen für unterschiedliche Aufgaben
Fusion verbindet die Modellauswahl von Copilot auto model selection mit der Orchestrierung mehrerer Modelle aus dem Projekt HydraFusion. Entwickler wählen Copilot Fusion in der Modellauswahl aus und stellen anschließend die gewünschte Aufwandsstufe ein.
Fusion Standard bevorzugt vielseitige Modelle für alltägliche Programmieraufgaben. Fusion High setzt auf leistungsfähigere Modelle für anspruchsvollere Aufgaben und tiefergehende Schlussfolgerungen. Fusion Max priorisiert die leistungsfähigsten Modelle für besonders schwierige Aufgaben und komplexe Schlussfolgerungen.
Wie die Modelle zusammenarbeiten
Fusion kann Aufgaben auf unterschiedliche Weise bearbeiten. Im Workflow Single löst ein Modell die Aufgabe direkt. Bei Cascade erstellt zunächst ein effizientes Modell einen Entwurf; eine Qualitätsprüfung entscheidet, ob dieser angenommen oder die Aufgabe an ein stärkeres Modell weitergegeben wird.
Der Workflow Critique setzt ein zweites Modell zur Prüfung ein: Das erste erstellt eine Antwort, das zweite überprüft sie und das ursprüngliche Modell überarbeitet sie anschließend.
Das Ergebnis von Fusion Max im Coding-Test
Laut GitHub erreichte Copilot Fusion Max im Artificial Analysis Coding Agent Index 60 Punkte und lag damit höchstens zwei Punkte vom Ergebnis von Claude Code mit Opus 5.5 Max entfernt. Dabei verbrauchte Fusion Max pro Aufgabe etwa halb so viele Tokens und benötigte rund 40 Prozent weniger Zeit.
Verfügbarkeit und Einstellungen für Organisationen
Copilot Fusion ist in allen Copilot-Tarifen in Visual Studio Code, der GitHub-Copilot-App, GitHub Copilot CLI und den IDEs von JetBrains verfügbar. Die Unterstützung weiterer Clients ist geplant.
Die verwendeten Modelle werden zu ihren jeweiligen Standardsätzen abgerechnet; Nutzer kostenpflichtiger Copilot-Tarife erhalten bei Fusion zeitlich begrenzt 30 Prozent Rabatt auf die Modellkosten.
Das System verwendet nur Modelle, die durch die Richtlinien des Unternehmens und der Organisation zugelassen sind. Unternehmensadministratoren können einzelne Modelle für Fusion deaktivieren, ohne sie für alle Nutzer abzuschalten. Über Enterprise managed settings können sie Fusion mit einer beliebigen Aufwandsstufe als Standardmodell festlegen.
Bei Teilnehmern der Forschungsvorschau werden die bisherigen Auswahlen auto, HydraFusion und HydraFusion Max automatisch auf die entsprechenden Copilot-Fusion-Stufen umgestellt.



