Jeden Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag findet in Khao Lak nachmittags und abends (etwa zwischen 14:00 und 22:00 Uhr) einer der lebhaftesten Märkte der gesamten Region statt – der Bang Niang Market. Genau hier können Sie echte thailändische Spezialitäten probieren und Souvenirs, Kleidung oder die legendären lokalen Salben und „Medikamente“ kaufen, die buchstäblich nur ein paar Kronen kosten. Viele Reisende nehmen sie mit nach Hause – und ehrlich gesagt wundert mich das überhaupt nicht.
Der Markt lag ungefähr 3 Kilometer von unserem Hotel entfernt, daher entschieden wir uns für ein lokales Taxi. Die Fahrt kostete etwa 150 THB, was beim heutigen Wechselkurs rund 75 CZK entspricht. Nach wenigen Minuten waren wir vor Ort.
Schon während der Taxifahrt winkten uns Einheimische zu, Kinder spielten am Straßenrand und wir genossen die Atmosphäre einer gewöhnlichen thailändischen Stadt. Kein Resort, keine abgeschlossenen Hotelanlagen – einfach das echte Leben.



Ein Ort, der an die Kraft der Natur erinnert
Nur ein kurzes Stück gegenüber vom Markt befindet sich das Khao Lak Tsunami Memorial, das einen starken Kontrast zum geschäftigen und fröhlichen Markt bildet. Die Gedenkstätte erinnert an den verheerenden Tsunami vom 26. Dezember 2004, der die Region Khao Lak mit einer der größten Wucht in ganz Thailand traf.
Die Welle riss damals Hotels, Restaurants und ganze Dörfer mit sich und kostete Tausende Menschen das Leben, darunter viele Touristen. Das zentrale Wahrzeichen der Gedenkstätte ist ein echtes Polizeipatrouillenboot, das vom Tsunami Hunderte Meter weit ins Landesinnere geschleudert wurde. Heute steht es dort als stilles, aber sehr eindrucksvolles Symbol für die Kraft der Natur.
Rund um das Boot finden Sie Informationstafeln mit Fotos und Beschreibungen des gesamten Ereignisses, einschließlich persönlicher Geschichten von Opfern und Einheimischen, die die Katastrophe überlebt haben. Für die Einheimischen ist dies ein Ort der Erinnerung und des Respekts. Gerade die Gegend um Bang Niang kam nach dem Tsunami allmählich wieder auf die Beine – der heutige lebhafte Markt ist somit gewissermaßen ein Symbol für die Rückkehr zum Leben. Wenn man sich bewusst macht, was sich hier vor knapp zwanzig Jahren ereignet hat, betrachtet man den gesamten Markt mit völlig anderen Augen.

Die ersten Stände, die ersten Geschmackserlebnisse



Das Taxi setzte uns direkt am Eingang ab, und schon bei den ersten Ständen stießen wir auf abgepackte getrocknete Mango sowie frische Mango mit Klebreis. Das ist ein thailändischer Klassiker, den ich unbedingt zu probieren empfehle – einfach, süß und absolut perfekt.
Darüber hinaus wurden hier auch verschiedene „Köstlichkeiten“ für Mutigere verkauft: Kakerlaken, Würmer und sogar Skorpione. Damit wäre ich allerdings doch etwas vorsichtig, besonders wenn Sie nicht gerade abenteuerlustig sind.
Wir konzentrierten uns hauptsächlich auf gegrillte und BBQ-Spezialitäten – Oktopus, Calamari, Garnelen und andere Meeresfrüchte. Ehrlich gesagt schmeckte mir der Oktopus nicht besonders. Er war zäh, eher wie Kaugummi, und geschmacklich wenig ausgeprägt. Die Calamari, frittierten Garnelen und anderen Speisen waren dagegen absolut köstlich.








Alles, was Sie sich vorstellen können (und vielleicht noch etwas mehr)
Der Bang Niang Market ist voller Geschäfte aller Art. Kleidung, Hausschuhe, Gewürze, Spielzeug, Souvenirs, Essen, Bars … einfach das typische thailändische Chaos, das dennoch vollkommen sinnvoll erscheint.
Michal, der Mann meiner Mutter, bat mich, ihm eine lokale Heilsalbe zu kaufen. Angeblich ist sie für alles Mögliche die beste. Wir haben sie bereits ausprobiert, und ich muss sagen, dass sie wirklich wirkt. Wenn Sie in Thailand sind, empfehle ich Ihnen auf jeden Fall, eine ähnliche Salbe zu kaufen.

Außerdem kaufte ich mir eine „Kobra“-Salbe, die angeblich aus ihrem Gift hergestellt wird und gegen Gelenk- und Muskelschmerzen helfen soll. Ich plane, sie beispielsweise bei Nackenschmerzen durch die Arbeit am Computer auszuprobieren, obwohl ich versuche, jeden Tag Sport zu treiben.


Großartig waren auch die lokalen Bio-Gewürze – wir kauften dort Tamarinde und viele weitere Dinge, die man zu Hause normalerweise nicht bekommt oder die deutlich teurer sind.














Wenn Sie bereits völlig satt sind … aber trotzdem noch etwas essen
Beim Verlassen des Marktes stießen wir noch auf einen Stand, an dem Schweinebauch oder Rippchen gegrillt wurden. Obwohl ich bereits völlig überessen war, bestellte ich eine ganze Reihe. Und ja – ich aß alles auf.
Ich verrate ein wenig zu viel über mich: In der Nacht ging es mir dann nicht besonders gut, also nahm ich vorsichtshalber Ercefuryl, das ich auf jede Reise mitnehme und das mich schon mehrmals gerettet hat.


Besuchen Sie auf jeden Fall die Märkte, auch wenn Sie sich in einer anderen Gegend aufhalten
Einen Besuch auf dem Bang Niang Market würde ich auf jeden Fall jedem empfehlen. Sie können authentische lokale Spezialitäten probieren, die Sie in Hotelresorts oder den umliegenden Straßen oft überhaupt nicht finden, und zu wirklich lächerlich niedrigen Preisen einkaufen.
Gegen Ende unseres Urlaubs besuchten wir noch einen weiteren Markt, der hauptsächlich für Einheimische bestimmt war. Dort gab es noch mehr Spezialitäten und die Preise waren noch niedriger – aber das ist ein Thema für einen weiteren Artikel.
PS: Falls Sie Geld in die Landeswährung wechseln müssen, befindet sich gleich am Anfang auf der rechten Seite eine Wechselstube. Der Kurs ist dort allerdings ein wenig schlechter als im Hotel.








