Dieses Silvester war für mich eindeutig das entspannteste der letzten zehn Jahre.
Jedes Jahr kommen am 31.12. ein paar Freunde zu uns, um gemütlich zusammenzusitzen, aber dieses Jahr hat sich das irgendwie von selbst zerschlagen. Ein Freund ging woanders feiern, und Dušík und Andrejka (mein bester Freund seit Kindertagen und seine Freundin) blieben auf meinen Vorschlag hin schließlich zu Hause und gönnten sich Ruhe und Erholung. Und eigentlich war das gar keine schlechte Entscheidung.
Drei Wochen vor Weihnachten hatte mich nämlich irgendein fieser Infekt erwischt. Vier Tage Fieber, festsitzender Schnupfen und danach solche Halsschmerzen, dass ich mehrere Tage lang kaum ein Wort herausbrachte. Meine Hausärztin war gerade im Urlaub, also nahm mich eine Freundin – weil es mir wirklich nicht gut ging – für einen CRP-Test mit in ihre Praxis in Brünn.
Ich ging mit einem Antibiotikum für drei Tage nach Hause, das überraschenderweise fast sofort wirkte. Schon innerhalb der ersten 24 Stunden ging es mir deutlich besser. Trotzdem … gestern waren es genau drei Wochen her, seit ich mich zum ersten Mal ins Bett legen musste. So lange war ich wohl noch nie krank, aber dieses Jahr geht es wirklich überall um.
Und als wäre das nicht genug – vorgestern war ich mit den Pferden im Wald ausreiten und fror dabei ordentlich durch. An Silvester hatte ich deshalb den ganzen Vormittag Halsschmerzen, also sagte ich mir, dass es nicht schaden könnte, ein wenig kürzerzutreten. Schließlich möchte ich das Jahr 2026 nicht wieder im Bett beginnen und das Ganze von vorn durchmachen.
Ursprünglich wollte ich mit den Mädchen an Neujahr zum Skifahren nach Dolní Morava fahren. Für meine Tochter Leia war dort ein Skikurs gebucht, auf den sie sich riesig freute. Aber die Kinder schliefen bis halb zwölf, also rief ich schließlich in Dolní Morava an und buchte alles auf den nächsten Tag um.
Und so machten wir uns – wie übrigens fast jedes Jahr – auf den Weg zu den Pferden.

Über Nacht war für unsere Verhältnisse ziemlich viel Schnee gefallen, also packten wir noch die Bobs und Schlitten ein und fuhren nach Hostěnice, wo unsere beiden Pferde untergebracht sind. Das Feld war wunderschön weiß, es war still und friedlich … genau die Art von Neujahrsatmosphäre, die man irgendwo tief im Gedächtnis abgespeichert hat.





Bizonka (das Pony) und Frosty grasten eine Weile – natürlich behielt ich das ein wenig im Auge, denn gefrorenes Gras ist für sie nicht ideal, aber die Stuten interessiert das meistens herzlich wenig.
Letztendlich war Neujahr großartig. Wir genossen den Schnee, die Bewegung, das Lachen und die Pferde, und jetzt sitze ich schon wieder zu Hause am Kamin, trinke heißen Tee und freue mich auf morgen. Nach mehreren Jahren werde ich endlich wieder Ski fahren, und am Abend erwartet uns eine Schlittenfahrt.
Aber davon ein anderes Mal.
Ich wünsche allen ein wunderschönes Jahr 2026 – möge es noch besser werden als das vergangene. 🍀



