OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar äußerte sich auf der Konferenz The Wall Street Journal’s Tech Live und erwähnte, dass das Unternehmen es begrüßen würde, wenn die US-Bundesregierung die Finanzierung künftiger Vereinbarungen über Rechenzentren unterstützen würde. Ihren Worten zufolge könnte die Regierung Garantien bereitstellen, die die Finanzierung erleichtern würden, ähnlich wie in anderen strategischen Bereichen. Diese Idee kam im Zusammenhang mit den gewaltigen Plänen von OpenAI für Investitionen in die KI-Infrastruktur auf, die sich innerhalb von fünf Jahren auf bis zu 1 Billion US-Dollar (etwa 23 Billionen CZK zum aktuellen Wechselkurs) belaufen könnten. Friar betonte die Notwendigkeit, ein Ökosystem aus Banken, privatem Kapital und gegebenenfalls staatlicher Unterstützung zu schaffen, um die Verschuldungskapazität zu erhöhen.
Vorerst kein Börsengang in Sicht
Sarah Friar erklärte unmissverständlich, dass ein Börsengang, also ein IPO (erstmaliges öffentliches Aktienangebot), in nächster Zeit nicht auf der Tagesordnung stehe. OpenAI konzentriert sich derzeit auf schnelles Wachstum sowie Forschung und Entwicklung statt auf unmittelbare Rentabilität. Diese Änderung der Unternehmensstruktur, die eine Verlegung nach Kalifornien umfasst, stehe ihrer Aussage nach nicht im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf einen Börsengang. Friar erwähnte, dass OpenAI relativ schnell die Gewinnschwelle erreichen könnte, die Priorität jedoch woanders liege – bei Investitionen in Technologien.
Nach Friars Äußerung meldete sich auch OpenAI-CEO Sam Altman zu Wort und stellte klar, dass das Unternehmen weder staatliche Garantien für seine Rechenzentren anstrebe noch solche besitze. Altman betonte, dass OpenAI gegen staatliche Rettungsmaßnahmen für private Unternehmen sei. Friar selbst erklärte später, dass ihre Worte nicht als Bitte um eine direkte staatliche Garantie für die Verpflichtungen von OpenAI gemeint gewesen seien. Diese Haltung kommt zu einer Zeit, in der Investoren die Nachhaltigkeit der massiven KI-Ausgaben einschließlich der hohen Verluste von OpenAI abwägen.
Fragen zur Nachhaltigkeit
Auf der Konferenz ging Friar auch auf die Bedenken der Investoren hinsichtlich der langfristigen Stabilität des Booms bei KI-Investitionen ein. OpenAI sieht sich aufgrund seiner hohen Verluste und ehrgeizigen Ausgabenpläne mit Fragen konfrontiert. Dennoch äußerte sich Friar optimistisch, dass das Unternehmen schnell den Break-even-Punkt, also ein ausgeglichenes Ergebnis, erreichen könne, während es seine Expansion fortsetze. Die gesamte Diskussion fand im Rahmen eines Gesprächs mit der WSJ-Redakteurin Sarah Krouse statt und wurde durch Details aus der Berichterstattung von Berber Jin ergänzt.
Quellen: theinformation.com und wsj.com



