Das koreanische Unternehmen Rebellion, das Chips für künstliche Intelligenz entwickelt, hat dem von Elon Musk geleiteten Unternehmen xAI kürzlich Muster seiner Chips zur Verfügung gestellt. Dies folgt auf einen ähnlichen Schritt beim von Mark Zuckerberg geführten Unternehmen Meta. Brancheninformationen zufolge bemüht sich Rebellion nun um einen Liefervertrag, doch bislang ist noch nichts sicher. Die Muster dienen zu Testzwecken, damit xAI prüfen kann, ob die Chips den Anforderungen seiner KI-Dienste entsprechen. Rebellion lässt diese Muster in großen Stückzahlen in den Fabriken von Samsung Electronics fertigen und versucht, neue Kunden zu gewinnen, insbesondere in Amerika, wo das Unternehmen eine lokale Niederlassung gegründet hat.
Dieser Schritt ist wichtig, da große Unternehmen wie xAI nach Alternativen zu dominierenden Anbietern wie beispielsweise Nvidia suchen. Rebellion baut damit seinen Einfluss unter den Branchenriesen aus, die Chips für Rechenzentren benötigen. Bei den Tests werden die Leistung, der Energieverbrauch und das Zusammenspiel der Chips mit anderen Systemen überprüft. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen, könnte dies zu einer Großserienproduktion führen.
Rebellion plant Börsengang und umfangreiche Investitionen
Rebellion bereitet sich auf einen Börsengang in der zweiten Hälfte dieses Jahres vor. Das Unternehmen hat Samsung Securities bereits als federführenden Berater für diesen Prozess ausgewählt. Im vergangenen Jahr erhielt Rebellion Investitionen in einer Gesamthöhe von 640 Milliarden südkoreanischen Won (etwa 10,8 Milliarden Kč). Kürzlich schloss das Unternehmen mit der malaysischen Regierung eine Kooperationsvereinbarung über die Entwicklung von KI-Rechenzentren ab, an der sich der Investor Intervest beteiligen wird.
Der Unternehmenswert wird auf bis zu 4 Billionen südkoreanische Won (etwa 67,2 Milliarden Kč) geschätzt. Das ist mehr als nach der letzten Finanzierungsrunde, bei der das Unternehmen mit 1,9 Billionen Won (etwa 31,9 Milliarden Kč) bewertet wurde. Zurückzuführen ist dies auf neue Investoren wie beispielsweise Arm und die wachsende Nachfrage nach KI-Chips in Korea.
Starke Marktposition
Der Umsatz von Rebellion wächst schnell. Im vergangenen Jahr erwartete das Unternehmen Erlöse von bis zu 40 Milliarden südkoreanischen Won (etwa 672 Millionen Kč), was bis zum Vierfachen der 10 Milliarden Won (etwa 168 Millionen Kč) aus dem Jahr 2024 entspricht. Die wichtigsten Kunden sind KT und SKT, auf die die Hälfte des Umsatzes entfällt. Rebellion liefert ihnen die Chips Atom und Atom Max für KI-Anwendungen.
Das Unternehmen konzentriert sich darauf, weitere Großkunden wie xAI zu gewinnen, um seine Position vor dem Börsengang zu stärken. Im Dezember veranstaltete Rebellion einen Medientag, bei dem das Unternehmen ankündigte, noch in diesem Jahr einen Antrag auf Genehmigung des Börsengangs einzureichen.
Chiptests bei Meta
Bereits zuvor hatte Rebellion dem Unternehmen Meta Chips zur Verfügung gestellt, die dort für KI-Dienste getestet werden. Dies hilft Rebellion, Vertrauen bei großen amerikanischen Unternehmen aufzubauen. Branchenexperten zufolge bietet Rebellion derzeit aktiv Muster an, um Kunden von der Qualität seiner Produkte zu überzeugen. Sollten Verträge mit xAI oder anderen Unternehmen zustande kommen, könnte dies die Position des Unternehmens auf dem globalen Markt für KI-Chips erheblich stärken.
Rebellion konzentriert sich auf Amerika, wo es viele große Rechenzentren gibt, und versucht, die Abhängigkeit großer Unternehmen von einem einzigen Anbieter zu verringern.
Quellen: x.com und dealsite.co.kr



