Meta Platforms Inc. verhandelt mit EssilorLuxottica, dem Eigentümer der Marke Ray-Ban, über eine Verdopplung der jährlichen Produktionskapazität der smarten Brille Ray-Ban Meta von 10 Millionen auf 20 Millionen Stück bis Ende 2026. Sollte die Nachfrage noch stärker steigen, könnte die Kapazität sogar auf bis zu 30 Millionen Stück verdreifacht werden. Dieser Plan folgt auf den Verkauf von mehr als 2 Millionen Stück in weniger als einem Jahr, vor allem in den USA, wo das Interesse an Modellen wie Ray-Ban Meta und der neueren Meta Ray-Ban Display zu Lieferengpässen führte. EssilorLuxottica, der größte Hersteller von Brillen von Marken wie Ray-Ban oder Oakley, meldete im dritten Quartal außergewöhnliche Ergebnisse, wobei smarte Brillen mehr als ein Drittel des Umsatzwachstums ausmachten. Dieser Erfolg beschleunigte die ursprünglichen Pläne für 10 Millionen Stück, doch die starke Nachfrage in den USA führte zu Verzögerungen bei internationalen Lieferungen. Meta arbeitet mit EssilorLuxottica an sechs smarten Brillenprodukten, darunter ältere Ray-Ban-Stories-Modelle, die nicht mehr hergestellt werden, sowie die aktuellen Oakley Meta.
Google bereitet Konkurrenz vor
Google versucht, Meta einzuholen – und zwar mit der Android-XR-Plattform für smarte Brillen, die eine tiefere Integration in das Android-Betriebssystem und die künstliche Intelligenz Gemini bietet. Im Gegensatz zur Ray-Ban Meta, die nur 48 bis 50 Gramm wiegt und sich auf eine 12-Megapixel-Kamera, Sprachbefehle und Open-Ear-Lautsprecher für die Audiowiedergabe konzentriert, plant Google visuelle Elemente, die in das gesamte Ökosystem integriert sind. Diese Plattform soll als Grundlage für den Hersteller Magic Leap dienen und ist auf Informationen und mobiles Arbeiten ausgerichtet, während Meta den Schwerpunkt auf das Teilen von Inhalten über Facebook und Instagram legt. Die Ray-Ban Meta wird für rund 7.490 CZK verkauft und ist bereits jetzt erhältlich, Google erwartet jedoch, dass Android XR etwa im Jahr 2026 ausgereift sein wird. Google verfolgt damit eine längerfristige Strategie und will Standards für den gesamten Markt setzen, anstatt schnell ein Verbraucherprodukt auf den Markt zu bringen.
Meta entlässt Mitarbeiter bei Reality Labs und richtet den Fokus neu aus
Meta Platforms Inc. hat mit der Entlassung von mehr als 1.000 Mitarbeitern bei Reality Labs begonnen, was etwa 10 % der insgesamt 15.000 Beschäftigten dieser Sparte entspricht. Die Mitarbeiter erhielten seit Dienstagmorgen Kündigungsmitteilungen, und der Prozess dauerte die gesamte Woche an. Diese Sparte ist für Hardware, Software und Plattformen für virtuelle und erweiterte Realität zuständig, einschließlich der Quest-Headsets. Ein Meta-Sprecher bestätigte, dass Ressourcen vom Metaverse, das innerhalb von vier Jahren Verluste von mehr als 1,6 Billionen CZK verursacht hat, in den Wachstumsbereich KI-gestützter Wearables verlagert werden. Die eingesparten Mittel sollen genau dort investiert werden. Technikvorstand Andrew Bosworth erklärte in einer internen Mitteilung, das Unternehmen verlagere Teams und Ressourcen fast ausschließlich auf mobile Geräte, da diese Milliarden von Nutzern hätten und schneller wüchsen, was zu einem nachhaltigeren Geschäft führe. CEO Mark Zuckerberg betonte den Fokus auf KI-Brillen für den täglichen Gebrauch, darunter die starken Verkaufszahlen der smarten Ray-Ban-Brillen und Pläne für enorme Investitionen in Rechenkapazitäten im Umfang von mehreren Dutzend Gigawatt, um mit Unternehmen wie OpenAI, Google oder Microsoft zu konkurrieren.
Auswirkungen auf den Markt und die Zukunft smarter Brillen
Diese Neuausrichtung von Meta wirkt sich auf den gesamten Markt für smarte Brillen aus, auf dem in diesem Jahr weltweit ein Anstieg der Verkaufszahlen von 6 Millionen auf 20 Millionen Stück erwartet wird, vor allem dank Meta, Samsung und später auch Apple, das seinen Markteintritt für 2027 plant. Berichte über die Ausweitung der Produktion bei Meta ließen die Aktie von Warby Parker um 10 % steigen, da Google mit Warby Parker und Gentle Monster zusammenarbeitet. Meta versucht damit, seinen Vorsprung vor Konkurrenten wie Google mit Android XR oder Samsung zu behaupten. In den USA und China ist die Nachfrage am stärksten, doch aufgrund von Produktionsbeschränkungen steht Meta bei Lieferungen außerhalb der USA vor Herausforderungen.



