Welches ist der beste Whataburger, den Sie je gegessen haben? Diese Frage stellt ein Freund von mir gern jedem. Sie klingt seltsam, aber in Texas ist sie nicht unbedingt ungewöhnlich.
Als er mich das zum ersten Mal fragte, sagte ich ihm, dass ich ihm nicht von dem besten Whataburger erzählen könne, den ich je gegessen hatte, ohne ihm zuerst von der Zeit zu erzählen, in der ich mich am meisten nach einem gesehnt hatte.
Vor vielen Jahren nahm ich für ein Jahr eine Stelle in Afrika an. Ich konnte dort einfach kaum etwas zu essen finden, das mir schmeckte. Innerhalb von sechs Monaten nahm ich etwa 9 kg ab. Ich war so dünn, dass die einheimischen Jungs von der Organisation CARE scherzten, sie müssten mir vielleicht ein Hilfspaket schicken.
Genau in dieser Phase leichten Hungerns schickte mir ein Freund aus Texas ein Foto von einem Whataburger. Heißer Käse, Senf und Zwiebeln quollen verlockend an den Seiten heraus. Es war ein Werbefoto für die Speisekarte.

Ich glaube, das war das Grausamste, was mein ehemaliger Freund mir antun konnte. Da saß ich in Afrika ohne Whataburger und starrte buchstäblich tagelang auf dieses Bild. Es sollte mich monatelang von Whataburger träumen lassen.
Nach einem Jahr in der afrikanischen Wildnis flog ich zurück nach DFW. Obwohl es Mitternacht war, nahm ich ein Taxi und sagte: „Fahren Sie mich zum nächstgelegenen Whataburger.“
Ich bestellte einen Burger mit doppeltem Fleisch und doppeltem Käse, extra Tomaten und geschnittenen Jalapeños. Ich nahm die Pommes und die Cola in Whataburger-Größe und spülte alles mit einem Schokoladenshake und einem Apfelkuchen hinunter.
Das war der beste Whataburger – eigentlich das beste Essen –, den beziehungsweise das ich je hatte.
Ich bin nicht der Einzige mit solchen Prioritäten. Soldaten, die von ihren weltweit verteilten Stützpunkten Urlaub haben, fahren oft direkt zu Whataburger, wenn sie nach Texas zurückkehren. Ich sage Ihnen: Wenn das Pentagon Whataburger-MREs (haltbare Verpflegung für unterwegs, auch MRE genannt) herstellen könnte, würde das die Moral heben.
Manche Menschen, die in Bundesstaaten ohne Whataburger leben, fahren sogar mehrere Tage mit dem Auto, nur um einen zu essen. Sie nehmen sich nicht einmal ein Hotelzimmer. Sie essen einfach einen, nehmen einen weiteren mit und fahren wieder nach Hause. Sie sehen also: In Amerika gibt es nur zwei Arten von Bundesstaaten – jene, die Whataburger haben, und jene, die sich wünschen, sie hätten einen.
In den Bundesstaaten mit Whataburger gibt es Kenner, die eine bestimmte Filiale auswählen, in der der absolut beste Whataburger zubereitet wird. Für diese heilige Pilgerfahrt nehmen sie gern 100 km auf sich, um das zu bekommen, was sie für den Whataburger aller Whataburger halten.
Whataburger ist eine texanische Kette, die 1950 an der Ayers Street in Corpus Christi gegründet wurde. Sie war die Idee eines Burger-Visionärs namens Harmon Dobson. Dobsons Ziel war einfach: In einer Zeit kleiner Burger wollte er einen Burger machen, der so groß war, dass man ihn mit beiden Händen halten musste, und so gut, dass die Leute nach einem Bissen sagen würden: „Was für ein Burger!“ (What a burger!)

Und so kam es. Wenn unsere Mutter uns als kleine Jungen zu Whataburger mitnahm, breitete sie zunächst Zeitungspapier über unseren Schoß auf der Rückbank unserer riesigen alten Limousine. Dann schnitt sie die Burger in zwei Hälften und reichte sie uns so, dass wir die schützenden Plastikbezüge ihrer Sitze nicht beschmutzten.
Drei Dinge, die ich an den frühen Whataburger-Filialen liebte: 1. Die dreieckigen Gebäude, die wie die orangefarbenen Bestellkarten aussahen, die heute alle als Souvenirs mitnehmen. 2. Der Duft von Rindfleisch-Patties und Zwiebeln, der die Luft im Umkreis eines halben Häuserblocks erfüllte. 3. Meine Mutter, die sagte: „Wenn ihr alles aufesst, dürft ihr einen Shake haben.“
Mir gefällt, dass Whataburger so bekannt ist, dass Google das Wort nicht als Rechtschreibfehler markiert.
Heute gibt es mehr als 800 Whataburger-Filialen in den orangefarbenen Bundesstaaten der Whataburger Nation, von Arizona bis Florida. Texas bleibt natürlich die Hauptstadt. Und all diese Whataburger-Filialen sind rund um die Uhr geöffnet – was jeden Tag aufs Neue beweist, dass in Texas alles größer und besser ist.



