Hugging Face: Die Open-Source-Humanoiden HopeJR und Reachy Mini kommen auf den Markt
Das vor allem für seine Plattform zur Entwicklung künstlicher Intelligenz bekannte Unternehmen Hugging Face ist 2025 auf eindrucksvolle Weise in die Welt der Robotik eingestiegen. Es stellte zwei humanoide Open-Source-Roboter vor, die versprechen, die Art und Weise zu verändern, wie wir an die Entwicklung von Robotern herangehen. Diese neuen Maschinen mit den Namen HopeJR und Reachy Mini stellen einen Versuch dar, die Robotik zu demokratisieren und sie der Gemeinschaft von Entwicklern, Forschern und Enthusiasten zugänglich zu machen.
HopeJR: Vollwertiger humanoider Roboter für die Forschung
Der erste der beiden vorgestellten Roboter ist HopeJR, ein vollwertiger humanoider Roboter, der über 66 motorisch angetriebene Freiheitsgrade verfügt. Diese beeindruckende Spezifikation ermöglicht es dem Roboter, nicht nur zu gehen, sondern auch komplexe Handbewegungen auszuführen und Objekte präzise zu greifen. Der Roboter wurde speziell für Entwickler und Forscher konzipiert, die mit physischer künstlicher Intelligenz, Robotik und Mechatronik experimentieren möchten. Der geschätzte Preis von HopeJR liegt bei 3.000 Dollar, was im Vergleich zu ähnlichen kommerziellen Systemen erheblich günstiger ist. Diese Erschwinglichkeit ist ein Schlüsselelement der Strategie von Hugging Face, die Robotik nicht nur großen Konzernen, sondern auch kleineren Teams und Einzelpersonen zugänglich machen möchte.

Reachy Mini: Robotischer Desktop-Assistent
Der zweite Roboter im Angebot ist Reachy Mini, ein kompakter Roboter für den Einsatz auf dem Schreibtisch. Dieser kleinere Vertreter der Roboterfamilie von Hugging Face kann seinen Kopf drehen, zuhören, sprechen und als Plattform zum Testen von KI-Anwendungen sowie zur Interaktion mit Benutzern dienen. Reachy Mini richtet sich an alle, die eine erschwingliche und einfach zu bedienende Schnittstelle für Experimente mit künstlicher Intelligenz in der Robotik suchen. Mit einem geschätzten Preis von 250–300 Dollar bietet Reachy Mini einen äußerst erschwinglichen Einstieg in die Welt der fortschrittlichen Robotik. Seine kompakte Größe und sein Fokus auf Interaktion machen ihn zu einem idealen Werkzeug für Bildungszwecke und persönliche Experimente.

Open-Source-Philosophie als Grundlage des Projekts
Ein wesentliches Element der gesamten Initiative von Hugging Face ist ihr konsequenter Open-Source-Ansatz. Beide Roboter sind vollständig offen zugänglich, und zwar nicht nur hinsichtlich der Hardware, sondern auch des Codes und der Dokumentation. Jeder kann die Roboter zusammenbauen, untersuchen, modifizieren und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Dieses offene Modell soll Transparenz und Innovation in der Robotik fördern und bildet damit ein Gegengewicht zum Trend der „Blackbox“-Systeme in der Robotik, die von großen Konzernen dominiert werden. Wie Clem Delangue, Mitgründer und CEO von Hugging Face, erklärt: „Ein wichtiger Aspekt ist, dass diese Roboter Open Source sind, sodass jeder sie zusammenbauen, umbauen und verstehen kann, wie sie funktionieren. Und sie sind erschwinglich, sodass die Robotik nicht nur von einigen wenigen großen Akteuren mit gefährlichen Blackbox-Systemen dominiert wird.“
Lieferplan und Verfügbarkeit
Hugging Face plant, bis Ende 2025 mit der Auslieferung der ersten Einheiten beider Roboter zu beginnen. Bereits jetzt gibt es eine offene Interessentenliste für Entwickler und Organisationen, die diese Roboter erwerben möchten. Diese Markteinführung folgt auf die Übernahme des Unternehmens Pollen Robotics durch Hugging Face, das für seine Arbeit an humanoiden Roboterplattformen bekannt ist, und knüpft an frühere Projekte wie den Roboterarm SO-101 an.



