Google hat nach politischer Kritik erklärt, dass seine Suche, der Chatbot Gemini und Gemini Notebook an Schulen standardmäßig ausgeschaltet sein werden. Die Schulen können die Dienste nach Angaben des Unternehmens nach eigenem Ermessen aktivieren. Die Reaktion folgte auf einen Bericht der New York Times, wonach Google Schulen, die KI vollständig ablehnen, die Suche abschalten würde.
Suche und KI an Schulen
Google erklärte, die Schulen entschieden über die Aktivierung der Dienste. Auf die Behauptung, der Zugang zur Suche setze die Nutzung von KI voraus, ging das Unternehmen in seiner Stellungnahme jedoch nicht ausdrücklich ein. Googles Bildungschef Chris Phillips sagte der New York Times, Suche und künstliche Intelligenz seien eng miteinander verknüpft.
Guided Learning kommt in Classroom
Zugleich kündigte Google das Produkt Guided Learning an, mit dem KI in Classroom Einzug hält. Auch die Suche für Schulen wird angepasst: Die Funktionen AI Mode und AI Overviews sollen Schülerinnen und Schüler nach Angaben von Google Schritt für Schritt durch Aufgaben führen, statt ihnen schnell Antworten auf Schularbeiten zu liefern.
Politiker kritisierten mögliche Einschränkung der Suche
Nach dem Bericht der New York Times kritisierten US-Politiker das Vorgehen von Google. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warf dem Unternehmen vor, seine Monopolstellung nutzen zu wollen, um KI an öffentlichen Schulen durchzusetzen. Senator Bernie Sanders sagte, Google bedrohe Schulen, und bezeichnete das Vorgehen als Erpressung.
Die frühere Vorsitzende der US-Handelsbehörde FTC, Lina Khan, erklärte, Googles Schulpolitik zeige die Gefahr, die entstehe, wenn ein unregulierter Monopolist einen grundlegenden Dienst kontrolliere.
Die gemeinnützige Organisation Common Sense Media stufte die Funktion AI Overviews kürzlich als inakzeptables Risiko ein. Die US-Senatoren Richard Blumenthal und Josh Hawley leiteten im Vormonat eine Untersuchung dazu ein, wie Google KI in Klassenzimmern vorantreibt.



