Im Februar 2026 flog ich für die Konferenz Epic Webinar Summit in die Vereinigten Staaten, wo ich mit meinem Geschäftspartner Štěpán Hlinka an unserem gemeinsamen Projekt Editee arbeitete.
Meine Flugtickets buche ich traditionell über Pelikán, und diesmal fand ich ein sehr interessantes Routing mit Lufthansa:
Wien → München → Miami
Und natürlich — wenn ich schon in den USA war, konnte ich mir nicht verkneifen, nach 5 Tagen noch von Miami nach Dallas weiterzufliegen.
Dallas hat mich völlig begeistert, aber das ist ein Thema für einen eigenen Artikel.
Wie ich überhaupt zur Business Class kam
Nach dem Kauf nahm ich wie üblich den Buchungscode von Pelikán und lud den Flug in die mobile Lufthansa-App.
Ehrlich gesagt — ich wollte nie so viel Geld für die Business Class ausgeben.
Ich bin 192 cm groß, daher zahle ich normalerweise nur für einen Platz am Notausgang mit mehr Beinfreiheit. 10–11 Stunden in der Economy halte ich aus, ich fliege regelmäßig so und habe damit kein grundsätzliches Problem.
Doch diesmal bemerkte ich in der App die Schaltfläche Upgrade.
Normalerweise klicke ich sie gelegentlich nur aus Neugier an — meistens steht dort ein Betrag, der mich sofort wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
Diesmal nicht.
Warum die Business Class tatsächlich einen so großen Unterschied macht
Auf den ersten Blick ist es vielleicht nicht offensichtlich, aber historisch gesehen entstand die Business Class keineswegs als Luxusprodukt.
In den 70er- und 80er-Jahren standen die Fluggesellschaften vor einem interessanten Problem — wohlhabende Manager hörten auf zu fliegen, weil Langstreckenflüge körperlich anstrengend waren und sie nach der Ankunft nicht sofort arbeiten konnten. So entstand eine Zwischenklasse zwischen First Class und Economy. Kein Luxus, sondern ein funktionaler Arbeitsplatz in der Luft.
Heute ist sie auf Langstrecken tatsächlich die wichtigste Einnahmequelle der Fluggesellschaften.
Und warum ist sie so komfortabel?
Der Unterschied besteht nämlich nicht nur in einem breiteren Sitz. Tatsächlich kaufst du eine völlig andere Art des Reisens:
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Priorität beim Check-in (keine Warteschlangen)
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eigene Sicherheitskontrollen an einigen Flughäfen
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Lounge (Essen, Duschen, Ruhe)
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Boarding unter den Ersten
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eigener Bereich im Flugzeug
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vollständig flaches Bett (kein Sitz)
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Service „auf Abruf“
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deutlich weniger Jetlag
Und das Wichtigste:
In der Economy überlebst du den Flug. In der Business Class nutzt du diese Zeit ganz normal zum Leben.
Bei Langstreckenflügen macht vor allem der Schlaf den größten Unterschied. Wenn du in den USA ankommst und die ersten beiden Tage zu nichts zu gebrauchen bist, hast du einen Teil der Reise verloren. Die Business Class schenkt dir faktisch einen ganzen zusätzlichen Tag.
Ein Upgrade lohnt sich daher vor allem, wenn:
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du über den Ozean fliegst
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der Flug mehr als 8 Stunden dauert
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oder du direkt nach der Ankunft leistungsfähig sein musst
Das Angebot, bei dem ich schwach wurde
Normalerweise kostet ein Hin- und Rückflug in der Business Class in die USA etwa 100.000 Kč oder mehr.
Mein Economy-Ticket:
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Miami + Dallas
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Rückflug Dallas → Frankfurt → Wien
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kurze Umsteigezeit
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ca. 17.000 Kč
Die App bot mir das Upgrade für 21.300 Kč für Hin- und Rückflug an.
Damit sah die Rechnung schon anders aus.
Für den Preis eines besseren Hotels konnte ich 20 Flugstunden komfortabel verbringen.
Ich sagte mir: Okay, das möchte ich ausprobieren.
Und hier begann das Abenteuer.
Zahlungshölle (oder Lufthansa vs. Austrian Airlines)
Ich klickte mich auf der Lufthansa-Website zum Upgrade durch und gab meine Kartendaten ein …
und die Seite leitete mich zu Austrian Airlines (der ausführenden Fluggesellschaft) weiter.
Dann stürzte sie ab.
Im Onlinebanking: 21.300 Kč blockiert.
In der App: kein Upgrade zu sehen.
Ich rief bei Austrian Airlines an → man verwies mich an Lufthansa.
Lufthansa → konnte die Transaktion nicht sehen.
Bank → die Transaktion existierte, war aber noch nicht verbucht.
Nach mehreren Telefonaten fand ich heraus:
Wenn das Zahlungsportal die Transaktion nicht abschließt, gibt die Bank den Betrag nach etwa 14 Tagen automatisch wieder frei. Und genau das geschah auch.
Am nächsten Morgen versuchte ich es erneut in der App.
Dasselbe Problem. Eine weitere Blockierung.
Schließlich rief ich noch einmal bei Lufthansa an und fragte den Mitarbeiter, ob wir es telefonisch erledigen könnten.
Das funktionierte sofort.
Als Entschuldigung wies er mir sogar einen noch besseren Fensterplatz im Wert von etwa 500 USD zusätzlich zu.
Damit hatte ich gewonnen.
Der Abflugtag
Ich fliege von Wien aus — von Brünn ist es näher, und ehrlich gesagt ist es angenehmer als Prag (vor allem das Parken).
Am Flughafen ging ich direkt zum Frühstück in die Business Lounge.
Schon hier beginnt der Unterschied — kein Sitzen am Gate, kein Stress.
Wien → München verlief ganz normal.
In München kam der erste besondere Moment:
Es wurde Gruppe 1 aufgerufen, und ich ging als Erster an Bord. Und vor allem — durch eine andere Fluggastbrücke als die Economy-Passagiere.






Der erste Eindruck im Flugzeug
Als ich die Kabine betrat, wurde mir sofort klar, warum Menschen bereit sind, dafür zu bezahlen.
Es ging nicht nur um die Größe des Sitzes.
Es ging um persönlichen Freiraum.
Für jemanden mit 192 cm Körpergröße war das fast ein Schock.
Zum ersten Mal konnte ich meine Beine vollständig ausstrecken.
Der Sitz:
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vollständig in ein Bett umwandelbar
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verstellbare Rückenlehne
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Lendenwirbelstütze
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Heizung
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eigene Staufächer
Jeder Passagier hat praktisch seine eigene kleine „Box“.







Service und Essen
Jeder Passagier hat praktisch seine eigene Flugbegleiterin.
In der Business Class dreht sich vieles ums Essen — und das hatte ich nicht erwartet.
Es ist kein „Flugzeugessen“. Es ist wie in einem Restaurant:
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Begrüßungsgetränk
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Speisekarte
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mehrere Gänge
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Porzellangeschirr
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Metallbesteck
Am Ende des Fluges hatte ich ehrlich gesagt zu viel gegessen.











Schlafen und Arbeiten
Der größte Unterschied: Schlaf.
Nach dem Abendessen bereitete mir die Flugbegleiterin das Bett vor, und ich schlief ganz normal ein.
Nach etwa 2 Stunden wachte ich auf und war tatsächlich erholt — nicht „für einen Flug erholt“, sondern richtig ausgeschlafen.
Ich hatte:
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Steckdosen (amerikanisch, ein Adapter ist erforderlich)
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Lademöglichkeiten
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einen Tisch zum Arbeiten
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einen großen Bildschirm
Die 11 Stunden vergingen unerwartet schnell.







Ankunft in den USA
Der einzige Nachteil war die Einreisekontrolle.
Mehrere Flugzeuge kamen gleichzeitig an, und ich wartete etwa eine Stunde in der Schlange. Das Gespräch selbst dauerte jedoch nur einige Dutzend Sekunden — ich fliege schon seit Langem regelmäßig in die USA, daher gab es kein Problem.
Fazit: Lohnt sich die Business Class?
Ja.
Es ist keine Fehlinvestition — es ist eine andere Art des Reisens.
Für 100.000 Kč würde ich sie nicht buchen.
Aber mit einem guten Upgrade? Auf jeden Fall.
Der größte Mehrwert ist nämlich nicht der Luxus.
Es ist die Energie nach der Ankunft. Du kommst nicht „vom Flug zerstört“ an. Du kommst bereit an, direkt loszulegen.
Und ich habe den Verdacht, dass dies nicht mein letzter Langstreckenflug in der Business Class war.



