Apple und Meta haben eine Zusammenarbeit angekündigt, die Entwicklern den lokalen Betrieb von Muse Spark Open auf vernetzten Mac Studios ermöglichen soll. Metas neues Modell soll sich damit künftig zum Programmieren, zur Videoanalyse und für weitere agentische Aufgaben auf eigener Hardware statt in der Cloud einsetzen lassen.
816 Milliarden Parameter und offene Gewichte
Muse Spark Open hat 816 Milliarden Parameter und nutzt eine Mixture-of-Experts-Architektur. Meta veröffentlicht das Modell mit offenen Gewichten: Entwickler können die Modellparameter herunterladen und auf unterschiedlicher Hardware ausführen. Die Lizenz erlaubt allerdings nur eine begrenzte kommerzielle Nutzung.
Das Modell erreicht laut CNBC nicht das Leistungsniveau des proprietären Muse Wonder. Metas KI-Chef Alexandr Wang erklärte zudem, die offenen Modelle gehörten nicht zu den leistungsfähigsten, die das Unternehmen entwickelt oder veröffentlicht habe.
Version für Apple-Chips und Modellaufteilung mit MLX
Über Plattformen wie Hugging Face können Entwickler eine Version herunterladen, die keine zusätzliche Konfiguration für Apple-Chips benötigt. Muse Spark Open wurde außerdem für eine schnellere Ausführung auf Apples Hardware optimiert.
Zur Zusammenarbeit gehört auch eine technische Dokumentation, die Apple zu seinem KI-Framework MLX veröffentlicht hat. Sie beschreibt, wie sich damit offene Modelle auf mehrere Rechner verteilen lassen.
Apple und Meta zufolge bietet der lokale Betrieb anstelle der Verarbeitung in der Cloud eine zusätzliche Sicherheitsebene.
Betrieb auf zwei bis vier Mac Studios vorgesehen
Nutzer sollen zwei bis vier Mac Studios miteinander verbinden können; für den beschriebenen Einsatz ist der Chip M5 Ultra erforderlich. Eine Konfiguration mit 256 GB Arbeitsspeicher kostet mindestens 10.799 US-Dollar pro Rechner, wobei für den Betrieb mehrere Geräte benötigt werden.
Eine Variante des Mac Studio mit 512 GB RAM soll später im Oktober 2026 erscheinen.



