Die Europäische Union hat gegen Apple und Meta bereits zuvor Geldbußen in Höhe von insgesamt 700 Millionen Euro verhängt. Diese Sanktionen wurden im April 2025 wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Gesetz über digitale Märkte verhängt, das die EU 2022 verabschiedet hatte. Ziel dieser Vorschrift ist es, kleineren Unternehmen den Eintritt in einen Markt zu erleichtern, der von großen Technologiekonzernen dominiert wird. Apple erhielt eine Geldbuße von 500 Millionen Euro, also etwa 12,4 Milliarden Kronen, weil das Unternehmen Verbrauchern das Herunterladen von Software für Apple-Geräte außerhalb seines App-Stores erschwert hatte. Meta wurde wegen seines „Zahlen oder zustimmen“-Modells mit einer Geldbuße von 200 Millionen Euro, umgerechnet rund 4,96 Milliarden Kronen, belegt. Dabei müssen europäische Nutzer entweder der Datennachverfolgung zur Nutzung sozialer Netzwerke zustimmen oder ein Abonnement bezahlen.
Eine Einigung rückt näher
Apple und Meta befinden sich derzeit in einer fortgeschrittenen Phase der Verhandlungen mit den Regulierungsbehörden der Europäischen Union, um diese Kartellverfahren beizulegen. Berichten der Financial Times zufolge könnte eine Einigung weitere eskalierende Sanktionen verhindern, darunter mögliche tägliche Geldbußen von bis zu 5 % der weltweiten Tageseinnahmen dieser Unternehmen. Eine Einigung würde bedeuten, dass beide Unternehmen ihre Geschäftspraktiken anpassen, um die Anforderungen des Gesetzes über digitale Märkte zu erfüllen. Die Regulierungsbehörden prüfen derzeit die vorgeschlagenen Änderungen und wollen sicherstellen, dass sie wirksam genug sind, um den Markt zu öffnen.
Änderungen bei Apple
Im Fall von Apple erklärten die Regulierungsbehörden, das Unternehmen habe Verbrauchern das Herunterladen von Apps außerhalb des App-Stores erschwert, obwohl das Gesetz über digitale Märkte dies ausdrücklich verlangt. Als Teil der Einigung schlug Apple Änderungen vor, die einen einfacheren Zugang zu externen Angeboten und alternativen Zahlungssystemen ermöglichen würden. Dies könnte dazu führen, dass Nutzer von Geräten wie dem iPhone tatsächlich Apps aus anderen Quellen herunterladen können, was die Entstehung alternativer digitaler App-Stores fördern würde. Apple reagiert damit auf den Druck, sein Ökosystem zu öffnen und einen stärkeren Wettbewerb zwischen Entwicklern zu ermöglichen.
Anpassungen bei Meta
Von Meta forderten die Regulierungsbehörden Änderungen am „Zahlen oder zustimmen“-Modell, das europäischen Verbrauchern die Wahl lässt, entweder der Datennachverfolgung für die kostenlose Nutzung sozialer Apps zuzustimmen oder ein Abonnement zu bezahlen. Meta arbeitet derzeit daran, dieses Modell klarer und benutzerfreundlicher zu gestalten und Nutzern, die ihre Daten schützen möchten, bessere Optionen zu bieten. Diese Anpassungen sollen sicherstellen, dass Verbraucher ohne unnötige Hindernisse eine echte Wahl haben, was sich darauf auswirken könnte, wie Meta in Europa Daten erhebt.
Die gesamte Situation unterstreicht das Bestreben der Europäischen Union nach mehr Transparenz und Wettbewerb auf dem digitalen Markt, auf dem Apple und Meta zu den größten Akteuren gehören. Sollte die Einigung zustande kommen, könnte sie einen Präzedenzfall für weitere Technologieunternehmen in ähnlichen Streitfällen schaffen.
Quelle: ft.com



