Apple arbeitet an einer umfassenden Verbesserung seines Sprachassistenten Siri. Das Unternehmen hat eine interne Anwendung namens Veritas entwickelt, was auf Lateinisch „Wahrheit“ bedeutet. Diese Anwendung dient ausschließlich den Mitarbeitern der Abteilung für künstliche Intelligenz, damit sie neue Funktionen schnell testen können. Sie ermöglicht beispielsweise die Suche in persönlichen Dateien wie der Musikbibliothek oder E-Mails, die Bearbeitung von Fotos mithilfe von KI oder längere Gespräche mit Siri. Veritas hilft dabei, Fehler vor der offiziellen Einführung aufzudecken und zu beurteilen, wie sich diese Funktionen in einer Chat-Oberfläche ähnlich wie ChatGPT nutzen ließen.
Veritas ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, und Apple hat keine Pläne, die Anwendung zu veröffentlichen. Stattdessen dient sie als Testumgebung für eine neue Version von Siri, die bereits im März 2026 erscheinen könnte. Die Anwendung testet das Linwood-System, das Apples eigene große Sprachmodelle mit Technologien von Drittanbietern kombiniert. Das Unternehmen hat bereits Gespräche mit OpenAI, Anthropic und kürzlich auch mit Google geführt, um herauszufinden, ob deren Modelle das gesamte System verbessern können.
Technische Details und Funktionen
Mit Veritas konzentrieren sich die Mitarbeiter auf fortschrittliche Fähigkeiten wie mehrstufige Gespräche, bei denen sich Siri an vorherige Fragen erinnert und auf Grundlage des Kontexts antwortet. Die Anwendung ermöglicht beispielsweise das Durchsuchen persönlicher Daten des Nutzers, darunter Musik, E-Mails oder andere Dateien, und sogar die direkte Bearbeitung von Fotos mithilfe künstlicher Intelligenz. All das läuft auf Linwood, einem verbesserten System von Apple, das die eigenen Modelle des Unternehmens mit externen Technologien verbindet.
Den Einzelheiten aus den Tests zufolge hilft Veritas dabei zu beurteilen, ob diese Funktionen in realen Szenarien zuverlässig funktionieren. So kann Apple Siri optimieren, damit sie intelligenter und zuverlässiger wird. Darüber hinaus plant das Unternehmen eine Neugestaltung der Benutzeroberfläche, mehr KI-Funktionen für Geräte wie HomePod und Apple TV und sogar den Einstieg in die KI-gestützte Websuche.
Verzögerungen und Motivation hinter den Änderungen
Dieses Projekt folgt auf mehrere Verschiebungen. Ursprünglich plante Apple die Einführung für das Frühjahr des vergangenen Jahres, doch technische Probleme machten einen vollständigen Neustart erforderlich. Tim Cook, der Chef von Apple, sagte den Mitarbeitern, dass der Erfolg im Bereich der künstlichen Intelligenz für das Unternehmen höchste Priorität habe. Er bezeichnete dies als die „größte Transformation seit Jahrzehnten“ und forderte das Team dazu auf, dafür zu sorgen, dass „die KI uns gehört“.

Nun wird erwartet, dass die neue Siri im März 2026 erscheint, möglicherweise mit iOS 26.3 oder 26.4. Apple entscheidet noch über eine Partnerschaft mit Unternehmen wie OpenAI, Anthropic oder Google Gemini, um seine Modelle zu verbessern. Diese Bemühungen spiegeln Apples Bestreben wider, zur Konkurrenz aufzuschließen, da Siri bislang hinter fortschrittlicheren Assistenten zurückliegt.
Wie sich Siri gegen die Konkurrenz behaupten soll
Apple möchte, dass Siri mit Assistenten wie Google Assistant oder Samsung Bixby konkurriert. Veritas ist ein zentrales Werkzeug bei diesen Bemühungen, da es gründliche Tests ermöglicht, damit Siri im täglichen Gebrauch nicht nur intelligenter, sondern auch zuverlässiger wird. Zu den neuen Funktionen könnten beispielsweise bessere kontextbezogene Antworten und die Integration persönlicher Daten gehören, wodurch Siri näher an das Niveau moderner Chatbots heranrücken würde.
Quelle: mashable.com



