Andrew Tulloch zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten im Bereich der künstlichen Intelligenz. Der Forscher verbrachte ganze 11 Jahre bei Meta, wo er an fortschrittlichen Systemen arbeitete, bevor er zu OpenAI wechselte. Anschließend war er im Februar dieses Jahres gemeinsam mit Mira Murati, die zuvor als Chief Technology Officer bei OpenAI tätig war, an der Gründung von Thinking Machines Lab beteiligt. Ihr Startup gewann schnell an Dynamik – es erhielt eine Finanzierung in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar und stellte ein Team von rund 30 Personen zusammen. Tulloch verlässt dieses Projekt nun und kehrt zu Meta zurück, wie er in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter bestätigte. Als Grund nannte er persönliche Angelegenheiten.
Bei Thinking Machines Lab konzentrierte sich Tulloch auf die Entwicklung einer skalierbaren Infrastruktur für künstliche Intelligenz und von Werkzeugen für leistungsstarkes maschinelles Lernen. Seine Arbeit trug dazu bei, dass das Startup sein erstes Produkt auf den Markt brachte, was die Aufmerksamkeit der gesamten Branche auf sich zog. Dennoch entschied er sich für eine Rückkehr zu Meta, wo er zuvor im Forschungsteam für künstliche Intelligenz tätig gewesen war.
Details zur Rückkehr zu Meta
Meta zeigte bereits im Sommer Interesse an Tulloch. Berichten zufolge bot ihm das Unternehmen ein Vergütungspaket von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar über sechs Jahre an, was etwa 34,5 Milliarden tschechischen Kronen entspricht. Dieser Betrag umfasste Aktien und weitere Anreize, doch Meta selbst wies diese Angaben zurück und bezeichnete sie als unzutreffend. Tulloch lehnte dieses Angebot ursprünglich ab, was seinen jetzigen Wechsel umso interessanter macht. Sein Weggang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Thinking Machines Lab gerade seine ersten Projekte abschließt, und er lässt ein Team zurück, das er von Grund auf mit aufgebaut hat.
Dieser Schritt fügt sich in den umfassenderen Plan von Meta ein, seine Teams für künstliche Intelligenz unter einer Abteilung namens Superintelligence Lab neu zu organisieren. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr bis zu 72 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur zu investieren. Meta hat bereits mehr als 50 Forscher, Ingenieure und weitere Fachkräfte im Bereich der künstlichen Intelligenz eingestellt, um seine Position im Wettbewerb mit Unternehmen wie OpenAI oder Google zu stärken.
Auswirkungen auf Thinking Machines Lab und Meta
Thinking Machines Lab, gegründet von Mira Murati und Andrew Tulloch, konzentriert sich auf die Entwicklung fortschrittlicher Systeme für künstliche Intelligenz. Das Startup wuchs dank einer starken Finanzierung und eines talentierten Teams schnell, doch Tullochs Weggang könnte seine weitere Ausrichtung beeinflussen. Er bestätigte seinen Abschied am Freitag, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten, und das Startup bestätigte ihn am Samstag offiziell.
Für Meta ist Tulloch eine wertvolle Verstärkung. Seine Erfahrungen aus seiner früheren Tätigkeit bei Meta und OpenAI, wo er an der Entwicklung zentraler Technologien beteiligt war, könnten die Projekte im Superintelligence Lab beschleunigen. Meta wirbt unter der Führung von Mark Zuckerberg aktiv Talente aus kleineren Startups ab, um seine Position im Bereich der künstlichen Intelligenz zu stärken. Dieser Wechsel unterstreicht, wie intensiv der Wettbewerb um Spitzenkräfte in diesem sich schnell entwickelnden Bereich ist.
Die gesamte Situation zieht Aufmerksamkeit auf sich, weil Tulloch kurz nach der Einführung des ersten Produkts von Thinking Machines Lab das Unternehmen verlassen hat. Meta setzt unterdessen seine internen Veränderungen fort, die nicht ohne Schwierigkeiten verlaufen. Mit neuen Talenten und massiven Investitionen in Rechenleistung ist jedoch zu erwarten, dass die nächsten KI-Modelle des Unternehmens große Aufmerksamkeit erhalten werden.
Quellen: wsj.com und economictimes.indiatimes.com



