Acht US-Staaten haben am Mittwoch unabhängig voneinander Klagen gegen OpenAI wegen möglicher Risiken von ChatGPT für Kinder eingereicht. Darin bezeichnen sie den Chatbot als gefährliches Produkt, das Kindern geschadet und Eltern getäuscht habe. OpenAI-Sprecher Drew Pusateri verwies als Reaktion auf altersgerechte Schutzmaßnahmen und weitere geplante Sicherheitsvorkehrungen.
Welche Staaten klagen und was Iowa OpenAI vorwirft
Nach Angaben von Iowas Generalstaatsanwältin Brenna Bird haben Iowa, Kansas, Nebraska und West Virginia Klagen eingereicht. Hinzu kommen Arkansas, Arizona, Idaho und Montana. Jeder dieser Staaten hat sich gesondert an ein Gericht im eigenen Bundesstaat gewandt.
Bird warf OpenAI vor, ChatGPT als sicher darzustellen, obwohl die Antworten des Chatbots dem widersprächen. Ihrer Aussage nach gibt er gefährliche medizinische Ratschläge, ermutigt dazu, anderen zu schaden, und gibt Menschen Ratschläge zum Suizid, während er sich ihnen gegenüber als Freund ausgibt.
Mit der Klage will Iowa laut Bird Kinder schützen und OpenAI nach dem Recht des Bundesstaates zur Verantwortung ziehen.
OpenAI verweist auf Elternkontrollen und altersgerechten Schutz
Pusateri erklärte, OpenAI habe Schutzmaßnahmen für verschiedene Altersgruppen in das Produkt integriert, die vielen anderen KI-Produkten fehlten. Als bereits verfügbare Funktionen nannte er Elternkontrollen, Pausenerinnerungen und altersgerechte Schutzmaßnahmen im Modell.
Nach Angaben des Sprechers will das Unternehmen weiterhin mit Fachleuten zusammenarbeiten und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen entwickeln. Zudem arbeite OpenAI mit US-Staaten an Regeln, die für die gesamte Branche gelten sollen.
ChatGPT for Teens ist seit August verfügbar
Die Klagen folgen auf die Einführung von ChatGPT for Teens im August. Das eigens für Minderjährige geschaffene Angebot umfasst Bildungsfunktionen und altersgerechte Schutzmaßnahmen. Diese sollen den Kontakt mit Inhalten verringern, die für den jeweiligen Entwicklungsstand ungeeignet oder schädlich sind.



