KI-Kriege gehen weiter: xAI verklagt Ex-Ingenieur wegen Geheimnisdiebstahls

KI-Kriege gehen weiter: xAI verklagt Ex-Ingenieur wegen Geheimnisdiebstahls

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
2. 9. 2025
2 Minuten Lesezeit
KI-Kriege gehen weiter: xAI verklagt Ex-Ingenieur wegen Geheimnisdiebstahls

Die KI-Kriege gehen weiter: xAI verklagt ehemaligen Ingenieur wegen Geheimnisdiebstahls

Das von Elon Musk gegründete Unternehmen xAI hat Klage gegen seinen ehemaligen Ingenieur Xuechen Li eingereicht. Ihm wird vorgeworfen, Geschäftsgeheimnisse im Zusammenhang mit dem Sprachmodell Grok gestohlen zu haben. Den verfügbaren Informationen zufolge geschah dies nur wenige Tage, bevor Li xAI-Aktien im Wert von 7 Millionen US-Dollar verkaufte, was etwa 158 Millionen tschechischen Kronen entspricht, und anschließend kündigte, um zum Konkurrenten OpenAI zu wechseln. Li kam 2024 als einer der ersten 20 Ingenieure zu xAI und war an der Entwicklung und am Training des Grok-Modells beteiligt. Dies ist ein weiteres Beispiel für die wachsenden Spannungen zwischen den großen Akteuren im Bereich der künstlichen Intelligenz, die um Talente und Technologien kämpfen.

Einzelheiten der Vorwürfe

xAI behauptet, Xuechen Li habe hochmoderne Technologien der künstlichen Intelligenz gestohlen, deren Funktionen denen von ChatGPT überlegen seien. Konkret soll er vertrauliche Geschäftsgeheimnisse auf seine persönlichen Geräte heruntergeladen haben. Der Klage zufolge gestand Li den Diebstahl bei einem Treffen mit dem Unternehmen am 14. August und versuchte dabei, seine Spuren durch das Löschen von Protokollen und das Umbenennen von Dateien zu verwischen. In der Klage wird beschrieben, wie Li im Juli ein Angebot von OpenAI annahm, wobei sein Arbeitsantritt für Mitte August geplant war, und kurz darauf seine Aktien verkaufte und das Unternehmen verließ. xAI betont, dass diese Technologien Konkurrenten, einschließlich OpenAI, Forschung und Entwicklung im Wert von Milliarden sowie jahrelange Arbeit ersparen könnten.

Forderungen von xAI und rechtliche Schritte

In der Klage fordert xAI eine gerichtliche Verfügung, die Xuechen Li daran hindern würde, bei OpenAI oder einem anderen Konkurrenten zu arbeiten, bis der Fall geklärt ist. Darüber hinaus verlangt das Unternehmen finanziellen Schadensersatz. Die Klage umfasst auch die Forderung, dass Li sämtliche vertraulichen Materialien zurückgibt und zur Datenwiederherstellung Zugriff auf seine persönlichen Geräte und Online-Speicher gewährt.

Folgen

Der Wechsel von xAI zu OpenAI verschärft die Spannungen zwischen Elon Musk und seinem ehemaligen Unternehmen OpenAI zusätzlich. Die Vergütungspakete für Spitzenforscher belaufen sich auf bis zu 250 Millionen US-Dollar, was etwa 5,6 Milliarden tschechischen Kronen entspricht. Die Klage sorgt auch wegen Musk für Aufmerksamkeit, da er früher den Schutz geistigen Eigentums kritisiert hatte, was nun widersprüchlich erscheint. Bis September 2025 gab es weder ein Gerichtsurteil noch eine Einigung, und der Fall bleibt ein zentraler Punkt im Kampf um die Vorherrschaft im Bereich KI.

Quelle: officechai.com

Kategorie:KI
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