Ehemaliger xAI-Forscher sammelt Geld für menschenzentrierte künstliche Intelligenz
Eric Zelikman, der früher als Forscher bei xAI arbeitete, versucht derzeit, 1 Milliarde US-Dollar für sein neues Startup Humans& einzuwerben. Das Unternehmen verhandelt über eine Bewertung von 5 Milliarden US-Dollar, wie sechs Quellen gegenüber dem Magazin Forbes mitteilten. Zu den Gründern gehören auch Georges Harik, einer der ersten Mitarbeiter von Google, sowie weitere Experten von Meta, Anthropic, OpenAI und DeepMind. Humans& konzentriert sich auf das Training von Modellen künstlicher Intelligenz, die besser mit Menschen interagieren sollen.
Die Gründer und ihre Erfahrungen
Eric Zelikman promovierte in Informatik an der Stanford University und verfasste die erste Arbeit über das Training von Sprachmodellen, damit diese in natürlicher Sprache schlussfolgern. Anschließend beschäftigte er sich bei xAI mit der Datenerfassung für das Vortraining, dem logischen Schlussfolgern und der Infrastruktur für Agenten. Georges Harik war der siebte Mitarbeiter bei Google, wirkte an der Entwicklung von AdWords und AdSense mit und investiert heute in Startups.
Noah Goodman, Zelikmans Doktorvater und Professor für Informatik und Psychologie an der Stanford University, arbeitete in dem Team, das für das nachträgliche Training des Gemini-Modells zuständig war. Andi Peng beschäftigte sich bei Anthropic mit dem nachträglichen Training und verhaltensbezogenem bestärkendem Lernen. Ray Ramadorai entwarf Systeme für große Rechenzentren bei Microsoft.
Ziele und Ausrichtung des Labors
Humans& plant die Entwicklung von Modellen künstlicher Intelligenz, die sich an die Vorlieben und Interessen eines Menschen erinnern und darauf reagieren. Auf diese Weise soll künstliche Intelligenz Menschen stärken, im Gegensatz zu anderen Laboren, die sich darauf konzentrieren, Menschen zu ersetzen. Zelikman erklärte dies im Podcast No Priors gegenüber der Investorin Sarah Guo: „Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass viele grundlegende menschliche Probleme eher von Modellen gelöst werden, die hervorragend mit großen Gruppen von Menschen zusammenarbeiten, deren Ziele, Ambitionen, Werte und Schwächen verstehen und sie koordinieren können, damit alle effizienter werden.“
Das Unternehmen teilte Investoren mit, dass seine neue Methode zum Training von Modellen mehr Rechenleistung benötigen werde als derzeitige Strategien. Wie das konkrete Produkt aussehen wird, ist noch unklar, doch der Schwerpunkt liegt darauf, dass künstliche Intelligenz mit Menschen zusammenarbeitet und sie stärkt.
Funktionsweise und Herausforderungen
Humans& arbeitet als Startup, das neue Methoden zum Training von Modellen künstlicher Intelligenz mit Schwerpunkt auf Zusammenarbeit entwickelt. Statt Anwendungen auf Grundlage bestehender Modelle wie GPT-5 oder Claude Opus 4.1 zu entwickeln, konzentriert sich das Unternehmen auf das grundlegende Training, das enorme Mengen an Geld und Rechenleistung erfordert. Deshalb gehört es zu den wenigen Laboren, die bereits vor der Veröffentlichung eines Produkts große Summen einwerben, ähnlich wie Mira Muratis Thinking Machine Labs oder Ilya Sutskevers Safe Superintelligence.
Ein Investor, der das Angebot ablehnte, sagte, die Summe sei für die frühe Phase des Unternehmens zu hoch. Humans& erklärt Investoren, dass sein Ansatz zu Modellen führen soll, die menschliche Schwächen verstehen und Gruppen koordinieren, um eine höhere Effizienz zu erreichen.
Zelikman schrieb auf seiner Website: „Wenn wir alles auf Autonomie und nichts auf Zusammenarbeit setzen, auf reine Intelligenz und keinerlei emotionale Intelligenz, wird die Zukunft ein kälterer Ort sein.“ Dieser Gedanke unterstreicht die Ausrichtung von Humans& auf Modelle, die nicht nur schlussfolgern, sondern auch unter Berücksichtigung menschlicher Werte interagieren.
Quelle: forbes.com



