Qualcomm hat gerade einen bedeutenden Vertrag mit der saudi-arabischen KI-Initiative Humain unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst den Einsatz der neuen KI-Chips von Qualcomm – konkret der Modelle AI200 und AI250 – in Rechenzentren im gesamten Königreich. Es wird erwartet, dass diese Zusammenarbeit Qualcomm bis zu 2 Milliarden US-Dollar einbringen wird.
Humain, das vom Staatsfonds Saudi-Arabiens unterstützt wird, plant, Beschleunigerkarten und Racks von Qualcomm einzusetzen, um eine Leistung von 200 Megawatt für KI-Berechnungen zu erreichen. Dadurch sollen Dienste für große KI-Modelle auf regionaler und globaler Ebene bereitgestellt werden können. Die Partnerschaft konzentriert sich auf die Integration der saudischen ALLaM-Modelle in die Plattformen von Qualcomm, was Bereiche wie öffentliche Verwaltung, Finanzen, Energie und Gesundheitswesen unterstützen soll.
Pläne Saudi-Arabiens
Diese Initiative ist Teil der saudi-arabischen Vision 2030, die auf die Diversifizierung der Wirtschaft und den Ausbau der digitalen Infrastruktur abzielt. Das Königreich strebt damit an, sich zu einem Zentrum für künstliche Intelligenz und Technologien von Weltrang zu entwickeln. Die Vereinbarung wurde offiziell im Vorfeld der Future Investment Initiative 2025 in Riad abgeschlossen und knüpft an eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit an, die die Unternehmen im Mai 2025 unterzeichnet hatten.
Qualcomm tritt damit in einen Markt ein, der von Akteuren wie Nvidia und AMD dominiert wird. Seine AI200-Chips sollen 2026 auf den Markt kommen, gefolgt vom Modell AI250 im Jahr 2027. Auch wenn diese Chips möglicherweise nicht die gleiche Leistung wie die Produkte der Konkurrenz erreichen, verschafft der Umfang des saudischen Auftrags Qualcomm eine starke Position im Segment der KI-Inferenz für Rechenzentren.
Details zur Bereitstellung
Im Rahmen der Vereinbarung wird Humain eine Infrastruktur bereitstellen, die eine Skalierung von KI-Diensten ermöglicht. Dazu gehören nicht nur die Hardware von Qualcomm, sondern auch die Unterstützung für lokal entwickelte Modelle wie ALLaM. Es wird erwartet, dass diese Zusammenarbeit Saudi-Arabien dabei helfen wird, eigene Technologien zu entwickeln und die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu verringern.
Branchenanalysten weisen darauf hin, dass Qualcomm mit diesem Schritt seine Einnahmequellen über das Smartphone-Segment hinaus diversifiziert. Der saudische Auftrag bietet eine Wachstumschance im Rechenzentrumsbereich, in dem Qualcomm versucht, sich mit seinen spezialisierten KI-Lösungen zu etablieren. Insgesamt unterstreicht diese Vereinbarung das wachsende Interesse des Königreichs an fortschrittlichen Technologien, die seine globalen Ambitionen unterstützen sollen.
Quelle: theinformation.com



