Riesige Übernahme von Aligned Data Centers
In letzter Zeit tut sich viel im Bereich der Rechenzentren, vor allem aufgrund des wachsenden Interesses an künstlicher Intelligenz. Ein von BlackRock geführtes Konsortium, dem Giganten wie Microsoft, Nvidia und MGX angehören, hat soeben die Übernahme des Unternehmens Aligned Data Centers für erstaunliche 920 Milliarden Kronen angekündigt. Diese Transaktion ist Teil einer neu gegründeten Gruppe namens Artificial Intelligence Infrastructure Partnership, kurz AIP, die im September 2024 ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich um ihre erste große Investition, für die sie 690 Milliarden Kronen an Eigenkapital bereitstellen wollen, mit der Möglichkeit einer Aufstockung auf bis zu 2,3 Billionen Kronen, wenn auch Kredite berücksichtigt werden.
Aligned Data Centers, das zuvor zu Macquarie Asset Management gehörte, ist innerhalb von sieben Jahren von nur zwei Anlagen auf fünfzig Campusstandorte an strategisch wichtigen Orten in den USA gewachsen. Zusammen verfügen diese Campusstandorte über mehr als fünf Gigawatt an bestehender und geplanter Kapazität. Die Transaktion soll in der ersten Hälfte des Jahres 2026 abgeschlossen werden. Daran beteiligen sich auch weitere Partner wie die Kuwait Investment Authority, der singapurische Staatsfonds Temasek, Elon Musks xAI, Cisco, GE Vernova und NextEra Energy. All dies dient der Förderung der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, die enorme Rechenleistung benötigt.
AWS und das Kupferabkommen mit Rio Tinto
Eine weitere bedeutende Neuigkeit kommt von Amazon Web Services, kurz AWS, das einen Zweijahresvertrag mit Nuton, einem Venture-Unternehmen von Rio Tinto, unterzeichnet hat. Ziel ist es, die Kupferversorgung für die US-Rechenzentren von AWS direkt aus der Mine Johnson Camp in Arizona sicherzustellen. Diese Mine, die etwa 105 Kilometer östlich der Stadt Tucson liegt, wurde zum ersten neuen Kupferproduzenten in den USA seit mehr als zehn Jahren, als sie im vergangenen Herbst den Betrieb aufnahm. Es handelt sich um einen Tagebau mit Haufenlaugungstechnologie, der über eine jährliche Kapazität von 11.340 Tonnen Kupfer verfügt und voraussichtlich 15 bis 20 Jahre lang betrieben wird.
Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von rund 14.000 Tonnen Kupferkathoden innerhalb von vier Jahren, womit AWS zum ersten Kunden für Nutons Biolaugungstechnologie wird. Bei dieser Methode werden Mikroorganismen eingesetzt, um Kupfer aus Sulfiderzen zu extrahieren, sodass keine herkömmlichen Konzentratoren, Schmelzhütten und Raffinerien benötigt werden. Das Ergebnis? Eine Ausbeute von bis zu 85 %, ein um 80 % geringerer Wasserverbrauch und 60 % weniger CO₂-Emissionen als bei herkömmlichen Verfahren. Rio Tinto gelang es, innerhalb von nur 18 Monaten von der Idee zur industriellen Produktion überzugehen, was deutlich schneller ist als die bei ähnlichen Projekten üblichen 18 Jahre.
Vorteile für beide Seiten
Im Rahmen der Zusammenarbeit wird AWS Cloud-Daten und Analysen bereitstellen, um Nuton bei der Optimierung seiner Betriebsabläufe zu unterstützen, beispielsweise beim Säure- und Wasserverbrauch. Im Gegenzug wird Nuton die AWS-Plattformen nutzen, um die Leistung der Haufenlaugung zu simulieren und die Kupferausbeute besser vorherzusagen. All dies steht im Einklang mit Amazons Ziel, gemäß seinem Klimaplan bis 2040 Netto-Null-CO₂-Emissionen zu erreichen. Rechenzentren verbrauchen im Allgemeinen 5.000 bis 15.000 Tonnen Kupfer für Kabel, Transformatoren, Leiterplatten und Stromversorgungssysteme, größere Anlagen sogar noch mehr.
Quelle: theinformation.com und theinformation.com



