Perplexity bietet Verlagen 42,5 Millionen Dollar

Perplexity bietet Verlagen 42,5 Millionen Dollar

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
27. 8. 2025
3 Minuten Lesezeit
Perplexity bietet Verlagen 42,5 Millionen Dollar

Perplexity bietet Verlagen 42,5 Millionen Dollar

Perplexity, ein Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), hat eine Initiative zur Umsatzbeteiligung vorgestellt, die 42,5 Millionen Dollar (rund 956 Millionen CZK) für Verlage bereitstellt, deren Inhalte in KI-Suchergebnissen erscheinen. Mit diesem Programm wird das monatliche Abonnement Comet Plus für 5 Dollar (etwa 112 CZK) eingeführt, von dessen Erlösen die Verlage 80 % erhalten. Gleichzeitig sieht sich Perplexity mit Rechtsstreitigkeiten konfrontiert, darunter Urheberrechtsklagen von Dow Jones, einem Unternehmen von News Corp, sowie Unterlassungsaufforderungen von Forbes und Condé Nast. Geschäftsführer Aravand Srinivas bezeichnete Comet Plus als „das Pendant zu Apple News+ für KI und Menschen, die Inhalte aus dem Internet konsumieren“.

So funktioniert die Umsatzbeteiligung

Verlage verdienen Geld, wenn ihre Artikel über den Browser Comet von Perplexity Traffic generieren, in Suchergebnissen erscheinen oder in Aufgaben des KI-Assistenten einbezogen werden. Perplexity verteilt nach Abzug der Rechenkosten sämtliche Abonnementeinnahmen unter den Verlagen. Nutzer mit einem Pro- oder Max-Abonnement erhalten Comet Plus automatisch im Rahmen ihrer bestehenden Tarife. Dieses Modell basiert auf der tatsächlichen Nutzung der Inhalte. Das bedeutet, dass Verlage für Klicks auf ihre Seiten, Zitate in KI-Zusammenfassungen oder den Zugriff eines KI-Agenten auf ihre Materialien für Aufgaben wie Recherchen oder Zusammenfassungen vergütet werden. Wenn beispielsweise der KI-Agent Comet auf einen Artikel zugreift, um eine Nutzeranfrage zu erfüllen, erhält der Verlag einen Anteil an den Einnahmen.

Hintergrund der Rechtsstreitigkeiten

Das Programm wird inmitten laufender Gerichtsverfahren eingeführt. Dow Jones von News Corp hat wegen Urheberrechtsverletzung Klage eingereicht, während Forbes und Condé Nast Unterlassungsaufforderungen wegen der unbefugten Nutzung ihrer Inhalte verschickt haben. Diese Schritte spiegeln die Spannungen zwischen KI-Unternehmen und Medienhäusern wider, die Einnahmeverluste aus Werbung befürchten, weil KI Inhalte zusammenfasst, ohne dass die ursprünglichen Seiten besucht werden müssen. Perplexity versucht, diese Probleme mit einem transparenten Modell zu lösen, bei dem 80 % der Einnahmen aus Comet Plus direkt an die Verlage gehen, während das Unternehmen 20 % zur Deckung der Rechenkosten einbehält.

Details zur Finanzierung und Verteilung

Der Gesamtfonds in Höhe von 42,5 Millionen Dollar (rund 956 Millionen CZK) stammt aus den Abonnementeinnahmen von Comet Plus, das monatlich 5 Dollar (etwa 112 CZK) kostet. Dieser Fonds ist für Verlage bestimmt, deren Inhalte von den KI-Systemen von Perplexity genutzt werden. Das Programm ist als „Bezahlung pro Crawling-Vorgang“ (pay per crawl) konzipiert. Das bedeutet, dass die Auszahlungen an die tatsächliche Nutzung der Inhalte durch KI-Agenten gekoppelt sind. Wenn beispielsweise der KI-Agent Comet die Seite eines Verlags besucht, um Informationen abzurufen, löst dies eine Vergütung aus. Nutzer der höherwertigen Pro- und Max-Tarife erhalten Comet Plus inklusive, wodurch sich der Einnahmenfonds vergrößert. Aravand Srinivas betonte, dass dieser Ansatz es sowohl KI als auch Menschen ermögliche, Internetinhalte auf eine Weise zu konsumieren, die Apple News+ ähnelt.

Auswirkungen auf Verlage

Dieses Modell gehört zu den ersten, die anerkennen, dass Klicks auf Inhalte gleichermaßen von KI-Agenten wie von Menschen stammen. Verlage wie TIME und Fortune nehmen bereits an ähnlichen Programmen von Perplexity teil, Einzelheiten zu neuen Partnern für Comet Plus wurden jedoch noch nicht vollständig bekannt gegeben. Das Programm legt den Schwerpunkt auf Transparenz, um sicherzustellen, dass Verlage einen fairen Anteil für die Nutzung ihrer Materialien in KI-Suchanfragen und -Aufgaben erhalten. Auch wenn die Aufteilung der Einnahmen aus einem 5-Dollar-Abonnement für einige Verlage möglicherweise nur geringe Beträge bedeutet, stellt sie einen Schritt zur Bewältigung der finanziellen Herausforderungen im KI-Zeitalter dar.

Kategorie:KI
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