Oracle AI Cloud: Niedrige Margen und Kursrutsch – was interne Daten enthüllten

Oracle AI Cloud: Niedrige Margen und Kursrutsch – was interne Daten enthüllten

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
9. 10. 2025
2 Minuten Lesezeit
Oracle AI Cloud: Niedrige Margen und Kursrutsch – was interne Daten enthüllten

Die wichtigsten Börsenindizes fielen nach der Veröffentlichung eines Berichts von The Information um mehr als ein halbes Prozent. Die Aktien von KI-Cloud-Anbietern wie Oracle, Nebius und CoreWeave brachen um 3 bis 5 % ein. Die Nvidia-Aktie, die zuvor um 2 % gestiegen war, schloss im Minus. Dieser Rückgang erfolgte nach der Enthüllung von Problemen, mit denen Oracle bei der Erzielung von Gewinnen aus der Vermietung von Servern mit Nvidia-Chips konfrontiert ist. Der Bericht zeigte, dass interne Dokumente von Oracle bei der Vermietung von Nvidia-Chips an KI-Entwickler wie OpenAI im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Bruttogewinnmarge von 16 % auswiesen. Dieser Wert lag unter den Schätzungen der Analysten und sogar unter dem vieler Unternehmen außerhalb des Technologiesektors.

Details aus internen Dokumenten von Oracle

Interne Daten von Oracle zeigten, dass das Unternehmen mit der neuesten Hardware von Nvidia erhebliche Verluste macht. Diese Situation verdeutlicht die Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt, zu dem neue Chips in Betrieb genommen werden, und dem Zeitpunkt, zu dem Kunden sie in großem Umfang nutzen. So erzielte die KI-Cloud-Sparte von Oracle im im August 2025 endenden Geschäftsquartal mit der Vermietung von Servern mit Nvidia-Chips einen Umsatz von 900 Millionen US-Dollar (rund 20,7 Milliarden CZK), der Bruttogewinn belief sich jedoch lediglich auf 125 Millionen US-Dollar (etwa 2,875 Milliarden CZK). Das entspricht einer Bruttogewinnmarge von nur 14 % und damit deutlich weniger als den 70 % im traditionellen Softwaregeschäft des Unternehmens.

Gründe für die niedrigen Margen

Die hohen Kosten für Nvidia-Chips und die aggressive Preisstrategie von Oracle, mit der das Unternehmen in dem wettbewerbsintensiven Markt für KI-Infrastruktur Marktanteile gewinnen will, führen zu diesen niedrigen Margen. Das Unternehmen nimmt kurzfristigen Druck auf die Gewinne in Kauf, um sich langfristig eine starke Position zu sichern. Analysten äußerten Bedenken, da Oracle nicht so stark aufgestellt ist wie Giganten wie Google oder Amazon, die dank ihrer Bilanzen mit einem ähnlichen finanziellen Druck besser umgehen können. Zudem hat Oracle erhebliche Schulden für den Bau von Rechenzentren und die Bereitstellung von Chips zur Vermietung aufgenommen, was das Unternehmen von anderen großen Akteuren unterscheidet.

Die Veröffentlichung dieser Informationen ließ den Aktienkurs von Oracle gegenüber seinem Höchststand im September 2025 um mehr als 40 US-Dollar (rund 920 CZK) sinken, wodurch die Marktkapitalisierung des Unternehmens um Milliarden zurückging. Der Bericht wirkte sich auch auf verbundene Unternehmen im Ökosystem der KI-Infrastruktur wie Nebius aus, deren Aktien ähnlich stark fielen. Anleger sorgen sich, ob die Expansion der KI-Cloud von Oracle nachhaltige Gewinne bringen und die Erwartungen erfüllen wird. Diese Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der Oracle große Verträge abschließt, die daraus erzielten Gewinne jedoch aufgrund der Kosten und Verzögerungen bei der Einführung gering bleiben.

Quelle: theinformation.com 

Kategorie:KI
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Entdecken Sie weitere interessante Beiträge im Blog
Zurück zum Blog

Ähnliche Beiträge

Altman verkündete die Singularität – wenige Tage, nachdem seine Modelle selbst aus dem Labor entkamenAltman verkündete die Singularität – wenige Tage, nachdem seine Modelle selbst aus dem Labor entkamen
OpenAI-Chef Sam Altman erklärte in einer Folge des Podcasts Relentless, die Menschheit sei bereits in die Singularität eingetreten. „Wir sind jetzt gewissermaßen in der Singularität“, sagte er wörtlich. Ein Begriff, der jahrzehntelang eher zur Science-Fiction gehörte
6 Min. Lesezeit
28. 7. 2026
KI remixte Madonnas Song – jetzt führt er Australiens Charts an. Musiker sind empört.KI remixte Madonnas Song – jetzt führt er Australiens Charts an. Musiker sind empört.
Australische Radios spielen seit April Madonnas Dance-Version von Like a Prayer in Dauerschleife. Veröffentlicht vom Queensland-DJ Josh Fawaz, führt sie die Radiocharts an und hat auf Spotify 35 Millionen Streams.
5 Min. Lesezeit
28. 7. 2026
Claude Opus 5 hat einen Shooter von Grund auf programmiert. Was kann Claude of Duty?Claude Opus 5 hat einen Shooter von Grund auf programmiert. Was kann Claude of Duty?
Der Ego-Shooter läuft direkt im Browser, bietet eine eigene Physik und elf separate Codebereiche. Insgesamt rund 55.000 Zeilen, verteilt auf elf Subsysteme und aufgebaut auf Thr
4 Min. Lesezeit
28. 7. 2026
Přihlaste se k odběru našeho newsletteru
Zůstaňte informováni o nejnovějších příspěvcích, exkluzivních nabídkách, a aktualizacích.
CodedTrip

Betreiber: CodedTrip LLC, USA.

YouTube
TikTok