OpenAI, das durch ChatGPT bekannte Unternehmen, steigt in die Hardwareproduktion ein. Sein erstes Gerät trägt den Codenamen Sweetpea und scheint ein spezielles KI-Headset zu sein, das direkt mit den Apple AirPods konkurrieren soll. Laut einem Leak des chinesischen Tech-Bloggers Smart Pikachu ist Sweetpea als ovale Metallkapsel konzipiert, die man ähnlich wie ein Hörgerät hinter dem Ohr trägt. Es handelt sich nicht um einen klassischen Ohrhörer, der ins Ohr gesteckt wird, sondern um etwas, das die tägliche Nutzung von KI ermöglichen soll – etwa für Sprachsteuerung, Anrufe oder Aufgaben, die zuvor über ChatGPT auf dem Smartphone erledigt wurden.
Dieses Projekt wird von Jony Ive geleitet, dem ehemaligen Chefdesigner von Apple, der nach der Übernahme seines Start-ups io Products, Inc. für 6,5 Milliarden Dollar (rund 149,5 Milliarden CZK) zu OpenAI kam. Dadurch gewann OpenAI ein Team aus Hardware- und Softwareexperten, darunter Ingenieure, Physiker und Wissenschaftler. Ziel ist es, ein Gerät zu entwickeln, das die Nutzung von ChatGPT jederzeit und überall, den ganzen Tag über und ohne den Griff zum Smartphone ermöglicht.
Details zu Design und Produktion
Die Produktion von Sweetpea soll Foxconn übernehmen, das angewiesen wurde, für das erste Jahr 40 bis 50 Millionen Exemplare vorzubereiten. Das ist eine enorme Zahl, die darauf hindeutet, dass OpenAI mit großem Interesse auf dem Massenmarkt rechnet. Das Gerät soll ein einzigartiges, an ein Ei erinnerndes Metalldesign besitzen. Im Inneren soll ein Samsung-Electronics-Exynos-Chip arbeiten, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird (1 Nanometer ist ein Milliardstel Meter). Dieser Chip entspricht dem Niveau der in Smartphones eingesetzten Prozessoren und soll Sweetpea ermöglichen, einige Funktionen des iPhones zu ersetzen, etwa Befehle an Siri.
Laut dem Leak von Smart Pikachu unterscheidet sich Sweetpea von gewöhnlichen Kopfhörern – es handelt sich eher um ein tragbares KI-Gerät, das künstliche Intelligenz direkt in den Alltag integriert. OpenAI plant angeblich, das Gerät bereits im September auf den Markt zu bringen, was den Markt für kabellose Kopfhörer erschüttern könnte.
5 Geräte in Entwicklung
OpenAI belässt es nicht bei Sweetpea. Laut Informationen aus dem Leak soll Foxconn bis zum vierten Quartal 2028 Prototypen von fünf Geräten entwickeln. Darunter befinden sich auch ein Stift und ein Gerät für den Heimgebrauch, die das Ökosystem der KI-Hardware erweitern könnten. OpenAI-CEO Sam Altman und Jony Ive erwähnten in einer Erklärung, dass sie ein Team zusammengestellt haben, das sich auf Produkte konzentriert, die Menschen inspirieren und stärken. Dieses Team arbeitet nun mit Forschern und Ingenieuren von OpenAI in San Francisco zusammen.
Quellen wie das US-Techmedium Digital Trends berichten, dass Sweetpea Teil eines größeren Plans für „physische KI“ und nicht nur für Software ist. OpenAI will damit Geräte schaffen, die innovative Erlebnisse ermöglichen, hat bislang jedoch offiziell nichts enthüllt.
Sweetpea wird als „AirPods-Killer“ bezeichnet, weil es auf dasselbe Segment abzielt – kabellose Audiogeräte mit KI-Funktionen. Eine Quelle aus der Technologiebranche erklärte, Ziel sei ein Gerät, das die ununterbrochene Nutzung von ChatGPT ermöglicht. Dies könnte Nutzer ansprechen, die mehr als nur Musik und Anrufe wollen. OpenAI erwägt angeblich auch ein stiftförmiges KI-Gerät und weitet seine Ambitionen damit über Kopfhörer hinaus aus.



