Wenn Sie schon immer einmal aus einem gewöhnlichen Bild ein Video erstellen und es sofort für TikTok oder YouTube Shorts bereit haben wollten, hat Google gerade einen großen Schritt in diese Richtung gemacht. Das Modell Veo 3.1 hat ein Update erhalten, mit dem sich Videos auf Grundlage von Referenzbildern direkt im vertikalen Format 9:16 generieren lassen. Das bedeutet, dass Sie in einem Bearbeitungsprogramm nichts mehr zuschneiden müssen – alles wird genau so ausgegeben, wie Sie es für mobile Plattformen benötigen. Diese Neuerung wurde am 13. Januar 2026 veröffentlicht und ist in Gemini, YouTube Shorts und YouTube Create verfügbar.
Ingredients to Video
Ingredients to Video ist ein Tool in Veo 3.1, das bis zu drei Referenzbilder – beispielsweise eine Figur, einen Hintergrund oder eine Textur – verwendet und daraus ein Video erstellt. Jetzt ist es noch besser: Die Videos sind ausdrucksstärker und dynamischer, selbst wenn Sie nur eine kurze Beschreibung eingeben. Figuren verfügen beispielsweise über vielfältigere Gesichtsausdrücke und Bewegungen, was beim Erzählen von Geschichten hilft. Google betont, dass die Konsistenz verbessert wurde – eine Figur sieht in verschiedenen Szenen und Umgebungen gleich aus, Objekte verändern sich nicht zufällig und Texturen bleiben unverändert. So können Sie Elemente aus verschiedenen Bildern einfach zu einem einzigen Video kombinieren, was Kreativen mehr Kontrolle gibt.
Wir aktualisieren Veo 3.1 Ingredients to Video, um die Erstellung ausdrucksstärkerer und dynamischerer Clips zu unterstützen, eine bessere visuelle Konsistenz zu erzielen und vieles mehr. 📽️
— Google DeepMind (@GoogleDeepMind) 13. Januar 2026
Das ist neu 🧵 pic.twitter.com/kkA12EAd9I
Vertikale Videos direkt aus Bildern
Früher konnten Sie vertikale Videos nur aus Textbeschreibungen erstellen, jetzt funktioniert das auch mit Referenzbildern. Das ist ideal für alle, die Inhalte für soziale Netzwerke produzieren. Wählen Sie einfach das Format 9:16 aus, und das Video ist ohne weitere Bearbeitung fertig. Diese Funktion ist erstmals auch in YouTube Shorts und YouTube Create verfügbar, wo Sie sie direkt verwenden können. Nach Angaben von Google DeepMind, die auf Twitter geteilt wurden, hilft sie dabei, ausdrucksstärkere Clips mit besserer visueller Qualität zu erstellen.
Upscaling auf eine höhere Auflösung
Eine weitere große Neuerung ist die verbesserte Auflösungsskalierung. Veo 3.1 kann Videos jetzt auf 1080p oder sogar 4K hochskalieren, was sich ideal für den professionellen Einsatz eignet. Diese Option ist in Flow, der Gemini API oder Vertex AI in Google Cloud verfügbar. Logan Kilpatrick, der darüber auf Twitter schrieb, erwähnte, dass die Konsistenz bei der Verwendung von Ingredients (Referenzbildern) verbessert wurde und die Unterstützung vertikaler Videos jetzt vollständig integriert ist.
Verfügbarkeit
Diese Neuerungen sind ab sofort in mehreren Google-Diensten verfügbar. Normale Nutzer können sie in Gemini verwenden und dort mit kurzen Beschreibungen und Bildern experimentieren. Profis profitieren davon im Editor Flow, in Google Vids oder über die API für Entwickler. Google versieht generierte Videos außerdem mit digitalen SynthID-Wasserzeichen, damit klar erkennbar ist, dass es sich um KI-Inhalte handelt. Jess Weatherbed von The Verge merkte an, dass die Videos nun besser mit den Referenzbildern übereinstimmen, einschließlich solcher im Hochformat.
Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Foto Ihrer Lieblingsfigur und möchten daraus ein kurzes Video mit Dialogen oder Bewegungen erstellen – Veo 3.1 bewältigt das präziser als zuvor. TechCrunch beschrieb, wie das Update es ermöglicht, Figuren, Hintergründe und Objekte zu einem einheitlichen Ergebnis zu verschmelzen. Und für alle, die Inhalte auf Mobilgeräten erstellen, bedeutet die Unterstützung vertikaler Videos eine enorme Zeitersparnis. Insgesamt macht dies die KI-Videoerstellung sowohl für Laien als auch für diejenigen zugänglicher, die sich ernsthaft damit beschäftigen.



