OpenAI lehnte es ab, Apple bei seiner KI zu helfen

OpenAI lehnte es ab, Apple bei seiner KI zu helfen

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
20. 1. 2026
3 Minuten Lesezeit
OpenAI lehnte es ab, Apple bei seiner KI zu helfen

OpenAI, das Unternehmen hinter dem berühmten ChatGPT, hat kürzlich ein Angebot von Apple abgelehnt, bei der Verbesserung von Siri zu helfen. Stattdessen konzentriert es sich gemeinsam mit dem Designer Jony Ive auf die Entwicklung eigener Geräte mit künstlicher Intelligenz.

Warum hat OpenAI Apple abgelehnt?

Quellen der Financial Times zufolge wandte sich Apple im vergangenen Herbst an OpenAI, damit das Unternehmen seine Modelle zur Verbesserung von Siri im Rahmen des Apple-Intelligence-Pakets bereitstellt. Das bedeutet, dass Apple wollte, dass OpenAI dabei hilft, Siri für iPhone-Nutzer intelligenter, schneller und nützlicher zu machen. Doch OpenAI lehnte ab. Der Grund? Das von CEO Sam Altman geführte Unternehmen beschloss, sich auf seine eigenen Projekte zu konzentrieren. Es wollte keine Ressourcen für Apples Ökosystem aufwenden, da dies von seinen wichtigsten Zielen wie der Verbesserung von ChatGPT abgelenkt hätte.

Dieser Schritt kam nicht überraschend, denn OpenAI hat seine eigenen Prioritäten. Die bestehende Integration von ChatGPT in Apple-Geräte bleibt unberührt – iPhone-Nutzer können weiterhin Funktionen verwenden, die auf ChatGPT basieren. Eine engere Zusammenarbeit, bei der OpenAI zum wichtigsten Modellanbieter für Siri geworden wäre, kommt jedoch nicht zustande. Aufgrund dieser Absage wandte sich Apple stattdessen an einen anderen Konkurrenten.

Apple hat sich mit Google zusammengeschlossen

Als OpenAI Nein sagte, wandte sich Apple schnell an Google. Informationen der Financial Times zufolge schlossen die Unternehmen eine Vereinbarung im Wert von mehreren Milliarden Kronen, damit Google seine Gemini-Modelle zur Verbesserung von Siri und anderen Funktionen in Apple Intelligence bereitstellt. Diese Zusammenarbeit soll mehrere Jahre dauern und Siri intelligenter machen, wobei der Schwerpunkt auf der direkten Verarbeitung von Daten auf dem Gerät liegt, was die Privatsphäre der Nutzer schützt.

Warum ausgerechnet Google? Apple sieht in Gemini die „beste Grundlage“ für seine Modelle, was eine bessere Leistung und Integration bedeutet. Diese Vereinbarung knüpft an die bestehenden Beziehungen zwischen Apple und Google an, etwa bei der Suche oder bei Karten. Für OpenAI bedeutet dies, dass seine Software nicht der Hauptantrieb von Siri sein wird, auch wenn einige kleinere Funktionen mit ChatGPT erhalten bleiben. Insgesamt stärkt dies Googles Position in der KI-Welt, denn Gemini wird nun sowohl Android- als auch iOS-Geräte antreiben.

OpenAI und seine Pläne für eigene Hardware

Nun zum interessantesten Punkt: Statt einer Partnerschaft mit Apple stürzt sich OpenAI auf die Entwicklung eigener Geräte mit künstlicher Intelligenz. Quellen zufolge plant das Unternehmen bis zu drei Produkte, die in den kommenden zwei Jahren erscheinen könnten. Darunter befinden sich ein KI-Stift, ein tragbares Gerät und ein Audiogerät. Diese Produkte sollen verändern, wie wir mit KI-Technologie interagieren – stellen Sie sich Kopfhörer oder ein Gadget vor, das Sie direkt am Körper mit KI unterstützt, ähnlich wie AirPods, aber mit fortschrittlicher Intelligenz.

Diese Ausrichtung unterstreicht, dass OpenAI nicht nur bei Software bleiben will. Das Unternehmen möchte mit großen Akteuren wie Apple konkurrieren und Geräte entwickeln, die es in puncto Innovation mit dem iPhone aufnehmen könnten. Die Ablehnung von Apples Angebot ergibt daher Sinn – eine engere Zusammenarbeit hätte die eigenen Hardware-Ambitionen behindern können.

Die Rolle von Jony Ive im Projekt

Um das Ganze erfolgreich umzusetzen, hat OpenAI Jony Ive engagiert, den berühmten Designer, der früher für Apple arbeitete und an der Entwicklung des iPhone, des iMac und der Apple Watch beteiligt war. Ive kam im vergangenen Mai zum Unternehmen und soll das Design dieser neuen KI-Geräte leiten, einschließlich eines möglichen Audioprodukts. Seine Aufgabe besteht darin, darüber nachzudenken, wie Menschen KI im Alltag nutzen werden, wobei der Schwerpunkt auf ansprechendem Design und einfacher Bedienung liegt.

Dieser Schritt soll auch die Beziehungen zwischen OpenAI und Apple beeinflusst haben. Ives Erfahrung mit Apple-Produkten hilft OpenAI nun dabei, etwas Neues zu entwickeln, das die Art und Weise revolutionieren könnte, wie wir KI tragen und nutzen.

Jony Ive
Jony Ive – legendärer Designer.

Quellen: freepressjournal.in und oninvest.com

Kategorie:KI
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