Wenn von OpenAI die Rede ist, denken Sie wahrscheinlich an den bekanntesten Chatbot ChatGPT. Nun hat das Unternehmen jedoch beschlossen, auch in die Welt der Hardware vorzustoßen, und bereitet eine Neuheit vor. Dabei soll es sich um einen Lautsprecher handeln, der als KI-Begleiter in Ihrem Zuhause dienen soll. Was wissen wir bisher darüber?
Ein Lautsprecher? Eigentlich nicht ganz
Obwohl überall von einem neuen „Lautsprecher“ die Rede ist, bezeichnet OpenAI ihn intern nicht so. Tatsächlich soll es sich vielmehr um ein Gerät handeln, das für die Anforderungen einer neuen KI-Ära entwickelt wurde. Es soll mit ChatGPT verbunden sein und Funktionen wie die Steuerung des Smart Homes, die Wiedergabe von Medien, die Beantwortung von Fragen oder die Reaktion auf Nachrichten beherrschen. Es soll also nicht einfach nur ein „smarter Lautsprecher“ sein, sondern vielmehr ein Gerät, das eine engere Beziehung zwischen künstlicher Intelligenz und Mensch ermöglicht.
Was soll es können?
Nach Angaben von The Next Web wird der Lautsprecher mit dem Modell GPT-Live laufen. Dadurch wird das Gerät nicht nur in der Lage sein, die Aufgaben eines gewöhnlichen smarten Lautsprechers zu erfüllen, sondern auch zuzuhören, zu sprechen und damit umzugehen, wenn Sie ihm ins Wort fallen.
Die verfügbaren Berichte deuten darauf hin, dass dieser „Lautsprecher“ über kein Display verfügt, dafür jedoch mit Mikrofonen, einer Kamera und Sensoren ausgestattet ist, die ihm helfen, seine Umgebung und den Kontext besser zu verstehen. Darüber hinaus soll er aktiv etwas über seinen Nutzer lernen. Das bedeutet, dass er anhand von Gesprächen und weiteren Informationen vorhersagen wird, was Sie gerade benötigen.
Eine Box mit Persönlichkeit, die sich bewegt
Und hier wird es interessant. Laut TechCrunch unter Berufung auf Bloomberg soll die Neuheit von OpenAI auch mechanische Elemente enthalten, dank derer sie sich bewegen kann. Es handelt sich jedoch nicht um einen Roboter auf Rädern. Quellen zufolge soll es vielmehr um kleine Bewegungen gehen, die den Eindruck einer Persönlichkeit und das Gefühl vermitteln, dass Ihnen das Gerät seine Aufmerksamkeit schenkt. Dank des integrierten Akkus lässt es sich außerdem ganz nach Bedarf im Haushalt umhertragen.
Die Sache hat einen Haken
Der Verkauf dieses Produkts wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr beginnen. Wie reibungslos jedoch alles verlaufen wird, bleibt fraglich. Am Design des Geräts ist nämlich Jony Ive beteiligt, der Schöpfer des legendären iPhone-Designs. OpenAI hat Ives Unternehmen io im vergangenen Jahr für 6,5 Milliarden Dollar gekauft. Und genau darin liegt das Problem. Apple hat OpenAI im Juli dieses Jahres verklagt, und zwar wegen des mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. Und unabhängig davon, wer in diesem Streit recht hat, könnte die gesamte Angelegenheit den Termin für die Vorstellung dieser Neuheit verzögern.
OpenAI ist nicht der Erste, der es versucht
Die Idee eines KI-Begleiters für das Zuhause liegt schon seit Längerem in der Luft. Einigen Quellen zufolge arbeitet Apple selbst an einem Heimgerät mit dem Codenamen J490. Nicht vergessen sollten wir jedoch auch eines ihrer gescheiterten Projekte, den Humane AI Pin, der das Smartphone ersetzen sollte, bei den Kunden jedoch keinen Erfolg hatte. Nun bleibt also nur abzuwarten, ob OpenAI eine andere Geschichte schreiben wird.



