Mehrere Monate lang wurde über die erste Hardware von OpenAI hauptsächlich in allgemeinen Zügen gesprochen. Jetzt wird daraus etwas, das man sich auf dem Nachttisch vorstellen kann. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg soll es sich um einen Lautsprecher in Donutform handeln, den Nutzer im Haus mit sich herumtragen und beispielsweise neben dem Bett oder auf der Küchenzeile abstellen können. Von der Größe her soll er einem Eishockeypuck entsprechen, der Preis soll zwischen 6.000 und 8.500 Kronen liegen.
Wozu das Gerät dienen soll
Die ursprüngliche Beschreibung, die im Juli erschien, sprach von einem Lautsprecher ohne Bildschirm, der sich bewegen kann, und bezeichnete ihn als physische Verkörperung von ChatGPT. Die neuen Details konkretisieren diese Vorstellung. Bloomberg schreibt, OpenAI rechne damit, dass das Gerät den ganzen Tag über als Assistent genutzt werde, ähnlich wie Menschen heute den Sprachmodus von ChatGPT auf dem iPhone verwenden. Das Modell im Gerät soll fortschrittlicher sein, auch wenn die Quellen nicht näher erläuterten, was das genau bedeutet. Das Gerät soll nach und nach lernen, mit wem es spricht.
Die Quellen von Bloomberg sprechen außerdem von separaten beweglichen Teilen, die sich selbstständig bewegen und die Antworten für die Nutzer visuell begleiten sollen. Die beweglichen Elemente sollen dem Gerät etwas Persönlichkeit verleihen. Das Unternehmen will also nicht einfach nur einen weiteren Zylinder, der blau leuchtet, wenn man ihn anspricht.
Die bislang bekannt gewordenen technischen Daten
Wann und zu welchem Preis es verkauft werden soll
Eine dunkle Wolke über dem gesamten Projekt
Der Einstieg ins Hardwaregeschäft verlief für OpenAI nicht reibungslos. Apple verklagt das Unternehmen wegen des mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen, was OpenAI bestreitet. Die Klage wurde am 10. Juli eingereicht, also nur vier Wochen bevor Informationen über den Lautsprecher an die Öffentlichkeit gelangten. Als Reaktion darauf führte OpenAI laut Quellen eine interne Prüfung durch, um zu klären, wie das Unternehmen bei diesem Produkt mit dem geistigen Eigentum von Apple umgegangen war. AppleInsider weist jedoch darauf hin, dass eine derart kurze Zeit nicht für eine vollständige Bewertung der Technologie eines Produkts ausreichen könne, das bereits kurz vor der Fertigung stehe. Die Website erinnert außerdem daran, dass vergleichbare Bewertungen des Smartphone-Designs von Samsung im damaligen Rechtsstreit mit Apple mehrere Monate dauerten.



