Mistral hat sein neues Flaggschiffmodell Large 4 vorgestellt und ausgewählten Gruppen einen Vorabzugang eröffnet. Als Stärken nennt das Unternehmen Programmierung und Cybersicherheit, aber auch Aufgaben in der Fertigung und im Finanzwesen. Nach Angaben von Chefwissenschaftler Guillaume Lample soll das Modell Unternehmen und Regierungen zudem bei der Abwehr von Cyberangriffen helfen.
Programmierung, Multimodalität und Cyberabwehr
Laut Mistral ist ML4 bei Programmieraufgaben und in der Cybersicherheit besonders leistungsfähig. Zu den Einsatzbereichen zählt das Unternehmen außerdem die Fertigung und das Finanzwesen; auch die Fähigkeiten bei multimodalen Aufgaben hebt es hervor.
Mistrals Mitgründer und Chefwissenschaftler Guillaume Lample erklärt, dass Angreifer Schutzmechanismen geschlossener Modelle umgehen und diese für Cyberangriffe einsetzen. Er sagt, Large 4 werde Unternehmen und Regierungen ermöglichen, sich gegen solche Angreifer zu verteidigen.
Eine Billion Parameter und der Vergleich mit Open-Weight-Modellen
Large 4, auch ML4 oder le Chonk genannt, hat laut Mistral eine Billion Parameter. Das Modell wurde zwei Monate lang auf 4 000 Nvidia Grace Blackwell GPUs in den unternehmenseigenen Rechenzentren in Europa trainiert.
Mistral zufolge wird das Modell nach Veröffentlichung seiner Gewichte gemessen an den zusammengefassten Benchmark-Ergebnissen zu den besten Open-Weight-Modellen weltweit gehören. Das Unternehmen bezeichnet es zudem als das mit deutlichem Abstand leistungsfähigste Modell dieser Art, das außerhalb Chinas entwickelt wurde. In einigen Bereichen, etwa bei der Programmierung, liegt es laut CNBC allerdings weiterhin hinter den führenden Modellen zurück.
Breiterer Zugang für Oktober geplant
Der derzeitige Vorabzugang richtet sich an ausgewählte Entwickler, Vertreter der Cybersicherheitsbranche und staatliche Behörden. Mistral plant, das Modell noch im Oktober 2026 breiter zugänglich zu machen.



