KI rettet Millionen Mahlzeiten und reduziert Lebensmittelverschwendung um 87 %
Künstliche Intelligenz könnte bis 2026 umgerechnet 1,5 Millionen Mahlzeiten vor der Entsorgung bewahren. Die vom Unternehmen Zest entwickelte Technologie hat gerade erfolgreiche Pilotversuche mit führenden britischen Lebensmittelunternehmen abgeschlossen, wobei Nestlé eine zentrale Rolle spielte.
Beeindruckende Ergebnisse des zweiwöchigen Tests
Während eines zweiwöchigen Pilotprogramms in einem Nestlé-Werk erzielte das innovative KI-System eine unglaubliche Reduzierung der Verschwendung essbarer Lebensmittel um 87 %. Die Technologie basiert auf der Echtzeitüberwachung und -analyse überschüssiger Lebensmittelprodukte, die zwar essbar, aber kommerziell nicht verwertbar sind – beispielsweise zerbrochene KitKat-Riegel oder Produkte, deren Verbrauchsdatum näher rückt. Das System ermöglicht es Herstellern, konkrete Stellen im Produktionsprozess zu identifizieren, an denen Verschwendung entsteht, und anschließend entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Dadurch können Unternehmen die Menge an Lebensmitteln, die andernfalls im Abfall landen würden, drastisch reduzieren.
Finanzielle Unterstützung und Einsparpotenzial
Das Pilotprojekt geht davon aus, dass bis zu 700 Tonnen hochwertiger Lebensmittel gerettet werden könnten, was schätzungsweise etwa 1,5 Millionen Mahlzeiten entspricht. Gleichzeitig könnten die Betriebskosten um bis zu 14 Millionen Pfund (412 Millionen Kronen) und die Emissionen um 1.400 Tonnen gesenkt werden. Die Initiative wird durch einen Zuschuss in Höhe von 1,9 Millionen Pfund aus dem BridgeAI-Programm unterstützt und von den beteiligten Partnern kofinanziert. Zu den wichtigsten Kooperationspartnern gehören neben Nestlé auch Organisationen wie Sustainable Ventures, Bristol Superlight, FareShare, FuturePlus, Google Cloud und Howard Tenens Logistics.
Technologische Infrastruktur
Das System integriert die Plattformen Google Cloud BigQuery und Vertex AI, um überschüssige Lebensmittel von Herstellern mit Logistikdienstleistern und Wohltätigkeitsorganisationen zu vernetzen. Die Logistiklösung von Bristol Superlight nutzt KI, um die Qualität der Lebensmittel während der Auslieferung zu überwachen. Eine Schlüsselrolle bei der Verteilung spielt die Wohltätigkeitsorganisation FareShare, die für die Verteilung überschüssiger Lebensmittel an mehr als 8.000 Wohltätigkeits- und Gemeinschaftsgruppen im gesamten Vereinigten Königreich verantwortlich ist. Die Organisation bezeichnete diese Initiative als wichtigen Schritt im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung und Hunger im ganzen Land.
Wenn die laufenden Tests weiterhin erfolgreich verlaufen, könnte die Software bereits bis März 2026 auf Abonnementbasis eingeführt werden. Dies könnte den Umgang mit Lebensmittelabfällen entlang der gesamten Lieferkette grundlegend verändern und ein effizienteres, transparenteres und umweltverträglicheres System schaffen.



