Apple hat zusätzliche Kontrollen für die macOS-Berechtigung Full Disk Access angekündigt und reagiert damit auf Risiken durch KI-Agenten. Die geplante Änderung soll sicherstellen, dass Nutzer einer App diesen weitreichenden Zugriff nur durch eine unmissverständliche eigene Handlung erteilen können.
Zugriff auf Dateien, Nachrichten und Browserverlauf
Full Disk Access wurde ursprünglich eingeführt, damit Datensicherungen ordnungsgemäß funktionieren können. Die Berechtigung reicht jedoch weit über einzelne Dateien hinaus: Wie Apple erläutert, erlaubt sie einer App den Zugriff auf Dateien und E-Mails. Auch Nachrichten und der Browserverlauf gehören dazu.
Ein Beispiel ist Muse von Meta. Dort lässt sich Full Disk Access freiwillig aktivieren.
Apple warnt vor Risiken durch autonome KI-Agenten
In einem neuen Beitrag für Entwickler kritisiert Apple den Umgang mancher Anbieter mit der Berechtigung. Nach Darstellung des Unternehmens setzen einige Entwickler Full Disk Access so ein, dass Inhalte auf dem gesamten System gefährdet werden könnten, ohne dass Nutzer den Umfang dieses Zugriffs vollständig verstehen.
Apple erwartet, dass diese Risiken mit den Fähigkeiten und der Eigenständigkeit von KI-Agenten erheblich zunehmen.
Risiken vor der Zustimmung verständlich machen
Neben der ausdrücklichen Freigabe will Apple erreichen, dass Nutzer die Risiken bereits vor dem Erteilen der Berechtigung klar verstehen. Das Unternehmen nennt als Ziel eine informierte Entscheidung darüber, welchen Zugriff eine Anwendung auf die eigenen Daten erhält und welche Folgen dies für die Privatsphäre hat.



