Intel gab bekannt, dass sein CEO Lip-Bu Tan die Aufsicht über die Aktivitäten im Bereich der künstlichen Intelligenz übernehmen wird, nachdem Chief Technology Officer Sachin Katti das Unternehmen verlassen hat. Er wechselte zu OpenAI, dem Entwickler von ChatGPT. Katti leitete seit der Umstrukturierung des Managements im Januar die KI-Aktivitäten von Intel und gab seinen Wechsel im sozialen Netzwerk X bekannt.
Intel dankte Katti in einer Erklärung für seinen Beitrag und wünschte ihm viel Erfolg. Lip-Bu Tan wird nun die Bereiche KI und fortschrittliche Technologien leiten und dabei eng mit dem Team zusammenarbeiten. Das Unternehmen betonte, dass künstliche Intelligenz weiterhin zu seinen höchsten Prioritäten zählt und es sich auf die Umsetzung seiner Technologie- und Produkt-Roadmap für neue KI-Workloads konzentriert.
Kattis Position bei Intel und nun bei OpenAI
OpenAI-Präsident Greg Brockman erklärte auf X, dass Katti eine Recheninfrastruktur entwerfen und aufbauen werde, die die Forschung zur künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) unterstützt und deren Anwendungen für alle erweitert. Katti kam vor etwa vier Jahren zu Intel und arbeitete im Netzwerkbereich, den er schließlich unter dem ehemaligen CEO Pat Gelsinger leitete.

Im April beförderte Tan Katti zum Chief Technology Officer und KI-Chef, als er die Führungsstruktur des Unternehmens verschlankte. Zuvor war Katti fast 15 Jahre lang Professor an der Stanford University.
Intel in Schwierigkeiten
Seit Tans Amtsantritt im März haben mehrere Spitzenmanager Intel verlassen, während das Unternehmen Schwierigkeiten hat, große Kunden für seine Auftragsfertigung von Chips zu gewinnen. Intels Zentralprozessoren werden in Serversystemen für KI eingesetzt, allerdings in geringerem Umfang als die wichtigsten KI-Chips. Intel hat Schwierigkeiten, einen KI-Chip für Rechenzentren zu produzieren, der mit den von Nvidia entwickelten und vom taiwanischen Unternehmen TSMC gefertigten Chips konkurrieren könnte.
Tan beförderte einige Manager, darunter Naga Chandrasekaran, der die Fertigungstochter leitete und nun mehr Verantwortung für die Zusammenarbeit mit externen Kunden der Auftragsfertigung trägt. Zudem holte er neue Führungskräfte von außerhalb, darunter Kevork Kechichian vom Unternehmen Arm, der die Rechenzentrumssparte leiten soll.
Quellen: reuters.com und indianexpress.com



