Integral AI, ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung künstlicher Intelligenz konzentriert, die sich wie Roboter in der realen Welt bewegen kann, hat erfolgreiche Tests eines Modells namens AGI Sandbox bekannt gegeben. Nach Angaben des Unternehmens ist dieses Modell das weltweit erste, das das Niveau einer allgemeinen künstlichen Intelligenz, kurz AGI (Artificial General Intelligence), erreicht. Das bedeutet, dass das System selbstständig neue Fähigkeiten erlernen kann, ohne dafür vorab vorbereitete Datensätze oder menschliche Eingriffe zu benötigen. In den Tests lernten Roboter mit diesem Modell völlig selbstständig und ohne jegliche Aufsicht neue Aufgaben in einer realen Umgebung.
Das Unternehmen definierte AGI anhand von drei zentralen Eigenschaften, die erfüllt sein müssen. Die erste ist das autonome Erlernen von Fähigkeiten, bei dem das System selbstständig neue Aufgaben in unbekannten Bereichen entdeckt und bewältigt. Die zweite Eigenschaft betrifft Sicherheit und Zuverlässigkeit – das Lernen erfolgt ohne Risiken oder unerwartete Probleme. Die dritte ist die Energieeffizienz, was bedeutet, dass der Energieverbrauch beim Lernen gleich hoch oder niedriger ist als bei einem Menschen, der dieselbe Fähigkeit erlernt. Die Ingenieure von Integral AI nutzten diese Parameter während der Entwicklung und der Tests als grundlegende Maßstäbe.
Wer hinter Integral AI steht
Das Team von Integral AI wird von Jad Tarifi und Nima Asgharbeygi geleitet, die zuvor bei Google an generativer Intelligenz arbeiteten. Nach ihrem Weggang von Google zogen sie nach Japan und arbeiten außerhalb des traditionellen Zentrums im Silicon Valley. Jad Tarifi, Geschäftsführer und Mitgründer, bezeichnete diese Ankündigung als technischen Erfolg, der ein neues Kapitel der menschlichen Zivilisation eröffnet. Ihm zufolge besteht das Ziel darin, dieses Modell in Richtung einer Superintelligenz weiterzuentwickeln, die dazu beitragen würde, Freiheit und kollektive Möglichkeiten zu erweitern.
Das Unternehmen ist auf verkörperte AGI spezialisiert, also auf Intelligenz, die in Roboter oder Maschinen integriert ist, die mit der physischen Welt interagieren. Sein Ansatz unterscheidet sich von herkömmlichen KI-Systemen, die häufig auf bestimmte Aufgaben beschränkt sind und von enormen Datenmengen abhängen. Stattdessen ahmt AGI Sandbox die mehrschichtige Struktur des Neokortex nach, jenes Teils des Gehirns, der für das menschliche Denken verantwortlich ist. Diese Architektur ermöglicht es dem System, zu wachsen, Informationen zu abstrahieren, zu planen und als Einheit zu handeln.
Details zur Entwicklung und zu den Tests
Während der Tests erwies sich AGI Sandbox als äußerst anpassungsfähig, insbesondere im Bereich autonomer Roboter. Die Ingenieure beobachteten, wie Roboter mit diesem Modell selbstständig neue Fähigkeiten in einer realen Umgebung erwarben, ohne jegliches menschliches Eingreifen. Das ist ein großer Unterschied zu aktuellen KI-Modellen, die große Datenmengen und menschliche Unterstützung benötigen, um etwas zu lernen.
Die Ankündigung erfolgte am 8. Dezember 2025 und stieß auf großes Interesse, da AGI in der Branche ein seit Langem erwartetes Ziel ist. Viele Experten fragen sich, ob diese Definition von AGI von der breiten Öffentlichkeit akzeptiert werden wird. Integral AI hat AGI nämlich selbst so definiert, dass die Definition zu seinem Modell passt. Das ist ein geschickter Schachzug, doch die Zeit wird zeigen, ob er auch andere überzeugt. In jedem Fall eröffnet dies neue Möglichkeiten in der Robotik, bei denen Maschinen selbstständig, risikofrei und mit geringem Energieverbrauch lernen könnten.
Das Modell AGI Sandbox befindet sich noch in einem frühen Stadium, doch das Unternehmen plant seine Weiterentwicklung hin zu einer vollständig verkörperten Superintelligenz. Jad Tarifi betonte, dass dies die Grundlage für skalierbare und sich selbst verbessernde Systeme sei. Im Vergleich zu anderen Unternehmen wie OpenAI oder DeepMind, die ebenfalls AGI anstreben, konzentriert sich Integral AI auf Sicherheit und Effizienz und geht damit auf Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen von KI ein.
Die Tests bestätigten, dass sich das System intern dynamisch weiterentwickelt, was eine schnelle Anpassung ermöglicht. In Robotikanwendungen zeigte sich die Fähigkeit, unbekannte Probleme ähnlich wie Menschen zu lösen, darunter das Spielen von Spielen oder die Anpassung an neue Situationen. Dieser Ansatz könnte die Entwicklung von KI-Systemen verändern, da er die Abhängigkeit von menschlichen Eingriffen verringert und die Selbstständigkeit erhöht.
Quellen: techedgeai.com und aithority.com



