Apple hat ernsthafte Probleme, Spitzenkräfte im Bereich der künstlichen Intelligenz zu halten. Seit Januar 2025 haben etwa zehn leitende Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, darunter auch der Leiter des Teams für Basismodelle. Viele von ihnen wechselten zu Konkurrenten wie Meta, OpenAI oder Cohere. Ruoming Pang, ein wichtiger Forscher, nahm beispielsweise ein Angebot von Meta im Wert von 200 Millionen Dollar an, was umgerechnet etwa 4,6 Milliarden CZK entspricht. Das KI-Team von Apple besteht nur aus etwa 50 bis 60 Personen, sodass jeder Abgang die Entwicklungsarbeit spürbar schwächt.
Was Apple bei der Personalbeschaffung behindert
Das Unternehmen verfügt über enorme finanzielle Mittel, geht bei den Ausgaben jedoch vorsichtig vor. Es ist ihm nicht gelungen, mit den Angeboten der Konkurrenz gleichzuziehen, was zur Abwanderung von Experten führt. Analysten sprechen von einer Vertrauenskrise hinsichtlich der Zukunft der KI bei Apple. Die Mitarbeiter sehen eine langsamere Einführung neuer Funktionen und interne Meinungsverschiedenheiten über die Strategie. Apple erwägt den Einsatz externer Technologien zur Verbesserung von Siri, was auf Schwächen bei der internen Entwicklung hindeutet. Die Investoren sind frustriert über verschobene Funktionen wie die Integration großer Sprachmodelle, die erst im nächsten Jahr kommen sollen.
Unterdessen treibt Microsoft KI in Windows 11 voran
Auf der anderen Seite macht Microsoft jeden Computer mit Windows 11 zu einem vollwertigen KI-PC. Yusuf Mehdi, Executive Vice President und Leiter des Verbrauchermarketings, kündigte neue Updates an, die Copilot direkt in das System integrieren. Dieser Assistent ermöglicht die Interaktion per Sprache oder Text, versteht den Kontext und führt mit Ihrer Zustimmung Aktionen aus. Mit der Phrase "Hey Copilot" starten Sie beispielsweise eine Unterhaltung, bei der der Computer zuhört und antwortet. Funktionen wie Copilot Voice verdoppeln die Nutzerinteraktion im Vergleich zur Texteingabe, da 68 % der Menschen KI zur Entscheidungsfindung nutzen und Sprache dies erleichtert.
Copilot Vision, das in allen Ländern verfügbar ist, in denen Copilot angeboten wird, analysiert mit Ihrer Erlaubnis die Inhalte auf dem Bildschirm. Es kann Ratschläge bei der Bearbeitung von Dokumenten in Word, Excel oder PowerPoint geben, bei kreativen Projekten helfen oder durch Spiele navigieren. Es zeigt beispielsweise, wo Sie für eine bestimmte Aufgabe klicken müssen, oder bewertet einen Reiseplan. Eine Textversion für diejenigen, die lieber schreiben, soll bald folgen. Copilot Actions erweitert die Möglichkeiten auf lokale Dateien – beispielsweise sortiert es Urlaubsfotos oder extrahiert Daten aus PDF-Dateien. All dies läuft im Hintergrund, während Sie andere Dinge erledigen.
Integration in die Taskleiste und Neuigkeiten für Gamer
Microsoft hat die Taskleiste überarbeitet, um den Zugriff auf Copilot zu erleichtern. Mit einem Klick starten Sie die Sprach- oder visuelle Unterstützung, was die Suche nach Dateien und Einstellungen beschleunigt. Im Gaming-Bereich kommt Gaming Copilot auf Geräte wie ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X, die gemeinsam mit ASUS entwickelt wurden. Durch langes Drücken einer Taste erhalten Sie direkt im Spiel Tipps und Empfehlungen, ohne es verlassen zu müssen. Dies verbindet Xbox, Windows und Copilot für ein besseres Spielerlebnis unterwegs.
Sicherheit ist entscheidend – Copilot Actions ist standardmäßig deaktiviert und Sie können die Funktion anhalten oder ihren Fortschritt verfolgen. Microsoft führt diese Funktionen schrittweise ein und beginnt bei Windows Insidern, um Feedback zu sammeln. Die Updates sind über den Microsoft Store verfügbar. Für Unternehmen stehen Partner wie CDW oder ComputaCenter bereit.
Quellen: windowscentral.com, blogs.windows.com und theinformation.com



