Amazon, einer der größten Arbeitgeber der Welt, steht vor einer großen Veränderung in seinen Lagern. Laut durchgesickerten internen Dokumenten könnte das Unternehmen bis 2033 bis zu 600.000 Arbeitsplätze durch Roboter ersetzen. Dieser Plan betrifft vor allem die Automatisierung von Lagerabläufen, bei denen Roboter den Großteil der Aufgaben übernehmen würden. Die Dokumente deuten darauf hin, dass Amazon in künstliche Intelligenz und Automatisierung investiert, um den wachsenden Produktabsatz zu bewältigen und die Arbeitskosten zu senken.
Umfang der Automatisierung
Den durchgesickerten Unterlagen zufolge könnte Amazon bis zu 75 % der Abläufe in seinen Lagern automatisieren. Das bedeutet, dass viele Stellen, die heute von Menschen besetzt sind, unbesetzt bleiben oder von Maschinen übernommen werden könnten. In den Fulfillment-Centern beispielsweise, in denen Sendungen verpackt und versandt werden, könnten Roboter den Großteil der Arbeit erledigen. Das Unternehmen erwartet, dadurch seinen Umsatz bis 2033 verdoppeln zu können, ohne Hunderttausende neue Mitarbeiter einstellen zu müssen. Diese Strategie würde dazu beitragen, die Kosten in einer Zeit unter Kontrolle zu halten, in der die Nachfrage nach schnellen Lieferungen steigt.
Amazon hat diese Berichte zurückgewiesen. Laut einer offiziellen Stellungnahme sind die Dokumente unvollständig und spiegeln nicht die Gesamtstrategie des Unternehmens wider. Das Unternehmen erklärt, dass Technologie und Automatisierung die menschliche Arbeit eher ergänzen als vollständig ersetzen sollen. In der Praxis zeigt sich dennoch, dass Amazon bereits jetzt in vielen seiner Einrichtungen Roboter einsetzt, wodurch der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft bei sich wiederholenden Tätigkeiten wie dem Sortieren von Paketen oder dem Transportieren von Waren sinkt.
Auswirkungen auf Beschäftigte und Branche
Dieser Trend betrifft nicht nur Amazon, sondern den gesamten Logistiksektor. Verfügbaren Berichten zufolge könnte die Automatisierung bis 2027 bis zu 160.000 neue Arbeitsplätze betreffen. Beschäftigte in Lagern könnten mit weniger Beschäftigungsmöglichkeiten konfrontiert werden, während Roboter für schnellere und effizientere Abläufe sorgen würden. In einem Bericht von Fox Business wird beispielsweise erwähnt, dass Amazon seine führende Position behaupten will, indem es sich bei der Auftragsabwicklung auf künstliche Intelligenz konzentriert.
Amazon betont, dass Roboter bei gefährlichen oder monotonen Aufgaben helfen sollen, was die Sicherheit der verbleibenden Beschäftigten verbessern könnte. Diese Veränderung könnte Vorteile in Form einer höheren Produktivität mit sich bringen, wirft jedoch zugleich Fragen darüber auf, wie sich Menschen an neue Rollen anpassen werden. Das Unternehmen plant, Roboter weiterhin schrittweise einzusetzen, um Betriebsstörungen zu minimieren.
Quelle: nytimes.com



