OpenAI hat Sora 2 Ende September 2025 veröffentlicht, und die Plattform wurde sofort zum Hit. Innerhalb von nur 24 Stunden erreichte sie im Apple Store in den USA und Kanada den ersten Platz und überholte sogar Apps wie Gemini oder ChatGPT. Dieser schnelle Erfolg sorgte für ein enormes Interesse bei Nutzern, die Videos mit Figuren wie Pikachu oder Mario, aber auch mit Abbildern von Prominenten wie Michael Jackson oder Bob Ross erstellen. Die Plattform wurde mit solchen Videos überschwemmt, was Fragen zum Urheberrecht und zur Verwendung geschützter Inhalte aufwarf.
Sora 2 bietet fortschrittliche Funktionen wie synchronisierte Dialoge und Soundeffekte, eine verbesserte Physik und eine höhere Konsistenz über mehrere Aufnahmen hinweg. Die Videogenerierung ist realistischer und besser steuerbar geworden, was Tausende von Nutzern anzog. Die App ist derzeit nur für iOS in den USA und Kanada verfügbar, doch geplant ist eine Erweiterung auf das Web und eine API. OpenAI hat sichtbare Wasserzeichen und integrierte Content-Credentials-Metadaten (C2PA) zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten hinzugefügt.

Umstellung auf Opt-in-Kontrollen
OpenAI-CEO Sam Altman kündigte in einem Blogbeitrag wichtige Änderungen beim Umgang mit Urheberrechten an. Ursprünglich basierte das System auf dem Opt-out-Prinzip, bei dem Rechteinhaber die Verwendung ihrer Figuren aktiv untersagen mussten. Nun wird es auf ein Opt-in-Modell umgestellt, bei dem Rechteinhaber der Verwendung ihrer Figuren ausdrücklich zustimmen müssen und genaue Bedingungen festlegen können. Dieses differenzierte System ermöglicht es Kreativen, zu entscheiden, wie genau ihre Figuren genutzt werden dürfen, einschließlich eines vollständigen Verbots.
Altman erwähnte, dass viele Rechteinhaber von dieser neuen Form interaktiver Fan-Kreationen begeistert seien, die einen Mehrwert schaffen könne. OpenAI würdigt die außergewöhnliche Kreativität aus Japan, wo die Verbindung zwischen Nutzern und Inhalten besonders stark ist. Dennoch geht das Unternehmen davon aus, dass einige Generierungen durchrutschen könnten, und plant weitere Anpassungen zur Verbesserung des Systems. Ziel ist es, für alle denselben Standard anzuwenden und die Rechteinhaber entscheiden zu lassen.
Pläne zur Umsatzbeteiligung
Eine weitere große Änderung ist die Notwendigkeit, die Videogenerierung zu monetarisieren, da die Nutzer deutlich mehr Inhalte erstellen als erwartet, häufig für ein kleines Publikum. OpenAI plant, einen Teil der Einnahmen mit Rechteinhabern zu teilen, die die Generierung ihrer Figuren erlauben. Dieses Modell soll durch nutzergenerierte Inhalte (UGC) einen Mehrwert für die ursprünglichen Kreativen schaffen und zugleich die Plattform monetarisieren.
Das genaue Modell muss noch getestet werden, doch der Start ist für die nahe Zukunft geplant. Altman hofft, dass die neue Form der Beteiligung noch wertvoller sein wird als die Umsatzbeteiligung selbst, strebt jedoch beides an. Diese Änderungen folgen auf eine Woche, die an den Wilden Westen erinnerte und von Fragen zum Urheberrecht im KI-Zeitalter geprägt war, auf die die Rechtssysteme noch nicht vollständig vorbereitet sind.
Häufige Anpassungen
OpenAI erwartet schnelle Änderungen, ähnlich wie in den frühen Tagen von ChatGPT. Das Unternehmen wird sowohl gute Entscheidungen treffen als auch Fehler machen, verspricht jedoch schnelle Korrekturen auf Grundlage von Feedback. Änderungen an der Sora-App sollen konsequent auch auf andere Produkte übertragen werden. Dieser Ansatz reagiert auf die Bedenken Hollywoods und anderer Studios, die in KI sowohl eine Chance als auch ein Risiko sehen. Sora 2 setzt damit einen neuen Standard für den verantwortungsvollen Einsatz von KI bei der Videoerstellung, bei dem Innovation und der Schutz von Rechten aufeinandertreffen.



