Alexandr Wang: Junger KI-Visionär, der den nächsten „Bill Gates“ voraussagt

Alexandr Wang: Junger KI-Visionär, der den nächsten „Bill Gates“ voraussagt

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
25. 9. 2025
3 Minuten Lesezeit
Alexandr Wang: Junger KI-Visionär, der den nächsten „Bill Gates“ voraussagt

Alexandr Wang: Junger KI-Visionär, der den nächsten „Bill Gates“ voraussagt

Alexandr Wang, der 28-jährige Gründer von Scale AI, der im Alter von 24 Jahren zum jüngsten Selfmade-Milliardär wurde, leitet nun ein ehrgeiziges Projekt bei Meta AI. In seinen ersten 60 Tagen stellte er dort ein 100-köpfiges Team zusammen, das er als kleiner und talentierter als andere Labore beschrieb. Sein Ziel ist klar: Superintelligenz zu erreichen. Wang, der dank KI zum Milliardär wurde, sieht die Gegenwart als entscheidenden Moment für junge Menschen. Ihm zufolge wird der nächste Bill Gates ein 13-jähriger Junge oder ein 13-jähriges Mädchen sein, die ihre Zeit derzeit mit intuitivem Programmieren verbringen – also natürliche Sprache verwenden, um KI-Tools zu steuern, anstatt herkömmlichen Code zu schreiben.

Eine Chance für eine ganze Generation im Bereich KI

Wang ist überzeugt, dass der gesamte Code, den er je geschrieben hat, innerhalb von fünf Jahren durch die Ausgaben von KI-Modellen ersetzt werden wird. Das habe ihn nach seinen eigenen Worten zu einem radikalen Verfechter des intuitiven Programmierens gemacht. Entscheidend ist nicht die Beherrschung einer bestimmten Programmiersprache, sondern das Experimentieren mit KI-Tools. „Wenn du 13 Jahre alt bist, solltest du deine gesamte Zeit dem intuitiven Programmieren widmen“, sagte er kürzlich in einem Interview mit TBPN. Kinder der Generation Alpha haben einen Vorteil: Zeit und die Freiheit, in neue Technologien einzutauchen. Anders als früher, als Teenager mit dem Weiterverkauf von Turnschuhen oder dem Betrieb von Minecraft-Servern Geld verdienten, sollten sie sich heute auf KI konzentrieren. Wang vergleicht dies mit den Anfängen der Computerrevolution, als Bill Gates und Mark Zuckerberg sich durch das Experimentieren mit frühen Computern einen enormen Vorteil verschafften. „Dieser Moment findet genau jetzt statt, und diejenigen, die am meisten Zeit damit verbringen, werden in der künftigen Wirtschaft einen Vorsprung haben“, fügt er hinzu.

Metas Ambitionen: Von Modellen zur Superintelligenz

Bei Meta leitet Wang ein Team, das in drei Säulen gegliedert ist: Forschung, Produkte und Infrastruktur. Die Forschung konzentriert sich auf Modelle, die seiner Ansicht nach letztlich Superintelligenz erreichen werden. Der Produktbereich sorgt dafür, dass diese Modelle über Metas Plattformen Milliarden von Nutzern erreichen. Die Infrastruktur wiederum baut die größten Rechenzentren der Welt. Wang schätzt, dass Meta über ein einzigartiges Geschäftsmodell verfügt, das Investitionen von Hunderten Milliarden Dollar in Rechenleistung ermöglicht. Bei der Hardware ist er besonders von den neuen intelligenten Brillen begeistert, die er als ideales Medium für Superintelligenz betrachtet. „Es wird sich wie eine Steigerung der kognitiven Fähigkeiten anfühlen: Man gewinnt 100 IQ-Punkte, indem man die Superintelligenz direkt bei sich hat“, erklärt Wang.

Intuitives Programmieren als neue Realität

Intuitives Programmieren bedeutet, eine Absicht in natürlicher Sprache zu beschreiben und die KI funktionsfähige Prototypen erstellen zu lassen. Dieser Ansatz verbreitet sich unter den führenden Köpfen des Silicon Valley. Sebastian Siemiatkowski von Klarna sagte, dass er Ideen nun innerhalb von 20 Minuten testet, statt dafür wochenlange Entwicklungsarbeit zu benötigen. Sundar Pichai von Google verriet, dass KI mehr als 30 % des neuen Codes in seinem Unternehmen generiert, und bezeichnete dies als den größten Sprung bei der Softwareentwicklung seit 25 Jahren. Für Wang ist dies nicht nur ein Trick zur Produktivitätssteigerung, sondern eine Veränderung der Rolle des Ingenieurs. „Die Rolle des Ingenieurs ist heute völlig anders als früher“, stellt er fest. Deshalb drängt er junge Menschen dazu, so früh wie möglich ein intuitives Verständnis zu entwickeln, indem sie mit KI-Tools an den Grenzen ihrer Möglichkeiten experimentieren. Dadurch öffnen sich die Türen zu großen Erfolgen in der KI-Welt.

Quelle: fortune.com

Kategorie:KI
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