Was verbirgt sich hinter dem von der EU veröffentlichten AI Code of Practice und warum wird Meta ihn nicht unterzeichnen?
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der künstliche Intelligenz (KI) schneller wächst als je zuvor, Europa jedoch versucht, sie mit Regeln zu bändigen. Genau jetzt geschieht etwas Interessantes: Das Unternehmen Meta, das hinter Facebook und Instagram steht, hat beschlossen, den freiwilligen EU AI Code of Practice nicht zu unterzeichnen. Dieser Schritt wirft Fragen über die Zukunft der KI-Regulierung in Europa auf. Sehen wir uns das anhand der verfügbaren Informationen aus relevanten Quellen Schritt für Schritt genauer an. Alles, was ich hier beschreibe, beruht direkt auf verifizierten Details – keine Spekulationen, nur Fakten.
Was ist zwischen Meta und dem EU-KI-Kodex passiert?
Nach Informationen des Portals The Information hat Meta beschlossen, den EU AI Code of Practice nicht zu unterzeichnen. Dieses Dokument ist eine freiwillige Sammlung von Leitlinien, die Unternehmen dabei helfen soll, das neue europäische KI-Gesetz (AI Act) einzuhalten. Meta könnte als wichtiger Akteur im KI-Bereich zu den zentralen Unterzeichnern gehören, hat sich jedoch für den entgegengesetzten Weg entschieden. Der Titel des Artikels bei The Information lautet eindeutig: „Meta wird den AI Code of Practice der EU nicht unterzeichnen“. Dies deutet darauf hin, dass Meta in diesem Kodex potenzielle Probleme sieht, die Innovationen bremsen könnten. Schon der Titel und der Kontext weisen auf wachsende Spannungen zwischen Technologiekonzernen und europäischen Regulierungsbehörden hin.
Diese Haltung kommt nicht von ungefähr. Joel Kaplan, Vizepräsident von Meta, teilte auf LinkedIn einen Beitrag mit dem Titel „Europa schlägt bei seinen Maßnahmen den falschen Weg ein“. Darin warnt er davor, dass Europa bei der Regulierung von KI den falschen Weg einschlagen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gegenüber den USA oder China schwächen könnte. Kaplan betont, dass zu strenge Regeln dazu führen könnten, dass Europa bei der KI-Entwicklung zurückbleibt. Der Beitrag ist Teil einer breiteren Debatte, in der Meta Bedenken hinsichtlich einer Bürokratie äußert, die Innovationen ersticken und Entwicklern Probleme bereiten könnte.
Was genau ist der EU AI Code of Practice?
Nun kommen wir zum Kern der Sache – was ist eigentlich dieser bekannte EU AI Code of Practice? Dieser Kodex ist eine Sammlung freiwilliger Leitlinien, die am 10. Juli 2025 von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurde. Sein Ziel ist es, Anbietern von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI – general-purpose AI) dabei zu helfen, die Anforderungen des AI Act einzuhalten, insbesondere während der Übergangszeit von August 2025 bis August 2027 oder darüber hinaus, bis verbindliche Standards in Kraft treten.
Der Kodex wurde in einem Multi-Stakeholder-Prozess entwickelt, an dem sich fast 1.000 Interessengruppen beteiligten – von unabhängigen Experten über Modellanbieter und Vertreter der EU-Mitgliedstaaten bis hin zur Zivilgesellschaft. Der Prozess wurde vom Europäischen Amt für künstliche Intelligenz (European AI Office) unterstützt. Es handelt sich nicht um ein verbindliches Gesetz, sondern um ein freiwilliges Instrument, mit dem Unternehmen die Einhaltung des AI Act nachweisen können. Wenn ein Unternehmen ihn unterzeichnet, kann dies den Verwaltungsaufwand verringern und für mehr Rechtssicherheit sorgen.
Der Kodex gliedert sich in drei Hauptabschnitte:
- Transparenz: Sie gilt für alle Anbieter von GPAI-Modellen. Im Mittelpunkt stehen klare Informationen darüber, wie die Modelle funktionieren, einschließlich der Daten, die für das Training verwendet wurden.
- Urheberrecht: Dieser Abschnitt gilt ebenfalls für alle Anbieter und behandelt die Frage, wie beim Training von KI mit Daten das Urheberrecht gewahrt werden kann.
- Sicherheit und Schutz: Dieser Abschnitt betrifft nur Modelle mit potenziellem systemischem Risiko – also solche, die aufgrund ihrer breiten Einsetzbarkeit oder hohen Leistungsfähigkeit die Gesundheit, Sicherheit oder Grundrechte von Menschen gefährden könnten.
Ziel des Kodex ist es, in Europa ein „menschenzentriertes, vertrauenswürdiges und sicheres KI-Ökosystem“ zu schaffen, das Innovationen fördert, zugleich aber Rechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit schützt. Das Europäische Amt für künstliche Intelligenz wird den Kodex prüfen und kann ihn formell genehmigen. Unternehmen wie Anthropic haben bereits ihre Unterstützung bekundet, Meta hält sich jedoch zurück, was die unterschiedlichen Herangehensweisen unterstreicht.
Weitere Informationen und breiterer Kontext
Zum Thema Meta und EU-Kodex habe ich das Internet durchsucht und weitere relevante Details gefunden. So ist der Kodex beispielsweise kein endgültiger Nachweis für die Einhaltung der Vorschriften – die Unternehmen müssen weiterhin sämtliche Anforderungen des AI Act erfüllen. Er wird durch weitere Leitlinien der Kommission zu zentralen GPAI-Konzepten ergänzt. Quellen wie die Website der Europäischen Kommission (digital-strategy.ec.europa.eu) betonen, dass der Kodex vor allem bei Modellen mit systemischem Risiko hilfreich ist, deren missbräuchliche Nutzung zu erheblichen Problemen führen könnte.
Im Zusammenhang mit Kaplans LinkedIn-Beitrag werden Bedenken laut, dass Europa im globalen KI-Wettlauf zurückfallen könnte. Während beispielsweise die USA und China ohne derart strenge Regulierungen massiv in KI investieren, versucht die EU, ein Gleichgewicht zu finden. Meta sieht als US-amerikanisches Unternehmen darin ein Risiko für seine Aktivitäten in Europa. Weitere Quellen wie die Website artificialintelligenceact.eu bestätigen, dass der Kodex für die Übergangszeit von entscheidender Bedeutung ist und Transparenz, Sicherheit sowie die Achtung des Urheberrechts fördert.



