Warum ist Google der König der künstlichen Intelligenz? Experte Gavin Baker erklärt

Warum ist Google der König der künstlichen Intelligenz? Experte Gavin Baker erklärt

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
25. 11. 2025
3 Minuten Lesezeit
Warum ist Google der König der künstlichen Intelligenz? Experte Gavin Baker erklärt

Gavin Baker, Investor und Analyst, teilte auf seinem X-Konto (ehemals Twitter) einen Beitrag, der einen optimistischen Blick auf den Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) bietet. In diesem Text konzentriert er sich auf die wichtigsten Trends, die seiner Ansicht nach den gesamten Sektor prägen. Seine Überlegungen basieren auf aktuellen Ereignissen in der Technologiewelt und unterstreichen, warum wir „dem Prozess vertrauen“ sollten – also den laufenden Entwicklungen ohne unnötige Sorgen vertrauen sollten.

Baker beginnt mit den Basismodellen der KI – das sind jene großen Systeme, die als Grundlage für verschiedene Anwendungen dienen. Sollten diese Modelle nicht zu einer Massenware werden (also zu etwas, das allgemein verfügbar und für alle günstig ist), wird sich das Kräfteverhältnis seiner Ansicht nach noch stärker zugunsten der Vereinigten Staaten verschieben. Warum? Weil die führenden Labore in den USA über interne Fähigkeiten verfügen, die das öffentlich Verfügbare wahrscheinlich übertreffen. Das bedeutet, dass amerikanische Unternehmen bei Qualität und Innovation einen Vorsprung haben.

Darüber hinaus geht Baker davon aus, dass sich der Leistungsunterschied zwischen proprietären Modellen (also solchen, die bestimmten Unternehmen gehören und nicht frei verfügbar sind) und Open-Source-Modellen weiter vergrößern wird. Dieser Trend dürfte mit der Einführung der neuen Blackwell-Chips von Nvidia einsetzen. Diese Chips wurden speziell für KI-Aufgaben entwickelt und sollen deutliche Verbesserungen bei Geschwindigkeit und Effizienz bringen. Baker erwähnt außerdem, dass die amerikanischen Exportverbote für Chips ab dem kommenden Jahr die chinesischen Bestrebungen im Bereich der Open-Source-KI zunehmend einschränken werden. Dies verschafft den USA einen weiteren Vorteil, da China einen schwierigeren Zugang zu der benötigten Technologie haben wird.

Oligopol bei geschlossenen Modellen

Der nächste Teil von Bakers Beitrag befasst sich mit der Marktstruktur. Er beschreibt den Wettbewerb bei geschlossenen Basismodellen als ein „Oligopol der vier Pferde“ – also als eine Situation, in der der Markt nur von wenigen Akteuren beherrscht wird. Unter ihnen ist Google ($GOOG) das einzige große, vollständig börsennotierte Unternehmen, das ein direktes Engagement in diesem Segment ermöglicht. Das bedeutet, dass Anleger, die über Aktien auf KI setzen möchten, mit Google eine solide Wahl haben.

Baker geht noch weiter und behauptet, Google sei die attraktivste langfristige Investition unter den sogenannten „Mag 7“ – einer Gruppe von sieben großen Technologiegiganten wie Apple, Amazon, Meta, Microsoft, Nvidia, Tesla und eben Google. Der Grund? Enorme Investitionen in die Infrastruktur. Google gibt Milliarden für Rechenzentren, Server und weitere für KI benötigte Anlagen aus. Das verschafft dem Unternehmen einen Effizienzvorsprung.

Kosten pro Token: Eine zentrale Kennzahl, bei der Google führend ist

Eine der wichtigsten Kennzahlen, die Baker hervorhebt, sind die Kosten pro Token. Ein Token ist in der KI-Welt eine grundlegende Dateneinheit – etwa ein Wort oder ein Satzteil, das beziehungsweise den ein Modell verarbeitet. Baker zufolge ist Google in diesem Bereich gerade wegen seiner massiven Infrastrukturausgaben führend. Niedrigere Kosten pro Token bedeuten, dass Google KI-Dienste günstiger und effizienter als die Konkurrenz anbieten kann. Das ist besonders in einer Zeit wichtig, in der KI zum Bestandteil alltäglicher Anwendungen wie Suchmaschinen oder Assistenten wird.

Baker kritisiert zudem die vorherrschende Ansicht, Google sei bei KI ein „Verlierer“. Seiner Meinung nach ist diese Vorstellung immer weniger begründet. Mit der Entwicklung des Marktes zeigt sich, dass Google eine starke Position einnimmt, was seiner langjährigen Präsenz in der Technologiewelt zu verdanken ist. Seine Investitionen in die Infrastruktur sind nicht nur kurzfristig angelegt, sondern schaffen die Grundlage für langfristigen Erfolg. Und mit seinem neuen Modell Gemini 3 ist das Unternehmen erneut an die sprichwörtliche Spitze zurückgekehrt.

Es gibt keine KI-Blase, wir stehen erst am Anfang

Baker beendet seinen Beitrag positiv: Seiner Ansicht nach droht keine KI-Blase. Stattdessen befinden wir uns erst in den frühen Phasen einer großen Transformation. Der Sektor entwickelt sich weiterhin, und Trends wie der wachsende Leistungsunterschied, die technologischen Vorteile der USA und die Dominanz von Unternehmen wie Google deuten darauf hin, dass die Chancen enorm sind. Sein Rat, „dem Prozess zu vertrauen“, bedeutet, dass wir diesen Entwicklungen vertrauen und wegen kurzfristiger Schwankungen nicht in Panik geraten sollten.

Kategorie:KI
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