Neue Analyse von 900.000 Webseiten zeigt dramatischen Anstieg der Nutzung künstlicher Intelligenz bei der Inhaltserstellung
Das Unternehmen Ahrefs, ein bekannter Anbieter von SEO-Tools und Analyselösungen, veröffentlichte im Mai 2025 eine umfangreiche Studie, die interessante Einblicke in den aktuellen Zustand von Webinhalten bietet. Die Forschenden analysierten beeindruckende 900.000 neu erstellte englischsprachige Webseiten, wobei aus jeder Domain nur eine Seite ausgewählt wurde, um die Repräsentativität der Stichprobe zu gewährleisten. Alle untersuchten Seiten wurden im April 2025 vom Ahrefs-Crawler erfasst. Mithilfe eines eigenen KI-Inhaltsdetektors namens "bot_or_not" stellte das Unternehmen fest, dass erstaunliche 74,2 % der neuen Webseiten irgendeinen Anteil an von künstlicher Intelligenz generierten Inhalten enthalten. Diese Erkenntnis stellt eine grundlegende Veränderung im digitalen Ökosystem dar und bestätigt, dass KI zu einem unverzichtbaren Bestandteil der modernen Inhaltserstellung geworden ist.
Detaillierte Ergebnisse
Eine detailliertere Analyse der Ergebnisse offenbart noch interessantere Nuancen dahingehend, wie genau KI bei der Erstellung von Webinhalten eingesetzt wird. Von der Gesamtzahl der untersuchten Seiten wurden lediglich 2,5 % als "rein KI-generierte" Inhalte klassifiziert, also als Material, das nahezu vollständig von künstlicher Intelligenz ohne nennenswerte menschliche Überarbeitung erstellt wurde. Am anderen Ende des Spektrums wurden 25,8 % der Seiten als "rein menschlich" identifiziert, also ohne bedeutende Spuren einer Beteiligung von KI-Technologien. Die größte Kategorie bildeten jedoch hybride Seiten, die von Menschen und KI generierte Inhalte kombinierten – insgesamt waren es 71,7 %. Diese Daten zeigen deutlich, dass vollständig automatisierte Inhalte, die ausschließlich von künstlicher Intelligenz erstellt werden, zwar weiterhin relativ selten sind, die überwältigende Mehrheit der neuen Webinhalte jedoch inzwischen ein gewisses Maß an Unterstützung durch generative KI umfasst.
Die Studie von Ahrefs geht noch weiter und liefert eine detailliertere Aufschlüsselung dieser hybriden Fälle nach dem Umfang der Beteiligung künstlicher Intelligenz. Ungefähr 25,86 % der Seiten wiesen eine moderate KI-Nutzung auf, bei der künstliche Intelligenz zu 11–40 % des Seiteninhalts beitrug. Ungefähr 20,50 % der Seiten zeigten eine erhebliche Nutzung von KI-Technologien, wobei der KI-Anteil 41–70 % des Inhalts ausmachte. Weitere 15,51 % der Seiten wiesen eine dominante, aber nicht ausschließliche Urheberschaft der künstlichen Intelligenz auf, wobei KI 71–99 % des Inhalts ausmachte. Diese granularen Daten bieten wertvolle Einblicke in die verschiedenen Arten, wie Content-Ersteller KI in ihre Arbeitsabläufe integrieren – von der Nutzung von KI als Hilfsmittel zur Erstellung von Entwürfen und Abschnitten über die Zusammenfassung von Recherchen bis hin zum Umschreiben von Texten.

Was bedeutet das?
Diese dramatische Verschiebung hin zur Nutzung künstlicher Intelligenz bei der Inhaltserstellung wird laut den Forschenden von Ahrefs vor allem durch die breite Integration und einfache Nutzung generativer Tools auf verschiedenen Plattformen vorangetrieben. Ob Google Docs, Gmail, Slack, LinkedIn oder andere beliebte Dienste – generative KI ist inzwischen in viele alltäglich genutzte Tools integriert, was ihren Einsatz bei der Inhaltserstellung erheblich erleichtert. Wie die Studie selbst anmerkt: "Fast drei Viertel der von uns analysierten Seiten enthielten KI-Inhalte ... Die Nutzung generativer KI bei der Inhaltserstellung wird schnell zum Standard." Dieser Trend wird zusätzlich durch die Tatsache unterstützt, dass laut Umfragen etwa 87 % der professionellen Marketingfachleute angeben, irgendeine Form generativer KI zur Erstellung oder Unterstützung bei der Erstellung ihrer digitalen Inhalte zu verwenden.
Die Ergebnisse der Ahrefs-Studie haben grundlegende Auswirkungen auf die Zukunft von Webinhalten und digitalem Marketing. Annähernd 74 Prozent (also drei von vier) der neu veröffentlichten Webseiten enthalten inzwischen zumindest einen gewissen Anteil an von künstlicher Intelligenz generiertem Material. Wichtig ist anzumerken, dass diese Zahl auf einer direkten Erkennung mithilfe der ausgefeilten Tools von Ahrefs beruht und nicht auf bloßen Spekulationen. Die überwältigende Mehrheit der Inhalte stellt eine hybride Leistung dar, die sowohl menschliche als auch maschinelle Beiträge kombiniert. Diese Daten signalisieren eindeutig eine bedeutende Entwicklung hin zu einem Internet, in dem der Großteil des neu erstellten schriftlichen Materials zumindest teilweise durch Werkzeuge der künstlichen Intelligenz erstellt oder geprägt wird.
Es ist bemerkenswert, wie schnell generative KI zu einem alltäglichen Bestandteil des Inhaltserstellungsprozesses geworden ist. Während diese Technologien vor einigen Jahren noch als experimentell galten und ihre Nutzung begrenzt war, zeigen die heutigen Daten, dass sie zu einem Standardwerkzeug für Content-Ersteller aller Art geworden sind. Dennoch ist offensichtlich, dass vollständig automatisierte Inhalte ohne menschliche Kontrolle weiterhin eine Randerscheinung darstellen – lediglich 2,5 % der Seiten wurden als "rein KI-generiert" identifiziert. Dies deutet darauf hin, dass trotz der Fortschritte bei generativen KI-Technologien menschliche Kontrolle, Bearbeitung und kreativer Input weiterhin entscheidende Aspekte einer hochwertigen Inhaltserstellung sind. KI erweist sich somit vorerst in erster Linie als leistungsfähiger Partner und nicht als Ersatz für menschliche Kreativität und Fachkompetenz.



