Roboter, die auch offline funktionieren – Google stellt revolutionäres KI-Modell ohne Internetverbindung vor
Stellen Sie sich einen Roboter vor, der Sie versteht, Gegenstände handhaben und sich an Ihre Sprachbefehle anpassen kann – und das alles ohne Verbindung zum Internet. Klingt das nach Science-Fiction? Irrtum! Genau das ist dem Unternehmen Google DeepMind nun mit seiner neuen Version des robotischen KI-Modells Gemini Robotics gelungen.
Gemini Robotics On-Device: KI-Modell ohne Cloud-Verbindung
Die neue Version des Modells Gemini Robotics funktioniert nach demselben Prinzip wie der vorherige VLA-Typ (Vision-Language-Action). Dieses Prinzip des Sehens, Verstehens von Sprache und Handelns sorgt dafür, dass der Roboter nicht nur sieht, was Sie tun und was Sie ihm sagen, sondern auch entsprechend handeln kann. Die neue Version Gemini Robotics On-Device ist darüber hinaus für den direkten Betrieb auf robotischen Geräten ohne Internetverbindung optimiert.
Während die Verarbeitung von Befehlen bisher von entfernten Servern übernommen wurde, geschieht dies nun direkt auf der Hardware des Roboters. Das ermöglicht schnelle Reaktionen auch an Orten mit instabiler oder fehlender Internetverbindung sowie ein höheres Maß an Privatsphäre und Sicherheit.
Verbesserte Fähigkeiten und schnelles Lernen
Vergleichstests zufolge ist das bisherige cloudbasierte Modell noch immer leistungsfähiger, die Ergebnisse liegen jedoch sehr dicht beieinander. Das zeigt, dass die Offline-Funktionen bereits jetzt ein sehr hohes Niveau erreicht haben.
Gemini Robotics On-Device ist zudem nicht nur deshalb revolutionär, weil es direkt auf Robotern läuft, sondern auch, weil es sehr schnell lernen kann. Es ist nämlich in der Lage, neue Situationen zu verallgemeinern, neue Dinge zu verstehen und unmittelbar darauf zu reagieren.

Verbesserte Reaktion auf Befehle
Ein Roboter mit dem KI-Modell Gemini Robotics On-Device kann von Anfang an vorab erlernte Aufgaben ausführen. Er kann sich jedoch auch an Aufgaben anpassen, für die er ursprünglich nicht trainiert wurde, und auf neue Anweisungen reagieren.
Um eine neue Aufgabe zu verstehen und korrekt auszuführen, benötigt er lediglich etwa 50–100 Beispiele. Gemini Robotics On-Device ist daher besonders nützlich für Anwendungsfälle, die schnelle Reaktionen auf Befehle und die Anpassung an neue Situationen erfordern. Und das alles ohne Verbindung zum Internet.
Auf Robotern trainiert
Gemini Robotics On-Device wird auf dem Roboter ALOHA trainiert, kann sich jedoch auch an weitere Modelle anpassen. Seine Fähigkeiten wurden ebenfalls beim Training auf dem humanoiden Roboter Apollo von Apptronik sowie auf dem zweiarmigen Roboter Franka FR3 bestätigt.
Den verfügbaren Demonstrationen zufolge können Roboter mit diesem On-Device-Modell verschiedenste Befehle ausführen, die feinmotorische Fähigkeiten erfordern, darunter:
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das Zusammenlegen von Kleidung,
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das Legen von Obst in eine Schüssel,
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das Aufräumen der Arbeitsfläche,
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das Öffnen eines Reißverschlusses
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oder das Verstauen von Gegenständen in einer Tasche.

Entwicklung und Tests
Google DeepMind stellt ein SDK für Entwickler bereit und ermöglicht es, das Modell an bestimmte Roboter anzupassen – vorerst jedoch nur seinen ausgewählten Partnern sowie sorgfältig ausgewählten und vertrauenswürdigen Testern. Ziel dieses Schrittes ist es, Sicherheit und Einsatzmöglichkeiten schrittweise zu überprüfen, bevor das Modell einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Gemini Robotics On-Device stellt einen bedeutenden Schritt hin zur Autonomie von Robotern dar. Dieses neue KI-Modell kann nämlich offline innerhalb des Roboters ausgeführt werden und sich dennoch flexibel an neue Aufgaben anpassen.
Quelle: Google DeepMind, The Verge, TechCrunch



