Sam Altman verkündete eine Nachricht, die die gesamte Tech-Welt in Aufruhr versetzte. Peter Steinberger, österreichischer Entwickler und Schöpfer des viralen KI-Agenten OpenClaw, schließt sich OpenAI an. Und mehr noch – sein Projekt bleibt Open Source und wird unter dem Dach einer neuen Stiftung weitergeführt, die von OpenAI unterstützt wird. „Peter schließt sich OpenAI an, um die nächste Generation persönlicher Agenten zu leiten“, schrieb Altman auf X. Begeistert fuhr er fort: „Er ist ein Genie mit einer Menge großartiger Ideen über die Zukunft hochintelligenter Agenten, die miteinander kommunizieren und wirklich nützliche Dinge für Menschen erledigen werden.
Von Clawdbot über Moltbot zu OpenClaw
Steinbergers Projekt hat eine turbulente Entwicklung hinter sich. Es begann im November als Clawdbot. Dann drohte Anthropic wegen der Ähnlichkeit mit seinem Claude mit rechtlichen Schritten, und Moltbot war geboren. Schließlich entschied sich der Entwickler für OpenClaw, weil ihm dieser Name einfach besser gefiel. Innerhalb weniger Wochen wurde das Projekt zu einem Phänomen. Mehr als 100.000 Sterne auf GitHub. Zwei Millionen Besucher in nur einer Woche. Menschen auf der ganzen Welt begannen, den KI-Assistenten zu nutzen, der E-Mails verwalten, Versicherungsangelegenheiten erledigen, Sie für Flüge einchecken und unzählige weitere Aufgaben bewältigen kann.
Was macht OpenClaw so besonders? Es ist nicht nur ein Chatbot, der Fragen beantwortet. Es ist eine KI, die tatsächlich etwas tut. Autonom. Ohne Sie ständig mit Rückfragen zu belästigen.
Warum OpenAI? Warum kein eigenes Start-up?
Steinberger hätte den klassischen Weg gehen können. Ein Start-up gründen, Investitionen einwerben, ein Unternehmen aufbauen. Er hätte der nächste Milliardär aus dem Silicon Valley werden können. Doch das reizte ihn nicht. „Wir könnten daraus ein riesiges Unternehmen machen, aber das macht mir eigentlich nicht besonders viel Spaß“, schrieb er in seinem Blogbeitrag. „Ich will die Welt verändern, nicht ein großes Unternehmen aufbauen. Und der Zusammenschluss mit OpenAI ist der schnellste Weg, dies allen zugänglich zu machen.“
Eine Ehrlichkeit, die beeindruckt. Wie viele Menschen würden für die Vision einer größeren Wirkung die Chance auf ihr eigenes Einhorn ausschlagen?
Open Source bleibt – die Bedenken ebenfalls
OpenClaw bleibt ein Open-Source-Projekt. Das war für Steinberger die wichtigste Bedingung. „Mir war schon immer wichtig, dass OpenClaw offen bleibt und sich frei weiterentwickeln kann“, erklärte er. OpenAI verspricht, dass das Projekt in einer Stiftung weitergeführt und vom Unternehmen weiterhin unterstützt wird. Altman fügt hinzu: „Wir erwarten, dass dies schnell zu einem Kernbestandteil unseres Produktangebots wird.“
Doch nicht alle jubeln. Die Offenheit von OpenClaw wirft Sicherheitsbedenken auf. Nutzer können das Tool praktisch beliebig anpassen. Forscher warnen vor Cyberbedrohungen. Das chinesische Industrieministerium warnte sogar davor, dass ein falsch konfiguriertes OpenClaw Nutzer Cyberangriffen und Datenlecks aussetzen kann. Paradoxerweise verbreitet sich OpenClaw gerade in China wie ein Lauffeuer. Es funktioniert mit chinesischen Sprachmodellen wie DeepSeek und lässt sich mit chinesischen Messengern verbinden. Baidu plant, OpenClaw direkt in seine wichtigste mobile App zu integrieren. Das sind Millionen potenzieller Nutzer.
Der Kampf um KI-Talente geht weiter
OpenAI hat für Steinberger keine Peanuts bezahlt. Die genauen Summen wurden nicht veröffentlicht, doch die KI-Giganten werfen derzeit mit Geld um sich, als gäbe es kein Morgen. Im Mai kaufte OpenAI das Start-up io des iPhone-Designers Jony Ive für mehr als 6 Milliarden Dollar. Auch Meta und Google geben Milliarden für die besten Köpfe der KI-Branche aus.
Warum? Weil der Markt für generative KI heute ein Schlachtfeld ist. OpenAI, mit 500 Milliarden Dollar bewertet, sieht sich erbitterter Konkurrenz gegenüber. Google und Anthropic greifen mit eigenen Modellen an. Anthropic stellte kürzlich Claude Opus 4.6 vor – ein Modell, das beim Programmieren herausragt und komplexere Aufgaben über längere Zeit bewältigen kann. Das Unternehmen hat gerade eine Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 380 Milliarden Dollar abgeschlossen.
KI-Agenten wie OpenClaw sind dabei erst der Anfang. Tools, die nicht nur antworten, sondern tatsächlich in Ihrem Namen handeln, Arbeit automatisieren und Entscheidungen treffen. Das ist die Zukunft, um die alle kämpfen.
Die Zukunft gehört den KI-Agenten
Steinbergers Wechsel zu OpenAI ist nicht nur eine weitere Übernahme. Er ist ein Signal dafür, wohin sich die gesamte Branche bewegt. Persönliche KI-Agenten werden zu einem festen Bestandteil unseres Lebens. Sie werden unsere Kalender verwalten, langweilige Verwaltungsaufgaben erledigen und im Namen ihrer Besitzer mit anderen KI-Agenten kommunizieren. OpenClaw hat bereits heute Millionen von Nutzern. Und mit der Unterstützung von OpenAI und Steinbergers Genie am Steuer? Diese Technologie könnte schneller überall sein, als wir denken.
Sind wir darauf vorbereitet? Und können wir sicherstellen, dass diese Tools sicher bleiben und den Menschen dienen – und nicht umgekehrt?
Quelle: cnbc.com



