OpenAI und Broadcom haben gerade eine langfristige Partnerschaft bekannt gegeben, die die Zukunft der künstlichen Intelligenz verändern soll. Die Vereinbarung konzentriert sich auf die Entwicklung und Bereitstellung eigener KI-Beschleuniger mit einer Gesamtleistung von 10 Gigawatt, die OpenAI auf Grundlage seiner Erfahrungen mit fortschrittlichen Modellen entwerfen wird. Broadcom übernimmt die Herstellung und Bereitstellung dieser Systeme. Das gesamte Vorhaben startet in der zweiten Jahreshälfte 2026 und soll bis Ende 2029 abgeschlossen sein. Der Plan umfasst Racks voller Chips, die mithilfe von Broadcom-Lösungen wie Ethernet, PCIe und optischer Konnektivität für Scale-up und Scale-out miteinander verbunden werden.
Sam Altman, Mitgründer und CEO von OpenAI, sieht darin einen entscheidenden Schritt zum Aufbau einer Infrastruktur, die das Potenzial künstlicher Intelligenz erschließt und sowohl Menschen als auch Unternehmen Vorteile bringt. Hock Tan, Präsident und CEO von Broadcom, bezeichnet dies als einen entscheidenden Moment im Streben nach künstlicher allgemeiner Intelligenz, da OpenAI an der Spitze der KI-Entwicklung steht. Greg Brockman, Mitgründer und Präsident von OpenAI, ergänzt, dass eigene Chips es ermöglichen werden, die bei der Entwicklung fortschrittlicher Modelle gewonnenen Erkenntnisse direkt in die Hardware zu integrieren, was die Tür zu neuen Leistungsniveaus öffnen wird.
Details zu Entwicklung und Bereitstellung
OpenAI übernimmt das Design der Chips und der gesamten Systeme, während Broadcom deren Herstellung und Bereitstellung in Rechenzentren übernimmt. Diese Beschleuniger werden für die spezifischen Anforderungen von OpenAI optimiert und basieren auf den Erkenntnissen aus der Entwicklung von Frontier-Modellen. Die Racks werden vollständig mit Broadcom-Technologien für die Vernetzung ausgestattet sein, darunter Ethernet für die Skalierung, PCIe für die Anbindung und optische Lösungen für eine schnelle Kommunikation. Die Bereitstellung erfolgt sowohl in den Einrichtungen von OpenAI als auch in Rechenzentren von Partnern auf der ganzen Welt, um die wachsende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz zu decken.
Diese Zusammenarbeit baut auf bestehenden Vereinbarungen zwischen OpenAI und Broadcom über die gemeinsame Entwicklung und Lieferung von Beschleunigern auf. Die Unternehmen haben eine Vereinbarung über die Bereitstellung von Racks mit diesen Chips und Netzwerklösungen unterzeichnet. Charlie Kawwas, Präsident der Semiconductor Solutions Group bei Broadcom, betont, dass sich kundenspezifische Beschleuniger hervorragend mit standardisierten Ethernet-Lösungen für die Skalierung kombinieren lassen, wodurch ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis für die KI-Infrastruktur gewährleistet wird.
Die ersten Systeme werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 online gehen, die vollständige Umsetzung soll bis Ende 2029 abgeschlossen sein. OpenAI erweitert damit sein Partnernetzwerk, zu dem bereits Vereinbarungen mit Nvidia und AMD über Rechenleistung gehören. Teil dieser Erweiterung sind auch die kürzlich geschlossene Partnerschaft mit AMD über 6 Gigawatt GPU-Leistung sowie die Zusammenarbeit mit Samsung und SK im Rahmen der Stargate-Initiative für eine globale KI-Infrastruktur.
Marktwachstum
Die Broadcom-Aktie stieg nach der Ankündigung um 10 %. OpenAI schließt sich damit Giganten wie Amazon und Google an, die ebenfalls eigene KI-Beschleuniger entwickeln, um Kosten, Leistung und Lieferketten besser kontrollieren zu können. Während Nvidia weiterhin der dominierende Akteur im Bereich KI-Hardware ist, könnte diese Initiative von OpenAI für neue Konkurrenz sorgen, auch wenn sich erst mit der Zeit zeigen wird, ob diese Chips die derzeitigen Marktführer tatsächlich übertreffen.
OpenAI bedient inzwischen mehr als 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer, darunter weltweit tätige Konzerne, kleine Unternehmen und Entwickler. Diese Zusammenarbeit wird dazu beitragen, die Mission von OpenAI voranzubringen, künstliche allgemeine Intelligenz zum Nutzen aller Menschen einzusetzen. Broadcom sieht darin eine Bestätigung der Bedeutung kundenspezifischer Beschleuniger und von Ethernet als Schlüsseltechnologie für KI-Rechenzentren.



