OpenAI und Apple-Designer arbeiten an einem KI-Gerät. Doch das Projekt stößt auf Hindernisse

OpenAI und Apple-Designer arbeiten an einem KI-Gerät. Doch das Projekt stößt auf Hindernisse

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
17. 10. 2025
3 Minuten Lesezeit · 3 Aufrufe
OpenAI und Apple-Designer arbeiten an einem KI-Gerät. Doch das Projekt stößt auf Hindernisse

Die Verbindung von Namen wie Sam Altman und Jony Ive weckte bei Technikbegeisterten große Erwartungen. Auf dem Blog von OpenAI stellten sie nämlich im Mai ihr neues Projekt vor, das einen absoluten Durchbruch in der modernen Technologie bedeuten soll. Dabei handelt es sich um einen persönlichen KI-Assistenten der nächsten Generation, der zum Hit des Jahres 2026 werden soll. Doch es hat sich gezeigt, dass die Entwicklung eines solchen Geräts nicht einfach ist. Die erwartete KI-Neuheit stößt daher auf Hindernisse, und ihre Fertigstellung könnte länger dauern als erwartet.

Von Apple zu OpenAI und den ersten Prototypen

Jony Ive ist in der Welt des Designs bereits eine absolute Legende. Er steht hinter so ikonischen Produkten wie dem iPhone, MacBook, iPad oder der Apple Watch. Als Industriedesigner setzte Jony Ive seine Arbeit jedoch auch nach seinem Weggang von Apple fort, und zwar in seinem neuen Unternehmen LoveFrom.

Dieses kaufte Sam Altman im Mai 2024 für 6,5 Milliarden Dollar, und so entstand die Vision eines gemeinsamen Projekts, über das die Öffentlichkeit lange Zeit nichts wusste. Inzwischen zeichnen sich jedoch die ersten Hardwareprototypen ab. Den Informationen zufolge soll es sich um ein handflächengroßes Gerät ohne Display handeln, das mit einer Kamera, einem Mikrofon und einem Lautsprecher ausgestattet ist. Im Gegensatz zu klassischen KI-Assistenten soll es ein vollwertiger Gesprächspartner sein, der sich natürlich und „menschlicher“ verhält.

Hindernisse, die die Entwicklung verlangsamen

Die Entwicklung des neuen KI-Assistenten und Gesprächspartners verläuft jedoch nicht so reibungslos, wie man zu Beginn vielleicht erwartet hatte. Im Laufe der Projektarbeit treten erste grundlegende Probleme auf, die mit dem Datenschutz, dem Betrieb und der gesamten Konzeption seiner „Persönlichkeit“ zusammenhängen.

Das neue KI-Gerät soll mithilfe von Kamera und Mikrofon seine Umgebung im Grunde rund um die Uhr überwachen. Es wird nämlich nicht wie ein klassischer Assistent aktiviert, sondern ist ständig online und sammelt Daten über seinen Nutzer. Genau das wirft jedoch ethische Fragen hinsichtlich des Verlusts der Privatsphäre und eines möglichen Datenmissbrauchs auf. Und es wäre nicht das erste Mal. Mit ähnlichen Problemen waren in der Vergangenheit bereits verschiedene Sprachassistenten und KI-Geräte wie die AI-Friend-Halskette oder der Humane AI Pin konfrontiert, die letztlich völlig scheiterten.

Ein weiteres Hindernis ist der eigentliche Betrieb. Während die Sprachassistenten von Amazon oder Google über eine große Cloud-Infrastruktur verfügen, stößt die Neuheit von OpenAI und LoveFrom auf einen Mangel an Rechenleistung, die für den Betrieb erforderlich ist. Der gesamte Prozess ist zudem kostspielig und verlangsamt die Entwicklung erheblich.

Der aktuelle Markt ist darüber hinaus sehr anspruchsvoll und erwartet von einem KI-Gerät (Assistenten) wirklich viel. Das Scheitern des Humane AI Pin oder der KI in einer Halskette lag nicht nur daran, dass die Geräte nicht richtig funktionierten und Fehler machten, sondern auch an ihrem merkwürdigen und unsympathischen Verhalten. Deshalb ist gerade das „Persönlichkeitsdesign“ für OpenAI sehr schwierig. Der neue KI-Assistent sollte nämlich weder zu unterwürfig noch zu direkt sein und konkrete Situationen angemessen einschätzen können. Das ist jedoch anspruchsvoller als erwartet.

Das derzeit wertvollste Privatunternehmen

Der Druck auf OpenAI hat zudem zugenommen. Jüngsten Erhebungen zufolge wurde das Unternehmen mit einem Wert von 500 Milliarden Dollar zum wertvollsten Privatunternehmen der Welt und überholte sogar Elon Musks SpaceX.

Obwohl das gesamte Projekt Hindernisse und Risiken mit sich bringt, möchte OpenAI sein Portfolio daher um Hardware erweitern und in Bereiche vordringen, die das Unternehmen bislang nicht abdeckt.

Wird der KI-Begleiter tatsächlich zum Hit des Jahres 2026?

Das Projekt der Unternehmen OpenAI und LoveFrom hat zum Ziel, mehr als nur einen intelligenten Lautsprecher oder einen gewöhnlichen Sprachassistenten zu schaffen. Es will ein KI-Gerät entwickeln, das virtueller Begleiter und Assistent in einem ist und natürlich sowie ethisch handelt.

Die Schaffung einer völlig neuen Beziehung zwischen Mensch und Technologie erweist sich jedoch als harte Nuss. Sie bringt nämlich Probleme in den Bereichen Datenschutz, Rechenleistung und Definition der Persönlichkeit dieses KI-Geräts mit sich. Nun bleibt die Frage, ob es gelingt, die Hindernisse zu überwinden und der neue KI-Assistent tatsächlich zum Hit des Jahres 2026 wird, oder ob er sich in einen Kompromiss verwandelt, der seine ursprünglichen Ambitionen verliert.

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