KI-Startup von Mira Murati mit einer Bewertung von 12 Milliarden US-Dollar
Mira Murati, die früher als Chief Technology Officer bei OpenAI tätig war, bestätigte kürzlich, dass ihr Unternehmen Thinking Machines Lab eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen hat. Diese Summe stellt die größte Finanzierungsrunde in der gesamten Geschichte des Risikokapitals und der Startups dar. Die Bewertung des Unternehmens erreichte 12 Milliarden US-Dollar (rund 260 Milliarden tschechische Kronen), was für ein erst im Februar 2025 in San Francisco gegründetes Unternehmen ein beeindruckender Erfolg ist. Den verfügbaren Informationen zufolge wurde diese Runde von der Investmentgesellschaft Andreessen Horowitz angeführt, wobei sich bedeutende Akteure wie Nvidia, AMD, Cisco, Jane Street und sogar die albanische Regierung beteiligten. Dieser Erfolg kommt zu einer Zeit, in der sich der KI-Sektor rasant entwickelt, und Thinking Machines Lab tritt mit dem Ziel an, mit führenden Unternehmen wie OpenAI, Anthropic oder Google zu konkurrieren.
Mira Murati, die in Albanien geboren wurde, verließ OpenAI Anfang 2025, um ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Während ihrer Zeit bei OpenAI half sie bei der Entwicklung von Werkzeugen wie ChatGPT, die eine Revolution im Bereich der generativen künstlichen Intelligenz auslösten. Ihr neues Projekt konzentriert sich nun auf die Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme, die zur Lösung der schwierigsten globalen Probleme wie dem Klimawandel oder der Ausrottung von Krankheiten beitragen sollen. Das Unternehmen möchte nicht nur KI-Fachleute anziehen, sondern auch die klügsten Köpfe aus anderen Bereichen wie der Wissenschaft – und zwar noch bevor KI-Systeme für eine breit angelegte Zusammenarbeit zu komplex werden.
Ein Team voller Talente und die Ablehnung verlockender Angebote
Thinking Machines Lab hat sich rasch mit einem hochkarätigen Team umgeben, das größtenteils aus ehemaligen Kollegen von OpenAI besteht. Zu den wichtigsten Mitgliedern gehören John Schulman, Jonathan Lachman, Barret Zoph, Bob McGrew und Alec Radford, die alle über umfassende Erfahrung in der Entwicklung fortschrittlicher KI-Modelle verfügen. Das Unternehmen ist als gemeinnützige Kapitalgesellschaft (Public Benefit Corporation) strukturiert, wodurch Mira Murati über die entscheidende Stimmenmehrheit im Verwaltungsrat verfügt und die Stimmen der Gründungsaktionäre im Vergleich zu gewöhnlichen Aktionären hundertfach gewichtet werden. So wird sichergestellt, dass das Unternehmen unter ihrer festen Führung bleibt.
Ein interessantes Detail ist, dass Thinking Machines Lab kürzlich enorme Angebote von Meta abgelehnt hat. Berichten vom 1. August 2025 zufolge bot Meta wichtigen Teammitgliedern mehrjährige Vergütungspakete im Wert von bis zu 1 Milliarde US-Dollar an, damit sie sich dem neuen Superintelligence Lab des Unternehmens anschließen. Keines der Mitglieder nahm das Angebot jedoch an, was das Bekenntnis des Unternehmens zu seiner Unabhängigkeit unterstreicht. Mira Murati betonte, dass das Team seiner Vision treu bleibt, außerhalb großer Unternehmensstrukturen Innovationen voranzutreiben.
Mission: Demokratisierung der KI für alle
Obwohl die Einzelheiten der technologischen Ausrichtung weitgehend geheim bleiben, erklärt Thinking Machines Lab öffentlich seine Mission, den Zugang zu fortschrittlichen KI-Werkzeugen zu demokratisieren. Das Unternehmen möchte sie allgemein verständlich, anpassbar und vielseitig einsetzbar machen. Es plant, technische Blogbeiträge, Forschungsarbeiten und Code zum Nutzen der Öffentlichkeit zu veröffentlichen, um die Transparenz und das öffentliche Verständnis fortschrittlicher KI-Systeme zu erhöhen. Dieser offenere Ansatz soll Unternehmen, politischen Entscheidungsträgern und anderen zugutekommen und steht im Gegensatz zu den stärker abgeschotteten Modellen anderer KI-Labore.
Mit 2 Milliarden US-Dollar an Kapital konzentriert sich das Unternehmen darauf, Rechenleistung und Talente zu gewinnen, um den Vorsprung seiner Konkurrenten aufzuholen. Es steigt spät in das Rennen ein, verfolgt jedoch ein klares Ziel: KI zu entwickeln, die zur Bewältigung globaler Herausforderungen beiträgt und der breiten Öffentlichkeit zugutekommt.
Auswirkungen auf Gründerinnen
Dieser Erfolg von Mira Murati ist für Gründerinnen von besonderer Bedeutung. Im Jahr 2024 erhielten Startups mit mindestens einer Frau im Gründungsteam 38 Milliarden US-Dollar, doch ausschließlich von Frauen gegründete Unternehmen erhielten lediglich 2,1 % des gesamten Risikokapitals – insgesamt 3,7 Milliarden US-Dollar aus rund 800 Abschlüssen. Die von Murati eingeworbenen 2 Milliarden US-Dollar sind daher außergewöhnlich und zeigen, was mit einer generationenprägenden Gründerin an der Spitze möglich ist. Laut einem Bericht des Female Founders Fund und von Inc. setzen Frauen Kapital effizienter ein und erwirtschaften für jeden investierten Dollar einen Ertrag von 78 Cent, verglichen mit 31 Cent bei von Männern gegründeten Startups.
Investoren wie Accel, AMD, Cisco, Jane Street, Nvidia und ServiceNow erwarten eine Rendite, doch wichtiger sind die Auswirkungen auf die Menschheit. Der Einstieg von Thinking Machines Lab in das KI-Rennen bringt vielfältige Perspektiven ein, die die Zukunft prägen werden. Für andere Frauen in der Technologiebranche und darüber hinaus bedeutet dies, dass das scheinbar Unmögliche Wirklichkeit werden kann. Emma Hinchliffe, Autorin des Artikels in Fortune, fasste dies als Inspiration für die gesamte Branche zusammen.



