Meta führt Einkaufsfunktionen für seinen KI-Agenten Muse ein, die die Produktsuche auf Händlerwebsites mit der Vorbereitung einer Bestellung verbinden. Nutzer können das gesuchte Produkt sowie Marke, Preis und Verfügbarkeit angeben. Entscheiden sie sich für den Einkauf über den Agenten, legt Muse ihnen die Bestelldetails zur Bestätigung vor.
Vom Suchwunsch zum Angebot in der App
Nach der ersten Einrichtung beginnt der Einkauf mit einer Anfrage an den Agenten. Muse durchsucht anschließend Händlerwebsites nach Artikeln, die den angegebenen Kriterien entsprechen. Passende Angebote erscheinen sowohl in der App als auch auf der Muse-Website.
Wie es weitergeht, hängt vom jeweiligen Angebot ab. Ein Klick kann direkt zur Website des Händlers führen oder das Angebot innerhalb der Muse-App öffnen. Im zweiten Fall steht eine Schaltfläche bereit, um den Einkauf über den Agenten abzuschließen.
Bestellung bestätigen und Zahlungsdienste verknüpfen
Wer über Muse einkauft, erhält nach der Vorbereitung der Bestellung eine sogenannte „approval card“ mit den Bestelldetails zur Bestätigung. Für den Abschluss benötigt der Agent außerdem Zugriff auf die E-Mail, den vollständigen Namen und die Adresse des Kunden. Liegen ihm diese Angaben noch nicht vor, fordert er sie an.
Die Zahlung lässt sich über Dienste wie Link by Stripe oder Shopify Shop Pay abwickeln, die Nutzer mit Muse verknüpfen müssen. Laut Meta erstellt Link für die Transaktion eine einmalig verwendbare Zahlungskarte, damit die tatsächlichen Kartendaten des Nutzers verborgen bleiben.
Auch PayPal gehört zu den angekündigten Zahlungsanbietern, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts aber noch nicht verfügbar. Meta-Chef Mark Zuckerberg erklärte auf der Meta Connect, das Unternehmen werde eine kleine Gebühr auf Transaktionen erheben.
Partnerintegrationen werden schrittweise eingeführt
Meta kündigte am 23. September Partnerschaften unter anderem mit Walmart, Gap und Sephora an. Auch Expedia, Wayfair und Best Buy waren Teil derselben Ankündigung. Die als „connectors“ bezeichneten Integrationen sollen dem Agenten einen direkteren Zugang zu den Diensten der Partner ermöglichen, waren aber noch nicht alle aktiv.
Zu den angekündigten Partnern gehört außerdem Ticketmaster, das Nutzer für die Zahlung auf seinen eigenen Marktplatz weiterleitet. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass sämtliche endgültigen Käufe dort abgeschlossen werden und die Kaufentscheidung beim Kunden bleibt.
Amazon hat Einkäufe über Muse blockiert
Amazon hat Muse daran gehindert, auf seiner Website einzukaufen, und begründet dies mit einem Verstoß des Agenten gegen seine Nutzungsbedingungen. Der Händler wirft Muse unter anderem vor, Zugangsdaten von Kunden zu speichern und automatisiert Daten aus deren Konten auszulesen.



