Lockheed Martin bündelt seine Kräfte mit der KI von IBM, um Innovationen zu beschleunigen
Lockheed Martin, ein weltweit führendes Unternehmen in der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie, hat beschlossen, seine Geschäftsabläufe mithilfe künstlicher Intelligenz grundlegend zu transformieren. Das Unternehmen arbeitet mit IBM zusammen, um die mit der Datenintegration verbundenen Herausforderungen zu bewältigen und ein modernes, KI-gesteuertes System zu schaffen. Diese Initiative ermöglichte es Lockheed Martin, fortschrittliche Technologien wie generative KI (künstliche Intelligenz, die neue Inhalte erstellen kann) und agentische KI (künstliche Intelligenz, die Prozesse autonom steuert) in seine internen Prozesse zu integrieren. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Kunden ihren schwierigsten Herausforderungen stets einen Schritt voraus bleiben. Laut Stephan Gerali, Chief Architect und Senior Fellow bei Lockheed Martin, hilft KI dabei, Probleme zu lösen, die aufgrund des Datenvolumens, ihrer Komplexität oder Dringlichkeit für Menschen zu schwierig sind.
Modernisierung der Datenumgebung
Lockheed Martin entschied sich für IBM Cloud Pak for Data als zentrale Plattform für das Datenmanagement. Diese Lösungen mit integrierter Data-Fabric-Architektur ermöglichten es, ein komplexes Netzwerk aus Datenbanken, Data Lakes, Data Lakehouses und Datenberichtstools miteinander zu verbinden. Dadurch wurde die Anzahl der Daten- und KI-Tools halbiert. Mit einer einheitlichen und skalierbaren Datengrundlage kann das Unternehmen nun zuverlässig auf Daten höchster Qualität zugreifen, was die unternehmensweite Bereitstellung von KI-Lösungen über das AI-Factory-Ökosystem beschleunigt. Dieses Ökosystem dient als sichere Umgebung, in der Ingenieure KI-Lösungen in großem Maßstab entwickeln, testen und bereitstellen können. Die Familie offener großer Sprachmodelle von IBM Granite, ergänzt durch weitere führende Modelle, wird direkt in der AI Factory von Lockheed Martin gehostet. Dadurch werden 10.000 Ingenieure bei Innovationen und der Beschleunigung der Geschäftstransformation unterstützt.
Nutzung von KI für interne Effizienz
Produkte aus dem IBM-watsonx-Portfolio für Datenmanagement, Governance und Orchestrierung verbessern die internen Abläufe grundlegend. Generative KI-Modelle machen spezialisierte Programmierung überflüssig, indem sie es Mitarbeitern ermöglichen, Fragen zu Quelldaten in natürlicher Sprache zu stellen. In der AI Factory entwickelte agentische Frameworks und virtuelle Assistenten helfen bei der Steuerung komplexer Arbeitsabläufe, vereinfachen die Interaktionen zwischen Menschen und Technologien und steigern die Effizienz durch Automatisierung und Prozessoptimierung. Ein wichtiger Bestandteil ist die Initiative zur Einführung vertrauenswürdiger und sicherer Leitplanken für die Skalierung von KI, für die Lockheed Martin das umfassende IBM-watsonx-Toolkit für KI-Governance eingeführt hat. Dieser Ansatz gewährleistet eine verantwortungsvolle, transparente und erklärbare Nutzung von KI, was für die Einhaltung ethischer Standards, branchenüblicher Praktiken und Datenschutzvorschriften entscheidend ist.
Bisherige Ergebnisse und Vorteile
Die Daten- und KI-Transformation bei Lockheed Martin hat bereits bedeutende Ergebnisse erzielt. Die Lösungen von IBM halfen dabei, 46 verschiedene Datensysteme und Tools in einer einzigen integrierten Plattform zu konsolidieren. Interne Abläufe und Datenmanagementprozesse sind nun effizienter gestaltet, was schnelle und kostengünstige Innovationen ermöglicht. Mithilfe dialogorientierter KI-Chatbots aus watsonx kann das Unternehmen Mitarbeiteranfragen und Aufgaben im Personalwesen besser bewältigen. Diese vereinfachen schnelle Antworten auf Fragen und verbessern HR-Prozesse. Ein Pilotprogramm für generative KI zur Beantwortung von Fragen zeigte eine deutliche Verbesserung der Antwortgenauigkeit – von 45,45 % auf 56,8 % durch Prompt Engineering und auf 66,0 % durch Abfrageoptimierung. Dieser fortschrittliche Ansatz für KI-Technologie, unterstützt durch die strategische Partnerschaft mit IBM, versetzt Lockheed Martin in die Lage, die Anforderungen seiner Kunden zu übertreffen und eine solide Grundlage für künftiges Wachstum in einem dynamischen technologischen Umfeld zu schaffen.
Die Zukunft der KI bei Lockheed Martin
Lockheed Martin betrachtet KI als ein entscheidendes Instrument, um die Entscheidungsfindung zu beschleunigen und deren Qualität für Kunden zu verbessern. Die Integration von IBM Granite in die AI Factory ermöglicht einen schnelleren Übergang von Ideen zur Bereitstellung – von Monaten auf Wochen – und verbessert die Gewinnung missionskritischer Erkenntnisse. Das Unternehmen betreibt über sein KI-Zentrum (LAIC) und seine AI Factory Hunderte von KI-Projekten, für die zentralisierte Tools, Rechenkapazität, Daten, Sicherheit sowie eine integrierte Modell- und Daten-Governance bereitgestellt werden. Die Partnerschaft mit IBM sowie mit weiteren Unternehmen wie Red Hat oder NVIDIA unterstreicht das Engagement für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI in der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie. Diese Zusammenarbeit steigert nicht nur die interne Effizienz, sondern stärkt durch fortschrittliche Assistenten und Agenten auch den Erfolg nationaler Sicherheitsmissionen.



