KI bringt am laufenden Band neue Milliardäre hervor!
Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zu einem der größten Wohlstandsmotoren der modernen Geschichte. Berichten aus diesem Jahr zufolge übertrifft dieser Boom alle bisherigen Technologiewellen hinsichtlich Geschwindigkeit und Ausmaß. So gibt es mittlerweile 498 sogenannte „Einhörner“ unter den privaten KI-Unternehmen – Firmen mit einem Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar –, deren Gesamtwert sich auf beeindruckende 2,7 Billionen US-Dollar beläuft. Einhundert davon sind erst seit 2023 entstanden. Dieses Wachstum wird durch enorme Investitionen in Start-ups wie Anthropic, Safe Superintelligence, OpenAI oder Anysphere angetrieben, die in diesem Jahr bei rekordverdächtigen Finanzierungsrunden Milliarden von US-Dollar eingesammelt haben. All dies führt zur Entstehung neuer Milliardäre, deren Vermögen bislang häufig nur „auf dem Papier“ besteht, dank Sekundärmärkten und Übernahmen jedoch zunehmend liquide wird.
Beispiele für neue Milliardäre aus dem KI-Sektor
Zu den interessantesten Fällen gehört Dario Amodei, Mitbegründer und Geschäftsführer von Anthropic. Das Unternehmen verhandelt in diesem Jahr über die Aufnahme von fünf Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 170 Milliarden US-Dollar, was fast dem Dreifachen seines Werts vom März entspricht. Amodei und seine sechs weiteren Mitbegründer sind damit wahrscheinlich zu Multimilliardären geworden. Ihr Erfolg beruht auf der Ausrichtung auf sichere und ethische KI, was Investoren anzieht, die nach stabilem Wachstum suchen.
Ein weiteres Beispiel ist Michael Truell, der 25-jährige Gründer und Geschäftsführer des Start-ups Anysphere. Im Juni wurde das Unternehmen mit 9,9 Milliarden US-Dollar bewertet, und kurz darauf gingen Angebote über 18 bis 20 Milliarden US-Dollar ein. Dank innovativer Lösungen im KI-Bereich, die die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich ziehen, stieg Truell damit rasch in den Club der Milliardäre auf.
Nicht zu vergessen ist Mira Murati, die OpenAI im September vergangenen Jahres verließ und im Februar Thinking Machines Lab gründete. Im Juli erhielt sie eine Rekordfinanzierung in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, wodurch das Unternehmen mit 12 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. Dieser Erfolg zeigt, wie schnell erfahrene Fachleute aus großen KI-Unternehmen ein neues Imperium aufbauen können.
Alexandr Wang, Gründer von Scale AI, ist ein weiterer bedeutender Name. Nach einer Investition von Meta in Höhe von 14,3 Milliarden US-Dollar schloss er sich dessen KI-Team an, was zeigt, wie Übernahmen Liquidität schaffen. Seine Mitbegründerin Lucy Guo, die das Unternehmen 2018 verließ, kaufte kürzlich eine Luxusvilla in den Hollywood Hills für rund 30 Millionen US-Dollar, was veranschaulicht, wie sich KI-Vermögen im realen Leben bemerkbar macht.
KI-Vermögen
Weiteren Quellen aus diesem Jahr zufolge, darunter Analysen von CB Insights und Bloomberg, brachte der KI-Sektor 2025 eine Rekordzahl neuer Milliardäre hervor. Insgesamt gibt es beispielsweise mehr als 1.300 KI-Start-ups mit einem Wert von über 100 Millionen US-Dollar, und seit 2023 kam es zu 73 Ereignissen, die Liquidität schufen, darunter Fusionen, Übernahmen und Börsengänge. All dies fördert das Vermögenswachstum in den Bereichen Hardware (wie Nvidia), Basismodelle (OpenAI, Anthropic) und Verbraucheranwendungen.
Interessant ist auch die geografische Konzentration dieses Vermögens. San Francisco hat New York bei der Zahl der Milliardäre inzwischen überholt – 82 gegenüber 66 –, und die Zahl der Millionäre in der Bay Area hat sich im vergangenen Jahrzehnt verdoppelt. Im vergangenen Jahr wurden in San Francisco mehr Häuser für über 20 Millionen US-Dollar verkauft als je zuvor, was eine direkte Folge des KI-Booms ist. Experten wie Andrew McAfee vom MIT betonen, dass dieses Wachstum beispiellos ist und sich insbesondere auf das Silicon Valley konzentriert, wo sich die wichtigsten Gründer, Investoren und Talente befinden.
Die Zukunft des KI-Vermögens und ihre Herausforderungen
Mit den steigenden Bewertungen gehen auch Herausforderungen einher. Der Großteil des Vermögens steckt in privaten Unternehmen, was eine sofortige Liquidität erschwert. Sekundärverkäufe und durch Aktien besicherte Kredite ändern dies jedoch allmählich. OpenAI verhandelt beispielsweise über einen sekundären Aktienverkauf für Mitarbeiter bei einer Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar, gegenüber 300 Milliarden US-Dollar im März. Experten wie Simon Krinsky von Pathstone weisen darauf hin, dass KI-Milliardäre zunächst möglicherweise in ähnliche Unternehmen investieren, sich letztlich aber für Diversifizierung, Steuerplanung und Philanthropie an professionelle Vermögensverwalter wenden werden.
Dieser Trend erinnert an die Dotcom-Ära der späten 1990er-Jahre, als neu reich gewordene Tech-Unternehmer schließlich nach einer stabilen Verwaltung ihres Vermögens suchten. Der KI-Boom bringt somit nicht nur neue Milliardäre hervor, sondern könnte auch den gesamten Vermögensverwaltungssektor umgestalten, wobei viele Gründer KI auch dort einsetzen wollen.
Informationsquelle: www.cnbc.com



