Elon Musk, Gründer der Unternehmen Tesla und SpaceX, hat einen großen Rechtsstreit mit OpenAI und Microsoft begonnen. Alles fing damit an, dass Musk 2015 bei der Gründung von OpenAI als gemeinnütziger Organisation half, die künstliche Intelligenz zum Wohl der Menschheit entwickeln sollte. Nun behauptet er, diese Unternehmen hätten gegen die ursprünglichen Vereinbarungen verstoßen, und er fordert enorme Geldsummen zurück, die sie seiner Ansicht nach dank seiner Unterstützung erwirtschaftet haben. Der Prozess soll im April in Oakland, Kalifornien, stattfinden und wird von Richterin Yvonne Gonzalez Rogers geleitet. Musks leitender Anwalt Steven Molo erklärte, dass OpenAI ohne Musk überhaupt nicht existieren würde – er habe den Großteil der anfänglichen Finanzierung, seinen Ruf und sein Wissen über den Aufbau von Unternehmen eingebracht.
Wie viel Geld fordert Musk und warum?
Laut einer Gerichtsakte vom 17. Januar 2026 fordert Musk von OpenAI zwischen 1,5 Billionen und 2,5 Billionen Kč. Von Microsoft verlangt er zwischen 305 Milliarden und 577 Milliarden Kč. Insgesamt sind das bis zu 3 Billionen Kč. Diese Beträge wurden von Musks Experten, dem Finanzökonomen C. Paul Wazzan, berechnet, der Musks Beiträge seit 2015 berücksichtigte. Musk stellte OpenAI rund 874 Millionen Kč zur Verfügung, was 60 % der anfänglichen Finanzierung entsprach. Neben dem Geld half er bei der Einstellung von Mitarbeitern, beim Knüpfen von Kontakten und verlieh dem Unternehmen Glaubwürdigkeit. Musk behauptet, OpenAI und Microsoft hätten diese Beiträge missbraucht, als OpenAI 2025 in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt wurde. Dadurch konnte Microsoft Milliarden investieren und einen Anteil von etwa 27 % erwerben.
Musk verließ OpenAI im Jahr 2018 und betreibt inzwischen sein eigenes Unternehmen xAI mit dem Chatbot Grok, der mit ChatGPT von OpenAI konkurriert. Seiner Klage zufolge hat OpenAI gegen sein ursprüngliches Ziel verstoßen – künstliche Intelligenz zum Wohl der Allgemeinheit und nicht zur Gewinnerzielung zu entwickeln. Musk vergleicht seine Rolle mit der eines frühen Investors in ein Start-up, der Anspruch auf enorme Renditen hat. Sollte das Gericht ihm recht geben, könnte Musk auch Strafschadenersatz erhalten oder eine gerichtliche Anordnung erwirken, die das Verhalten der Unternehmen einschränkt; Einzelheiten dazu enthält die Gerichtsakte jedoch nicht.
Wie reagieren OpenAI und Microsoft?
OpenAI bezeichnete Musks Forderung als „unseriös“ und als Teil seiner „Belästigungskampagne“. Das Unternehmen erklärt, die Klage entbehre jeder Grundlage und Musk sei selbst gegangen, nachdem man sich über die weitere Ausrichtung nicht einigen konnte. Microsoft äußerte sich nicht zu den Beträgen, bestritt jedoch bereits früher, OpenAI bei Verstößen gegen Vereinbarungen unterstützt zu haben. Beide Unternehmen stellten Musks Experten Wazzan in einer Gerichtsakte infrage – sie behaupten, seine Berechnungen seien „erfunden“, „nicht überprüfbar“ und „beispiellos“. Sie wollen erreichen, dass das Gericht einschränkt, was Wazzan den Geschworenen sagen darf, da dies die Jury verwirren könnte. OpenAI und Microsoft argumentieren, dass Musk als ehemaliger Spender keinen Anspruch auf Milliarden von einer gemeinnützigen Organisation habe, die in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt wurde.
Bisherige Kosten der Klage für OpenAI
Laut einem Artikel von The Information hat Elon Musks Klage OpenAI mehr als 23 Milliarden Kč gekostet. Diese Kosten umfassen vor allem Anwaltshonorare und weitere mit der Verteidigung verbundene Ausgaben. OpenAI musste dieses Geld aufwenden, um sich gegen Musks Vorwürfe zu verteidigen, das Unternehmen habe seine gemeinnützige Mission aufgegeben. Das zeigt, wie aufwendig und kostspielig dieser Rechtsstreit für OpenAI ist, noch bevor es zum eigentlichen Prozess kommt. Musks Klage hat somit bereits jetzt Auswirkungen auf die Finanzen von OpenAI, auch ohne ein endgültiges Urteil.
Dieser Rechtsstreit zieht die Aufmerksamkeit der gesamten Technologiewelt auf sich, weil es um die Zukunft der künstlichen Intelligenz geht. Musk behauptet, er wolle die ursprüngliche Idee von OpenAI schützen, während die Unternehmen ihm vorwerfen, einen Konkurrenzkampf zu führen. Die Jury wird im April entscheiden, ob Musk diese enormen Summen erhält oder ob die Klage erfolglos bleibt.
Quellen: reuters.com und theinformation.com



