Claude AI kommt zu Slack und schafft eine intelligentere Arbeitsumgebung

Claude AI kommt zu Slack und schafft eine intelligentere Arbeitsumgebung

Ondřej Barták
Ondřej Barták
Unternehmer und Programmierer
3. 10. 2025
4 Minuten Lesezeit
Claude AI kommt zu Slack und schafft eine intelligentere Arbeitsumgebung

Anthropic hat soeben die Integration seines KI-Modells Claude mit Slack angekündigt, sodass Nutzer direkt in ihrer Arbeitsumgebung mit künstlicher Intelligenz arbeiten können. Diese Neuerung wurde am 1. Oktober veröffentlicht und bietet zwei zentrale Möglichkeiten, Claude zu nutzen: Claude direkt zu einem Slack-Workspace hinzuzufügen oder Slack mit den Claude-Anwendungen zu verbinden, damit Claude während Unterhaltungen nach relevanten Nachrichten suchen und auf sie verweisen kann. So können Nutzer direkt in Slack Unterstützung von Claude erhalten, beispielsweise beim Verfassen von Antworten auf wichtige Nachrichten, bei der Vorbereitung auf Meetings oder bei der Analyse geteilter Dokumente – und das alles, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen.

Die Integration bedeutet, dass Claude Kontext aus Dokumenten, E-Mails und anderen verbundenen Tools beziehen kann, was alltägliche Aufgaben erleichtert. In Slack durchsucht Claude beispielsweise nur öffentliche und private Kanäle, auf die der Nutzer Zugriff hat. Wenn jemand Claude in einem öffentlichen Thread um Hilfe bittet, erstellt die KI zunächst privat einen Antwortentwurf, damit die Person ihn vor dem Teilen mit dem Team überprüfen, bearbeiten oder neu generieren lassen kann. Dies gewährleistet die vollständige Kontrolle über den Prozess.

So verwenden Sie Claude in Slack

Es gibt drei konkrete Möglichkeiten, Claude in Slack zu verwenden. Die erste ist eine Direktnachricht: Der Nutzer kann eine private Unterhaltung mit @Claude beginnen, um individuelle Unterstützung bei Recherchen, beim Schreiben oder bei Analysen zu erhalten. Die zweite Möglichkeit ist das KI-Assistenten-Panel: Es genügt, in einem beliebigen Kanal in der Kopfzeile des KI-Assistenten auf das Claude-Symbol zu klicken. So ist der Zugriff auf die KI möglich, ohne laufende Diskussionen zu stören. Die dritte Variante ist die Teilnahme an Threads: Wird @Claude zu einem beliebigen Thread hinzugefügt, generiert die KI auf Grundlage des Gesprächskontexts einen Antwortentwurf, den der Nutzer vor dem Teilen überprüfen kann.

Mit dieser Funktion lassen sich beispielsweise lange Threads zusammenfassen, komplexe Konzepte erklären sowie E-Mails, Dokumente oder Entwürfe direkt in Slack erstellen und anschließend teilen. Claude hilft auch bei der Vorbereitung auf Meetings, indem es Dokumente analysiert und wichtige Punkte herausarbeitet. Für schnelle Recherchen liefert es sofortige Antworten zu Themen wie Branchentrends, technischen Fragen oder internen Unternehmensinformationen. Es unterstützt sogar beim Programmieren, etwa beim Debugging, bei der Optimierung oder beim Verstehen von Code direkt in Unterhaltungen.

Slack mit Claude verbinden

Die nächste Integrationsstufe erfolgt über den Slack-Konnektor für Claude, mit dem die KI Kanäle, Direktnachrichten und geteilte Dateien im Workspace durchsuchen kann, um bessere Antworten und Unterstützung bei Recherchen zu bieten. Dies ist beispielsweise bei der Vorbereitung auf Meetings nützlich, wenn Claude relevante Diskussionen und Dokumente zusammenträgt und eine Zusammenfassung mit aktuellen Neuerungen und Entscheidungen erstellt. Es hilft außerdem bei der Projektkoordination, indem es Statusmeldungen aus verschiedenen Kanälen sammelt, Probleme identifiziert und den Fortschritt zusammenfasst.

Bei der Einarbeitung neuer Teammitglieder durchsucht Claude den Verlauf von Kanälen, geteilte Dokumente und zugehörige E-Mail-Threads, um ihnen zu helfen, sich schnell in laufenden Projekten zurechtzufinden. Darüber hinaus unterstützt es die Erstellung von Dokumentationen, indem es Teamdiskussionen formalisiert und Kontext aus Unterhaltungen und zugehörigen Materialien bezieht. Diese Integration nutzt das Model Context Protocol (MCP), das KI-Agenten die Interaktion mit Slack und anderen SaaS-Tools in Echtzeit ermöglicht, um kontextbasierte Automatisierungen durchzuführen.

Rob Seaman, Chief Product Officer von Slack bei Salesforce, sagte dazu: „Jedes Unternehmen entwickelt sich hin zu einer agentenbasierten Organisation, in der KI-Agenten Hand in Hand mit Menschen arbeiten. Die Partnerschaft mit Anthropic zur Integration von Claude in Slack und des Slack-Kontexts in Claude beschleunigt diesen Weg – sie bringt hochmoderne KI direkt in den Arbeitsablauf. Indem wir die Lücke zwischen Claude- und Slack-Nutzern schließen, schaffen wir ein nahtloses KI-Erlebnis, das die Arbeit produktiver, angenehmer und intelligenter macht als je zuvor.“

Die Integration von Claude in Slack erfüllt dieselben Sicherheits- und Datenschutzstandards wie das Claude-Benutzerkonto. Workspace-Administratoren kontrollieren die Genehmigung von Anwendungen für die gesamte Organisation, während sich einzelne Nutzer mit ihren bestehenden Claude-Konten authentifizieren. Die KI greift nur auf Kanäle und Unterhaltungen zu, für die der Nutzer eine Berechtigung besitzt, und respektiert alle bestehenden Slack-Einstellungen. Unterhaltungen in Slack unterliegen den Richtlinien zur Datenspeicherung und den Sicherheitsregeln der Organisation.

Erste Schritte

Claude in Slack ist ab sofort über den Slack Marketplace für Teams mit kostenpflichtigen Slack-Tarifen verfügbar. Workspace-Administratoren müssen zunächst die Claude-Anwendung genehmigen, bevor sich einzelne Nutzer mit ihrem Konto anmelden können. Der Slack-Konnektor steht Kunden mit Claude-Team- und Enterprise-Tarifen zur Verfügung, die die Claude-Anwendung in Slack installiert haben. Administratoren müssen den Konnektor für ihre Organisation aktivieren; anschließend können Nutzer ihn im Bereich „Konnektoren“ ihrer Claude-Einstellungen einrichten. Diese Integration ergänzt weitere Verbindungen von Claude mit Tools wie Notion, Canva oder Stripe und erweitert damit seine Einsatzmöglichkeiten im Unternehmensumfeld.|

Quelle: anthropic.com

Kategorie:KI
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